Martin Mosebach ist kein Freund kunsttheoretischer Schulen oder einer Ästhetik, die sich am Zeitgeist und den Moden orientiert. Er interessiert sich viel mehr für alte und neue Meister. Für den Augenmenschen Mosebach liegt Kunst auf der Oberfläche. Und deshalb schaut er genau hin. In seinen Essays über lebende und tote Künstler beschreibt er Meisterschaft und Handwerk, Erscheinung und Haptik ihrer Kunst. Elegant streift er durch die europäische Kunstgeschichte und richtet seinen Blick auf Bildhauer und Maler von der Antike zu Marcel Broodthaers, Alfred Hrdlicka und zu den Pin-Up-Zeichnern. Bei Meredith Frampton, dem englischen Porträtmaler und Kunstpragmatiker entdeckt er die Erkenntnis, dass Schönheit aus vollendeter Handwerklichkeit hervorgehen "Ich empfinde beim Anblick der Arbeit eines Dentisten, bei einem gutgearbeiteten Gebiss zum Beispiel, ebenso viel Vergnügen wie beim Anblick eines Gemäldes".Mosebachs Blick bleibt dabei der eines So entstehen um die Kunst herum Erzählungen, die von der Oberfläche abschweifen und wieder zu ihr zurückkehren.
Martin Mosebach has published novels, stories, and collections of poems, written scripts for several films, opera libretti, theatre and radio plays.
The German Academy for Language and Literature praised him for "combining stylistic splendour with original storytelling that demonstrates a humorous awareness of history."
Among his works translated into English is The Heresy of Formlessness, a collection of essays on the liturgy and its recent reform told from the perspective of a literary writer. It has been published in the United States by Ignatius Press.
The book argues for a return to the Tridentine Rite of the Mass, the form of the Roman Rite before the Second Vatican Council, the use of which, in accordance with the Roman Missal of 1962, is authorized, under certain conditions, by the 2007 motu proprio Summorum Pontificum.
Other works include The Turkish Woman, "The Tremor," "The Long Night" and "Prince of Mist," in which the author examines the motives behind man's eternal search for a meaning.