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Klassenfahrt

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Paperback

Published January 1, 1985

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Profile Image for Gunnar.
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October 29, 2023
Am Grenzübergang Lichtenbusch bei Aachen kommt es zu tödlichen Schüssen auf Zollbeamte während einer Routinekontrolle. Das BKA vermutet die RAF dahinter und löst eine großangelegte Fahndung aus. Doch die Täter können das Fahrzeug wechseln und entkommen. Auch einer der Täter ist getötet worden, ein weiterer schwer verletzt. Er wird zu einem sicheren Haus am Möhnesee gebracht. Doch ein Schüler einer Klasse, die auf Klassenfahrt in der nahegelegenen Jugendherberge ist, wird auf die ungewöhnlichen Aktivitäten im Bootshaus aufmerksam. Währenddessen schwant der Polizei so langsam, dass mitnichten die RAF, sondern offenbar Neonazis hinter der Sache stecken.

Autor Reinhard Junge ist ein Veteran des Regionalkrimis, besonders bekannt wurde er zusammen mit Kollege Leo P.Ard und den Romanen rund ums „Ekel von Datteln“. „Klassenfahrt“ ist sein Krimidebüt aus dem Jahr 1985, hat aber mit betulichen Regionalkrimis heutiger Zeit wenig zu tun, sondern ist vielmehr ein actionreicher und plotgetriebener Politthriller mit allerdings akkurater Darstellung der Schauplätze im Roman. Junge ist zudem seit langem aktiver Antifaschist und Kritiker von rechten Tendenzen in Polizei- und Sicherheitsbehörden, was den Grundton des Romans ausmacht. Glücklicherweise beherzigt Junge die Grundmaxime erfolgreicher Thrillerautoren: „Show, don't tell.“

Weil Junge auf seine Story und Dialoge vertraut und nicht doziert, ensteht trotz der unverkennbaren politischen Haltung des Autors kein zäher agitatorischer Brei, sondern ein spannender und harter Thriller, der den Finger auf (damalige?) wunde Punkte legt wie ein fehlendes Bewusstsein bei den Behörden für rechte Extremisten oder den deutschen Alltagsrassismus.
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