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Arabboy: Eine Jugend in Deutschland oder Das kurze Leben des Rashid A.

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Unusual book

Paperback

First published January 1, 2008

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Güner Yasemin Balci

11 books1 follower

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1 star
6 (8%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Kristin Hogk.
151 reviews3 followers
August 19, 2018
Nach einigem Zögern traute ich mich an dieses Buch, weil ich davon ausging, dass es eher eine Informationsliteratur als ein Lesevergnügen werden würde. Warum dann überhaupt solch ein Buch lesen? Weil ich mir Einblicke in das Leben und die Denkweise eines arabischen Jungen, der es nicht schafft, sich in Deutschland zu integrieren, erwartete. In vielerlei Hinsicht wurden meine Erwartungen erfüllt. Es war eine spannende, aber keine angenehme, eine aufwühlende, keine versöhnende Leselektüre. Bis zum Schluss fiel es mir schwer, Sympathien für Rashid, den Protagonisten, zu empfinden. Balci schreibt und beschreibt nüchtern und unverblümt, sie beschönigt nichts zugunsten von Sympathiepunkten. Das finde ich mutig und bemerkenswert. Und ja, nach dieser Lektüre fällt es mir leichter nachzuvollziehen, warum es Rashid - und so vielen anderen Jugendlichen seiner Art - nicht gelang, seinen in unserer westlichen Welt akzeptierten Weg zu finden, sich trotz seiner Geburt in Deutschland nicht zu einer in Deutschland akzeptierten Person zu entwickeln. Dies bedarf eines Elternhauses und Umfeldes, dass das Land, in dem es lebt, mit all seinen Konventionen und Werten zumindest toleriert, wenn nicht respektiert. Rashid hatte das nie und bewegte sich somit Zeit seines Lebens zwischen den Kulturen, ohne Halt und ohne klare Anleitung. Selbst zum Ende hin, als er alles für ein Leben zurück in Deutschland gegeben hätte, verachtete er doch die Deutschen und ihre Werte. Trotz aller Erkenntnisse, die er in seiner kurzen Zeit auf seiner holprigen Laufbahn gewann, war er bis zum Schluss nicht in der Lage, für sich einen Lebensentwurf zu finden, der ihn befriedigt hätte, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen. Zu viel Hass, Wut und Frust versperrten ihm den Blick und eben jegliche Einsicht. Bemitleidenswert in jedem Fall, aber eben auch verstörend. Und bei aller Menschlichkeit und Toleranz, die ich als Leserin aufzubringen vermag, setzte an irgendeiner Stelle doch die schockierende Erkenntnis ein, dass hier mit einer Wohnstätte im sicheren Deutschland allein nicht geholfen ist. Dass es von beiden Seiten viel mehr braucht als bürokratische Häkchen. Dass ein in Deutschland geborener Araber noch keinen vollwertigen Deutschen abgibt. Dass eine deutsche Leserin ebenso wenig die arabische Kultur verstehen und nachvollziehen kann, nur, weil sie ein Buch darüber gelesen hat.
1 review
January 10, 2011
Eine Autorin, die ihre Figuren fortwährend denunziert. Ausführlichere Angaben folgen.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews

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