Chansons, Gedichte, Epigramme und Feuilletons. Eine bitterböse Analyse der ersten vier Jahre nach Gründung der Bundesrepublik.Die ersten Jahre der Bundesrepublik Deutschland sind geprägt vom sogenannten Wirtschaftswunder. Der Krieg scheint vergessen, die Rüstungsindustrie saniert sich, und es werden neue Kasernen gebaut. Der Wind weht bereits wieder aus einer ganz bestimmten Richtung. Die jüngste Vergangenheit wird verdrängt, und eine gefährliche Vergeßlichkeit greift um sich.Unerbittlich und mit beißendem Zynismus analysiert Erich Kästner in den hier gesammelten Chansons, Glossen und Feuilletons aus den Jahren 1949-1952 die »Entwicklung« der jungen Republik. »Die große Freiheit ist es nicht geworden...«
Erich Kästner (1899–1974) was a German author, poet, screenwriter and satirist, known for his humorous, socially astute poetry and children's literature. A stout pacifist and democrat, he was expelled from the national writers' guild during the Nazi era, with many of his books being burned in public. Today, he is widely regarded as one of Germany's most prolific and beloved children's book authors.
Ich habe mal wieder gekästnert, dieses Mal mit "Die kleine Freiheit – Chansons und Prosa, 1949-1952", eine kunterbunte Reflektion der jungen Bundesrepublik – mal mehr, mal weniger erheiternd. Regelrecht zum Wermutstropfen wurden vor allem die vielen Liedtexte, die ohne Begleitmusik etwas blass daherkommen. Also ging ich auf die Suche und habe einige eigenwillige Chansons bei Spotify gefunden. Besser wurde es leider nicht, "Die kleine Freiheit" hat enttäuscht.
Kurzum: Das wird kein neuer Lieblingskästner. Da lese ich lieber noch hundertmal den "Fabian", "Als ich ein kleiner Junge war" oder "Das doppelt Lottchen" ...
„Die Sonne scheint. Sie streichelt den Balkon. Pola Negri, die samtschwarze Katze aus dem Lande Halbangora, nistet in einem der Blumenkästen zwischen den Stiefmütterchen und tut, als sei sie selber eines, wenn auch, im Gegensatz zu den übrigen, beweglicher und auf Blumenkästen nicht unbedingt angewiesen.“ - zwischen Kästner in den 50ern und Sozialen Medien heute hat sich nicht viel getan: Katzen sitzen in Blumenkästen 🐈⬛