Jump to ratings and reviews
Rate this book

Auf der See gefangen

Rate this book
Der Prinz von Schönberg-Wildauen wird des Mordes an einem Berliner Juwelier verdächtigt. Richard von Treskow, der an die Unschuld des Prinzen glaubt, begibt sich auf Mördersuche. Die Spur führt nach Amerika, wo Treskow bei der Ermittlung des wahren Schuldigen tatkräftige Unterstützung durch den Indianerhäuptling Winnetou erhält. --- "Auf hoher See gefangen" ist ein Kriminalroman von Karl May, in dem der Apachenhäuptling Winnetou eine tragende Rolle spielt. Der Roman erschien erstmals in den Nummern 21 bis 52 des 2. Jahrgangs der Zeitschrift "Frohe Stunden. Unterhaltungsblätter für Jedermann". Dresden, Leipzig (1878/1879).

503 pages, Hardcover

First published January 1, 1878

12 people want to read

About the author

Karl May

1,455 books441 followers
Karl Friedrich May (also Karol May) was one of the best selling German writers of all time, noted mainly for books set in the American Old West, (best known for the characters of Winnetou and Old Shatterhand) and similar books set in the Orient and Middle East. In addition, he wrote stories set in his native Germany, in China and in South America.

May also wrote poetry and several plays, as well as composing music; he was proficient with several musical instruments. May's musical version of "Ave Maria" became very well known.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
2 (10%)
4 stars
6 (30%)
3 stars
8 (40%)
2 stars
4 (20%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Armin.
1,204 reviews35 followers
July 31, 2020
Vier Sterne im Karl-May-Universum, sonst freundlich aufgerundete drei.

Karl Mays Bürgerkriegsroman, alle Guten kämpfen auf Seiten des Nordens und versenken zuletzt mit List und Geschick das gefährlichste Seeungeheuer der Südstaaten. Die zuvor zur Strecke gebrachten Piraten um den Schwarzen Kapitän und dessen trickreiche Ex-Geliebte Miss Admiral machen nicht nur die sieben Weltmeere, sondern auch die deutsche Provinz und den wilden Westen unsicher, im Gegenzug geht Winnetou auch an Bord eines Kriegsschiffes und spricht das letzte Wort im Park von Schloss Wildauen. Im berühmt-berüchtigten Waldröschen braucht May für ähnliche globale Konflikte mehr als zehn mal so viele Seiten, insofern gibt es schon gewisse Zweifel an der Plausibilität der durchaus unterhaltsamen Handlung, aber als Vorstufe oder Studie zu den späteren Wildwestromanen wie für die 3000-seitigen Münchmeyer-Monster hat das Werk schon seine Berechtigung, zumal die eigentlich von John Retcliffe (Nena Sahib) ausgeborgte Miss Admiral Clairon die faszinierendste Frauengestalt im May-Universum darstellt, da sämtlichen Männern im Kampf mindestens ebenbürtig und deutlich schlauer als alle Gauner und auch die meisten Westmänner. Beinahe schade, dass der Kolportage-Autor May die sonst so einfallsreiche Dame zur Überfahrt auf demselben Schiff verdammte, das auch Winnetou, Old Firehand und Co zur Überfahrt nach Deutschland in Anspruch nahmen.

Im Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit, noch eine Schlussbemerkung zum Thema Rassismus. Bin bei diesem Thema nicht mit aller Gewalt auf der Suche nach Verstößen gegen gerade geltende Standards in über hundert Jahre alten Büchern. Zumal durchaus wünschenswerte Ziele für den Alltag, von gewissen Gralshütern der Gartenzwerge im Moment auch gern als Ersatzbefriedigung für alles mögliche andere missbraucht werden. So manche fromme Mär, die gerade als Bestseller-Grundstoff dient oder Allheilmittel verzapft wird, ist in ein paar Jahren vermutlich auch schon wieder Lachnummer verkommen oder wird von entsprechend sensibilisierten Gemütern als Anfang einer verhängnisvollen Entwicklung ausgemacht.
Alle, die Karl May nicht komplett als Jugendsünde verdrängt haben, wissen, dass seine Uhren in Sachen Wilder Westen 20 bis 30 Jahre nachgehen, die ziemlich gründlich recherchierten Romane von James Michener bestätigen diese Forscherleistungen auch auf ziemlich unterhaltsame Weise. Aber in Auf hoher See gefangen treffen technischer Fortschritt und altertümliche Westmänner aufeinander. Dass May beim Gefecht einer ziemlich bunten Truppe aus Trappern, Piraten, Lokführern, Winnetou und Eisenbahnarbeitern, die einen Überfall der Ogellallalah-Sioux abwehrt auf Seiten der überwiegend weißen Allianz steht, regt mich nicht weiter auf, Jules Verne kennt da auch keine anderen Sympathien, so wenig wie jeder andere Abenteuer-Schreiberling jener Ära. Wiewohl Winnetou letztlich den Ausschlag bei der Abwehr eines strategischen Meisterstücks von Häuptling Bärentatze den Ausschlag gibt-, Aber beim Lobpreis des Tomahawks leistet sich der Mayster dann doch einen Lapsus, den ich mindestens als die Hybris des weißen Mannes bezeichnen würde:
Nur drei von den Weißen waren mit dieser Waffe versehen: Sam Fire-Gun*, Dik Hammerdull und Pitt Holbers, und es zeigte sich da allerdings, dass bei gleichen Waffen der zähere und intelligentere Weiße meist im Vortheile steht. *Old Firehand
Meine Grünen Bändchen habe ich im Rahmen eines Umzugs einem Helfer überlassen, von daher fehlt mir die Gelegenheit noch mal Kapitän Kaiman aufzuschlagen, um die spätere Bearbeitung durch die Herren Schmidt und Kandolf auf besagte Passage zu untersuchen, die mir aber nicht vollkommen unbekannt vorkam. Aber bislang hatte ich bei meinen Vergleichen mit den Originalen mit der Cuvée für die Jugend das Gefühl, dass die beiden Herren nur unzählige Riesenbusen (unter denen Miss Admiral übrigens nicht leidet) abgesäbelt und durch blaue Kattunkleidchen ersetzt hatten und Helden aus diversen May-Galaxien mit ähnlichen Eigenschaften durchweg den jeweils bekanntesten Namen umgehängt hatten.
Ohne Karl May hätte sich mein Sprung von den Comics in die Bleiwüsten sicherlich um etliche Jahre, wenn nicht ein Jahrzehnt verzögert, aber, bei aller Dankbarkeit käme ich nie auf die Idee eventuelle Enkel damit zu behelligen, keineswegs wegen philologischer Bauchschmerzen bei den Grünen Bändchen, die inzwischen sicher einer politisch korrekten Rosskur unterzogen wurden. Die Welt hat sich zu sehr verändert, auch die Ansprüche junger Leser an Helden und Vorbilder. Viele Kraftproben, die Old Shatterhand und seine diversen Doppelgänger abliefern, sind einfach nur schreckliche Tierquälerei, da nützt auch die reichlich hinzu gegossene Milch der frommen Denkungsart wenig, Auf hoher See gefangen ist übrigens frei davon, hier lässt niemand so lange Gnade walten, bis die Hand Gottes endlich zuschlägt. Auch die Guten skalpieren, was das Zeug hält, beim Gefecht am Bahndamm.
687 reviews7 followers
January 4, 2023
In der HKA-Ausgabe und „Auf der See gefangen“ als „Schloss Wildauen“-Hörspiel vom SWR. Wieder sehr spannend, die frühen Erzählungen des Maysters wieder zu entdecken. Dazu ein paar Infos in den editorischen Berichten. Weiter gehts. :)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.