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Doppelpass: Ein Fortsetzungsroman

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Scharfzüngige Satire über die Doppelmoral in der Asylpolitik.

Paperback

First published January 1, 2009

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About the author

Charles Lewinsky

58 books93 followers
Lewinsky studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Zürich und Berlin (ohne Abschluss). Danach arbeitete er als Regieassistent bei Fritz Kortner und anschliessend als Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Bühnen sowie als Redakteur und Ressortleiter der Sendung Wort-Unterhaltung des Schweizer Fernsehens. 1984 veröffentlichte er zusammen mit Doris Morf sein erstes Buch Hitler auf dem Rütli. Es folgten weitere Bücher und Produktionen beim Schweizer Fernsehen, ARD und ZDF. In der Schweizer Öffentlichkeit wurde Lewinsky Mitte der 90er Jahre als Autor der Sitcom Fascht e Familie bekannt; später folgte Fertig Lustig. 2001 erhielt er den Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank für seinen Roman Johannistag. Weitere Anerkennung als Schriftsteller erwarb er sich 2006 mit der jüdischen Familiensaga Melnitz. Lewinsky hat zudem über 700 Liedtexte für verschiedene Komponisten geschrieben, unter anderem für Maja Brunner, die mit dem Lied Das chunnt eus spanisch vor 1987 den Grand Prix der Volksmusik gewinnen konnte. 2011 wurde er mit seinem Roman Gerron für den Schweizer Buchpreis nominiert. Lewinsky wohnt in Zürich und im französischen Vereux.

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1 star
2 (3%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Bruno Laschet.
699 reviews21 followers
September 7, 2024
Eine Satire über das Leben von Flüchtlingen in der Schweiz. Da ist der erfolgreiche Fussballer, der schon bald den Schweizer Pass bekommen soll. Sein Vereinsboss fördert ihn und macht sonst Karriere in einer eher 'fremdenfeindlichen Partei'. Da ist die Freundin unseres Fussballers, die unbedingt Fernsehkarriere machen will. Eigentlich läuft alles gut bis 'ein Vetter' aus dem fernen Guinea auch in die Schweiz will und die Hilfe unseres Fussballstars in Anspruch nehmen will...
Guter Humor und genaue Beobachtungen der CH-Situation. Der Autor lebt ja in Zürich!
Nachteil für Ausländer: Die Pointen sind sehr 'schweizerisch' und werden nur hier verstanden. Ein Glossar mit Übersetzungen gibt es nicht.
Profile Image for Ingo.
100 reviews2 followers
May 7, 2015
Poor language, trivial story.
85 reviews
April 22, 2024
Ein herrlicher Lesespass! Jedem geht es um den eigenen Vorteil und das eigene Weiterkommen, niemandem um die beiden Männer aus Guinea, die komplett unterschiedlich in der Schweiz aufgenommen werden. Die Doppelzüngingkeit und hohlen Phrasen werden enttarnt. Natürlich pointier und klischeebehaftet, herrlich zu lesen.
2 reviews
January 4, 2026
Eine brandaktuelle Geschichte. Es überraschte mich sehr, dass das Buch bereits 2009 erschien. Es Spiegelt auch die heutige Gesellschaft noch immer gnadenlos wieder. Kurzweilig.
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,452 reviews12 followers
July 21, 2020
Tom Keita hat es geschafft. Der junge Mann aus Guinea mit dem genialen Ballgefühl gehört zu den Superstars eines renommierten Schweizer Fußballclubs und hat gerade medienwirksam seine Verlobung mit dem ambitionierten Model Claudia bekanntgegeben. Da muss sogar Eidenbenz, seines Zeichens Keitas Vereinspräsident, zugeben, dass der Junge was drauf hat, auch wenn er sonst eher für eine sehr kritische Haltung zum Thema Ausländer und Einwanderung bekannt ist und bei den nächsten Wahlen für eine rechtskonservative Partei kandidieren wird.

Doch in der Nacht der Verlobungsparty kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: ein Unbekannter taucht auf Keitas Grundstück auf. Zunächst von Claudia für einen Einbrecher gehalten, entpuppt er sich als weitläufiger Verwandter von Tom, der auf einem Flüchtlingsschiff übers Mittelmeer nach Europa gekommen ist und nun auf ein besseres Leben in der wohlhabenden Schweiz hofft, wo es Tom ja ganz offensichtlich sehr weit gebracht hat.

Tom ist hin- und hergerissen. Einerseits möchte er seinem Cousin helfen, andererseits kann er sich keinen Skandal erlauben, den es aber ganz sicher gäbe, wenn bekannt würde, dass er einem illegalen Einwanderer heimlich Unterschlupf gewährt. Claudia nimmt die Sache beherzt in die Hand und versucht das Problem "Mike" zu lösen, indem sie ihn in der leerstehenden Ferienwohnung einer Bekannten unterbringt. Blöd nur, dass der junge Afrikaner auf einmal abhanden kommt und eine Klatschreporterin die Ohren spitzt ...

In diesem Buch, das ursprünglich als Fortsetzungsroman in einer Schweizer Zeitung erschien, greift Lewinsky einige der großen Themen der heutigen Zeit auf: Asyl- und Einwanderungspolitik, Medienzirkus, Sein und Schein in der High Society und nicht zuletzt die in allen Bereichen verbreitete Doppelmoral. Sicher sind Figuren wie Claudia oder Eidenbenz reichlich überzeichnet, stehen aber gerade dadurch exemplarisch für bekannte gesellschaftliche Phänomene. Möglicherweise haben sie auch reale Vorbilder - dazu kenne ich die Schweizer Berühmtheiten aber zuwenig.

Gleichzeitig machen die eher schematischen Charaktere es aber auch schwierig, sich wirklich mit ihnen zu identifizieren. Am ehesten mitfühlen konnte ich noch mit dem unglückseligen Einwanderer "Mike". Die Geschichte nimmt ihren Lauf, nicht unspannend, aber trotz vieler scharfer Seitenhiebe doch eher dahinplätschernd. Ein bisschen zu kämpfen hatte ich auch mit der schweizerisch gefärbten Sprache. Für Nichtschweizer wäre ein Glossar vielleicht ganz hilfreich gewesen.

Insgesamt nicht schlecht, aber auch nichts, was man zwingend gelesen haben müsste. ("Melnitz" von Lewinsky war da schon ein anderes Kaliber, das mochte ich richtig gerne.)
Profile Image for Ritja.
620 reviews
October 1, 2023
Zwei junge Männer aus Guinea landen in der Schweiz. Der eine ist Fußballer und erfolgreich in diesem Sport. Er besitzt Geld, ein Haus und hat eine Schweizer Freundin. Sein Erfolg sichert ihm seinen Aufenthalt in der Schweiz. Der Andere kommt aus dem gleichen Dorf, spielt kein Fußball, besitzt nichts, weil er geflüchtet ist und kennt nur den Fußballer aus dem gemeinsamen Dorf in der Schweiz. Er hat keinen Erfolg, der ihn den Aufenthalt in der Schweiz sichert.

Charles Lewinskys Schreibstil hat mich an Martin Suter erinnert. Wunderbar angenehm und leicht zu lesen mit einem bissigen, schwarzen Humor, immer wieder den Finger in die Wunde legend und den Menschen den Spiegel vorhaltend.

Er beschreibt das Leben der zwei jungen Männer und wie sie von den Schweizer:innen wahrgenommen werden. Er erzählt davon, wie Tom und Mike behandelt werden und wie viel Unterstützung (oder auch nicht) sie erfahren. Die Charaktere neben Tom und Mike kennt man. Zumindest hat man das Gefühl, dass hier Charaktere beschrieben werden, die man aus den Medien kennt. Der Autor zeigt die Gesichter hinter den Masken und blickt hinter die schöne heile Schweizer Alpenfassade. Obwohl es hier um einen Fußballer geht, steht nicht der Fußball an sich im Vordergrund, sondern der Blick, wie unterschiedlich Menschen wahrgenommen werden.

Das Buch unterhält, da der schwarze Humor einiges auffängt, aber man kommt immer mehr ins Nachdenken und Überdenken. Es wird nicht mein letztes Buch von Charles Lewinsky sein.
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