La pioggia che cade incessante accompagna la confessione, notturna e intima, di una giovane donna algerina, medico. Nell' arco di sei notti la protagonista rievoca personaggi e dolorosi episodi del proprio passato, dall'infanzia all'adolescenza, alla maturità, restituendoci l'immagine di una vita sofferta che diventa metafora della condizione femminile in una società retrograda e maschilista. In un linguaggio duro e spezzettato, ma allo stesso tempo palpitante e ricco di poesia, e in uno stile onirico e affabulatorio emergono ricordi, ossessioni, fantasmi di una vita.
Ein schier atemloser Strom an Gedanken und Erinnerungen, der über sechs Nächte auf das namenlos erzähelnde Ich einer jungen Algerierin hinabstürzt. In der verkürzten Sprache stichbuchartiger Tagebuchnotizen verfasst, ohne die Notwendigkeit die Erzählung auszuschmücken und mit einer Vielzahl an vor dem inneren Auge vorbeiziehenden bildhaften Erinnerungen. Die junge Frau ist alleine, sie schöpft ihre Erzählung aus sich und fällt in diesem Erzählmodus immer wieder in sich zurück - wesentlicher und immer wieder aufgegriffener Teil der Erzählstrategie: ich ziehe mich in mich selbst zurück und ringele mich um mein eigenes Sein (19) oder Ich ziehe mich in mich selbst zusammen. So daß ich den Eindruck gewinne kein Gefühl mehr für die Welt zu haben. (62). An den Stellen, an denen über das erzählende Ich hinaus die Gesellschaft thematisiert wird, bleibt der Blickwinkel der Ihre und sind nur mit ihren Emotionen verknüpfte Elemente, sie bewegende Aspekte, immer wieder herausgegriffen und ihre tagebuchartige Betrachtung hineingezogen. Entsprechend fragmentarisch ist das von Algerien gezeichnete gesellschaftliche Bild, dessen patriarchale Strukturen und Vorstellungen die junge Ärztin allerorten beeinflussen und mit dem sie auch in ihren alltäglichen Beziehungen in fortwährender Auseinandersetzung steht: Als der zweite Mann sich mir vorstellte sagte ich - rundheraus - wenn du mit mir schlafen willst will ich auch aber komm mir bloß nicht mit schmalzigen Sprüchen. Er bekamt es mit der Angst. Geriet in Panik. Ergriff die Flucht. Die Farben sind trüb. (28). Nicht nur in dieser Passage, mehr noch in den körperlicher und sexueller geprägten, habe ich allerdings die fortwährende Irritation im Kopf, dass ein männlicher Autor intim aus weiblicher Perspektive schreibt und ob und was das gerade in den Details auszeichnet - Stellen an denen es mir wirklich deutlich wurde, habe ich aus meiner Perspektive allerdings nicht gefunden. Über das Patriarchat hinaus weist das Buch aber durchaus eine Kritik an der langen Kolonisation auf, aus einer Position des sich erst selbst (zu) befreienden Algeriens - der Kampf wird nicht erwähnt - und der Bruch mit der Marginalisierung. Mitunter sind die Auseinandersetzungen Kindheits- und Jugenderinnerungen: Reaktionäre Western in denen die Indianer blutrünstige Wilde waren. Wir aber standen immer auf der Seite der Apachen und der Sioux. Wenn die Weißen kamen dann schrien und brüllten wir um unsere Indianerfreunde zu warnen aber es war immer zu spät. [...] Dann zeigte man eines Tages Die Geisterreiter von John Ford. [...] Alle waren überwältigt. Endlich einmal hatten die Indianer die Oberhand. Es machte Spaß die Angst der Weißen zu sehen. Wir jubelten. Applaudierten. (72)
Just to make things clear: I did not read the English version,but the French one, so I have no idea if I still would have had an equally enjoyable reading experience with the translated version. This book doesn't have a strict storyline but some memories broken down into emotions, sensations and actions that are thrown in throughout the book. The intensity of those memories,though is stunning. No dramatical traumatic experiences, but cool down to earth descriptions from a very intelligent storyteller,that exploits her feelings, her issues with the world, with society, with herself. It has been long since I last read something that has managed to perfectly construct the emotions it talks about. A woman, intelligent, in a sexist society, that questions the held up ideas of femininity, marriage and sexuality, her past and her current state of being, always waiting for the calming rains. I love it.
Un diario lento e ossessivo che racchiude sei notti insonni. La storia di una "nevrosi terribile" scaturita da uno schiaffo. Non so.. non mi ha convinta.
Un libro molto lento e ossessivo. Il diario di una giovane algerina scritto nel corso di sei lunghe notti insonni, il difficile rapporto con la famiglia e la sua professione di medico.
( Una particolarità della scrittura: l’autore non usa virgole. Solo dei trattini, molto raramente. )