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Flowers for Jean Genet

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Josef Winkler (born in Carinthia, Austria in 1953) grew up in unhappy circumstances that included a strained relationship with his father and with the community in which he lived, as well as a distaste for farm life.His discovery of Genet's work and life proved decisive for Winkler's attempt to come to terms with his own sexuality. In Flowers for Jean Genet Winkler pays tribute to his liberator, Genet. Winkler describes his search for the facts of his mentor's life in this highly personal, eclectic biography, showing the life to which Genet was subjected by an uncomprehending and hostile society. Only in the last years of his life were Genet's literary accomplishments granted recognition. Among other honors he was awarded the Prix National, the highest French decoration.

141 pages, Paperback

First published January 1, 1997

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About the author

Josef Winkler

38 books31 followers
Josef Winkler is an Austrian author.

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Tijana.
866 reviews288 followers
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October 17, 2016
Vrlo kratka i solidno mučna knjiga kolažnog karaktera u kojoj saznajemo, gotovo ravnopravno, tri vrste stvari - dosta toga o Ženeovoj biografiji, uključujući izvode iz njegovih romana; razne druge književne i istorijske anegdote koje naratora/autora uglavnom privlače zbog S/M elementa, obično vezane za decu (opet Žil de Re); i autobiografski sloj - u kome autor priča kako je bio nesrećno dete siromašnih i dosta zatucanih koruških seljaka i kako mu je slučajni mladalački susret sa Ženeovim knjigama promenio život i kako je onda i sam počeo da piše kad su se dvojica dečaka iz njegovog sela zajedno obesila i... eto. Narativni okvir je, sasvim u skladu s tim, njegova potraga za Ženeovom samrtničkom posteljom u nekom pariskom hotelu i za grobom u Maroku koja počinje tako što mu prijatelj preko telefona viče: "Obećaj da se nećeš ubiti u Ženeovom krevetu!"
I... nije ovo loše, ali možda bi bilo i bolje da je bilo manje Ženea a više Vinklera.
Profile Image for nils.
107 reviews3 followers
October 3, 2023
winkler zeichnet das leben jean genets nach und führt gleichzeitig in sein werk ein, dabei schildert er auch erfahrungen aus seinen eigenen 'zöglingsjahren' und erklärt mit diesen verflechtungen gewissermaßen seine obsession mit genet. ich mag sehr wie winkler die wörter benutzt und sie aneinanderstrickt, alles sehr harmonisch. es hilft natürlich auch enorm dass beide schwul sind.
Profile Image for Rick Lupert.
98 reviews8 followers
June 30, 2024
"Das Zöglingsheft des Jean Genet" von Josef Winkler ist eine persönliche Heranführung des Autors an den im Titel Genannten. Biografisches über Genet und Autobiografisches über Winkler mischen sich mit Textpassagen aus Genets Werk und Zitaten von Wegbegleitern wie Jean-Paul Sartre, Hubert Fichte und Mohamed Choukri sowie Ausführungen zum Gefängnissystem Frankreichs und grausigen Anekdoten aus der Geschichte der Todesstrafe. Winkler nutzt Genets Werk und Leben um sein eigenes Schreiben zu begründen - erzählt vom Selbstmord der beiden jungen Knechte, der seinen eigenen Debütroman "Menschenkind" nötig machte, und davon, als Mann mit homosexuellen Neigungen am Land in Kärnten aufzuwachsen. Eingerahmt werden diese Ausführungen von zwei Reisen Winklers: Das erste Kapitel schildert seine Nacht im vermeintlichen Sterbebett Genets in Paris, das letzte Kapitel seine Reise zu Genets Grab in Marokko. Dieses kurze Buch ist eindrücklich, poetisch, politisch und lehrreich - wenn man sich für Winkler und/oder Genet interessiert unbedingt empfehlenswert.
Profile Image for Klaus Mattes.
716 reviews10 followers
March 7, 2025
Eine vornehmlich wegen ihrer Kürze und Lesbarkeit empfehlenswerte Heranführung an Person und Werke von Jean Genet. Allerdings ein so seltsames Zwischending von Jugendbiografie, Werk-Blütenlese, Reisejournal und eigenen Jugenderinnerungen Winklers, dass man nur zu gerne wüsste, wie es zum Buch überhaupt gekommen ist. Vorstellen könnte man sich eine Rundfunksoiree in einem Kulturkanal, bei welcher verschiedene Stimmen von verschiedenen Positionen im Stereo-Raum aus die Winkler-Texte und die bis zu einer Dreiviertelseite langen „Einblendungen“ Jean Genets sprechen. Allerdings würde dieses Buch den zeitlichen Umfang so einer Soiree auf jeden Fall sprengen.

Dass der seit seiner Kärntner Jugend an den Verletzungen durch die feindliche bäuerliche Welt leidende, vom Suizid eines Knabenliebespaares tief erschütterte Bisexuelle Josef Winkler (heute verheiratet, zwei Kinder) sich von den Motiven Tod und Sexualität in Genets Romanen beeindrucken lassen würde, war schon länger klar. Es überrascht dann doch, dass er sich hierfür zu einer journalistischen, schnörkellosen, in eigener Autor-Sache ziemlich uneitlen Darbietungsform durchgerungen hat.

Winkler, der in der Einleitung des Buchs das Pariser Hotel aufsucht, in dem Genet mit 75 Jahren starb (der starke Raucher litt seit Jahren unter Krebs), am Ende sein Grab in Larache in der Umgebung Tangers, interessiert sich im Hauptteil vor allem für Genets prägende Erlebnisse als Heimkind und jugendlicher Straftäter. Jahrelang ist dieses Kind herumgereicht und herumgestoßen worden, war dabei eher zart, hübsch und feminin, einerseits eitel, wortgewandt, diebisch und verlogen, andererseits nicht wehrhaft und durchsetzungsstark. Es ging früh darum, mit den Waffen der Fantasie einen Platz in der Welt der Stärkeren zu finden und seinen eigenen Kult mit Schlägertypen zu besetzen. In späteren Jahren hat Genet immer wieder behauptet, die glücklichste Phase seines Lebens wären die Aufenthalte in Jungendknästen und Erziehungsheimen gewesen, weil er dort den Stärksten zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse dienen konnte.

1910 geboren, saß Genet noch den größten Teil der deutschen Besatzungszeit im Knast, als einfacher Dieb nämlich, ein Schwerverbrecher war er nie. Schon im Gefängnis hat er wesentliche Teile seiner fünf Romane verfasst. Aber erst, als es ihm gelungen war, die Fürsprache von Jean Cocteau (ebenfalls schwul, aber längst nicht so offenherzig und provokant, was die Geschichten in seinen Werken angeht) zu gewinnen, fand er einen Verleger. Und glaubte doch immer noch, vom Bücherdiebstahl leben zu müssen, bis er sich eines Tages einer langen Haft gegenüber sah und nur durch Intervention Sartres und anderer Intellektueller beim französischen Präsidenten davor bewahrt werden konnte. Faktisch hatte er sich zu diesem Zeitpunkt als Schriftsteller fast schon erschöpft, lebte nun also Jahrzehnte von der Legende, einst der anstößigste Autor des Jahrhunderts gewesen zu sein.

Aber Josef Winklers „Zöglingsheft des Jean Genet“ endet schon vor „Querelle de Brest“, nämlich mit der in Haft verfassten Legende und Onanierfantasie über eine Drag Queen vom Pariser Montmartre, der seinerzeit noch Verbrechernest, nicht pittoresker Touristenmagnet gewesen ist: „Notre-Dame-des-Fleurs“. Sowohl der Erfolgsschriftsteller Genet wie der erwachsene, in der Welt herumreisende Homosexuelle interessieren Winkler eher nicht mehr, sondern eben der „Zögling“, der vom System bedrängte Knabe mit seinem Minderheitenmalus.

Dazu konnte der Österreicher 70 Jahre nach den realen Ereignissen an vielerlei Orten der französischen Provinz nicht mehr recherchieren. Er verlässt sich daher zu oft und auch zu unkritisch auf Genets eigene Zeugnisse, wobei doch klar ist, dass das ein unentwegter Mythenstifter und Selbststilisierer gewesen ist. Außerdem wertet Winkler die Interviews aus, die Hubert Fichte in den siebziger Jahren für „Die Zeit“ mit Genet führen konnte. Dass nur ein Jahr nach seinem eigenen, kleinen Genet-Buch, 1993 also, die monumentale Genet-Biografie des in Frankreich lebenden Amerikaners Edmund White erscheinen würde, ein wahrer Klotz von Buch, davon scheint Winkler keine Ahnung gehabt oder sie zumindest nicht zur Notiz genommen zu haben.

Das letzte Wort in Sachen Gent ist das hier also gewiss nicht. Man sollte es eher als Respektbezeugung eines, der einen Seelenverwandten zu finden geglaubt hat, lesen. Bzw. um es böswilliger zu sagen, da ich an den Qualitäten dieses Autor durchaus meine Zweifel zu haben pflege, eines, der von dem Paria-Status anderer Leute ganz gern mal was für sich selber stibitzt.

Als Jeannot ungefähr neun Jahre alt war, sagte er zu seiner Taufpatin Lucie Wirtz: „Da ist eine Sache, die werde ich nie verstehen: Warum hat mich meine Mutter im Stich gelassen?“
Ohne ein Wort zu sagen, ging Jeannot einmal an seinem Schulkameraden, dem Ministranten Jean Pouteaux, vorbei und schlug ihm mit der Hand ins Gesicht, weil Pouteaux zu den anderen Zöglingen der Fürsorge sagte, daß man seine Pflegeeltern bestehlen dürfe. Pouteaux, der älter und stärker als Genet war, gab ihm daraufhin eine Ohrfeige, daß man die Abdrücke der Finger im Gesicht Jeannots sehen konnte. Als aber Jeannot gefragt wurde, was vorgefallen war, machte er keine Anschuldigungen und sagte einfach, Nichts!
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