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224 pages, Paperback
First published January 1, 1938
Das Telefon schrillte. Studer hob den Hörer ab.
„Vetter Jakob!“, sagte eine Stimme. Und bevor Studer etwas antworten konnte: „Hilf mir, Vetter Jakob. Bitte, hilf mir! Du mußt mir helfen!“ Knacken. Der Wachtmeister klopfte aufgeregt auf die Gabel. Keine Antwort. Studer stellte die Nummer der Auskunft ein. „Wer hat zuletzt die Kantonspolizei angerufen?“ – „Einen Augenblick ... Sind Sie noch da?... Basel hat angerufen ... Kabine Bahnhof ...“ Studer vergaß zu danken. Er stand auf, streckte sich; dann ließ er aus einem Blechbehälter, der in einer Ecke des Zimmers an der Wand hing, Wasser über seine Hände fließen, trocknete sie ab, langsam und gewissenhaft, starrte lange auf das verkritzelte Löschblatt. Schließlich löste er es ab und steckte es gefaltet in die Tasche. Die Gänge waren leer. Aus trüben Kohlenfadenlampen tröpfelte spärliches Licht.
Er ging in eine Wirtschaft z'Nacht essen, er hatte keine Lust, das Hedy zu sehen. Vier große Helle trank er – aber eine Erinnerung ließ ihn nicht los.