Modern Ideas in Chess is one of the Great Classics of chess literature. Originally published in German in 1923 as Die neuen Ideen im Schachspiel, it created an immediate sensation. This was a period of the emergence of new theories and new ways of thinking about chess. The great opening systems that are standard today were just in the process of being invented and had not yet been named. Openings such as the King's Indian Defense, the Queen's Indian Defense, the Nimzo-Indian Defense and the Gruenfeld Indian Defense were called “Irregular Openings” or had not yet been played. Richard Réti was the leader of what was known as the “Hyper-Modern School of Chess”. Their main idea was not to try to dominate the center as the classical way of playing required. Rather, allow the opponent to take the center and then chip away and undermine his center from the flanks until it collapses and falls. This was the strategy that Bobby Fischer later used in many of his games which propelled him to the World Chess Championship. Best of all, Richard Réti was an entertaining writer. This book is a good read even for those who are not interested in applying these theories to tournament chess.
Richard Réti (1889–1929), neben Aaron Nimzovitch einer der Hauptbegründer der hypermodernen Schule, die die Schachwelt in den Zwanzigerjahren revolutionierte, legt mit diesem Buch eine wegweisende wissenschaftliche Analyse der Schachstrategie vor. Das Buch basiert auf Konferenzen in Buenos Aires 1924 und geht über die traditionelle, rein empirische Sammlung von Eröffnungsvarianten hinaus. Réti kritisiert die ältere Schachtheorie, wie sie etwa von Dr. Lasker in „Le bon sens aux échecs“ vertreten wurde, weil sie versuchte, allgemeine Regeln aufzustellen, ohne die strategischen Ziele je nach Stellung zu berücksichtigen. Der zentrale, revolutionäre Wandel, den Réti präsentiert, ist das Konzept der „Initiative“ (coup d’initiative), das bereits von Capablanca in die Theorie eingebracht wurde. Im Gegensatz zum bloßen Entwicklungszug ist der Initiativzug „immer von den Erfordernissen der Position inspiriert“. Ein Tempoverlust (temps d’initiative) wird demnach als Verlust der Initiativzeit definiert, selbst wenn objektiv eine Figurenentwicklung erfolgt. Dieses Paradigma macht selbst scheinbar natürliche Züge älterer Meister – etwa 8. Te1+ im Max-Lange-Angriff – (beim achten Zug zieht der Spieler den Turm nach e1, und der gegnerische König wird dadurch direkt angegriffen [Schach]; Réti kritisiert solche Züge, weil sie die Initiative nicht fördern) problematisch, wenn sie die Schwächen des Gegners nicht unmittelbar angreifen. Beim achten Zug zieht der Spieler den Turm nach e1, und der gegnerische König wird dadurch direkt angegriffen (Schach; Réti kritisiert solche Züge, weil sie die Initiative nicht fördern). Über die Eröffnungsstrategie hinaus bietet das Buch eine systematische Klassifizierung zentraler positioneller und taktischer Elemente. Réti erläutert die strategischen Ziele von Bauernketten (chaîne de pions), etwa Raumvorteil (avantage d'espace) und die Einengung des Gegners, warnt jedoch, dass diese nur dann sinnvoll sind, wenn die Hauptglieder der Kette nicht zerstört werden können. Ferner werden Kombinationsangriffe gegen den König, insbesondere nach der kurzen Rochade, wissenschaftlich analysiert. Die Korrektheit von Opfern (z. B. auf h7 oder g7) hängt von allgemeinen Gesetzen ab, insbesondere von der Kontrolle der Fluchtfelder des Königs (wie f7/f2 oder d6). Réti zeigt, dass die Kenntnis dieser Prinzipien unerlässlich ist, um strategische Entscheidungen dort zu treffen, wo reiner Kalkül versagt. Für heutige Spieler bleibt Réti nicht nur ein historischer Theoretiker, sondern ein Wegweiser, wie man Stellung, Initiative und strategische Ziele im Einklang versteht – selbst wenn man keinen Turnierspielerstatus anstrebt.
Quite a good book. Most of the 'modern' ideas are now commonplace, so the title is no longer fitting. I enjoyed playing through some of the interesting French Defence games included and chuckled every time Réti spelt 'manœver'.
Have an old Dover edition that I first read and marked up back in the 80s. Not algebraic, but the marked passages are all useful reminders. I suppose it's dated now, but is still a great overview of positional chess and an introduction of the hypermodern ideas from one of the originators.