Als ein rätselhafter Mann in Shaftesbury auftaucht, sind die Einwohner misstrauisch. Ein Fall für Penelope, die eigentlich eine Partnervermittlungsagentur führt, jedoch immer wieder in die Rolle der Detektivin gedrängt wird. Aber sie hat viel zu tun, denn sie muss eine Hochzeit arrangieren, und der neue Pfarrer ist streng. Sie will sich nicht bei lückenhafter Bibelkenntnis (und anderen kleinen Sünden) erwischen lassen und sucht ihn auf – doch er ist tot. Und natürlich soll Penelope, mithilfe des Tierzarts Sam, auch diesen Mord aufklären.
Shaftesbury kommt nicht zur Ruhe: ein Rabe treibt sein Unwesen, erschrickt die Bürger, greift sie sogar an - und steckt vielleicht sogar hinter den seltsamen Diebstählen? Gleichzeitig will der neue Pfarrer seine Schäfchen nicht nur ins Trockene bringen, sondern sie durch plötzliche Wissensabfragen während des Gottesdienstes und häufigen Bibelstunden dazu bringen, die Religion ernster auszuleben. Als dann ebendieser unbeliebte Pfarrer von Penelope tot aufgefunden wird - in seiner eigenen Kirche! - ist für die Bewohner des Örtchens klar, dass die junge Frau den Fall aufklären muss. Immerhin glaube diese immer noch, dass sie eine verdeckte Ermittlerin des MI5 sei ...
Das Cover ist in einem ganz schön grellen Pink gehalten und daher mega auffällig. Durch die eher reduzierten Illustrationen, die eine Kirche, einen Raben, Bäume und einen Briefkasten zeigen, wirkt es aber gleichzeitig auch sehr stimmig. Sowohl Cover als auch Titel passen sehr gut zum Inhalt des Buches.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen, dazu natürlich noch sehr humorvoll - eben genau das, was man bei einem Cozy Crime haben möchte. Die Beschreibungen sind bildhaft und sehr lebendig, sodass man ganz schnell selbst in Shaftesbury lebt und miträtselt, wer denn nun der Mörder ist.
Die Protagonistin Penelope ist sympathisch und authentisch, hin und wieder aber auch etwas oberflächlich. Sam und Lilly (vor allem Lilly!) sind richtig tolle Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Ich fand die Vater-Tochter-Beziehung zwischen den beiden sehr schön!
Nicht immer ist alles realistisch, oft wird sehr dick aufgetragen und logisch ist auch nicht alles, immerhin bekommt Penelope von jedem über alles Auskunft, selbst von der Polizei oder dem Bischof höchstpersönlich, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch, denn insgesamt macht das Buch einfach Spaß. "Der Mordclub von Shaftsbury - Ein Herz und eine tote Seele" von Emily Winston ist voller Humor, Wohlfühlmomente und Charme - ein echtes Wohlfühlbuch eben.
Etwas geärgert hat mich nur, dass bei NetGalley nicht auf den ersten Blick ersichtlich war, dass es sich hier um einen zweiten Band handelt, denn ich hätte die Reihe gerne mit dem Auftakt begonnen. Man kommt auch ohne diese Vorkenntnis gut in die Geschichte rein, aber ich mag es, wenn ich Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen kann und nicht mittendrin feststelle, dass da irgendwie etwas fehlt. Also bitte, liebe Verlage, schreibt endlich wieder auf die U4 oder den Online-Beschreibungstext, dass es sich um Band XY handelt!
Fazit
Ein Cozy Crime mit Witz, Wohlfühlcharakter und ganz viel Charme. Manchmal etwas vorhersehbar und nicht sonderlich realistisch, aber das Lesen macht einfach Spaß.
Ein Dieb, ein angsteinflößender Rabe und der Mord am Pfarrer
Pneleope lebt nun schon einige Monate im dem Dörfchen Shaftesbury und hat sich ganz gut damit arrangiert, dass die Dorfbewohner glauben, sie sei eine verdeckt arbeitende Ermittlerin des MI5. Denn sie übernimmt gerne die kleinen Fälle, die ihr anvertraut werden. Neuerdings verschwinden Wertsachen aus den Häusern der Dorfgemeinschaft, verantwortlich dafür machen die Leute einen Raben, der ein wenig aggressiv daherkommt. Penelope bezweifelt das, auch wenn sie sich ansonsten mit Tieren so gar nicht anfreunden kann. Als sie eines Tages den Pfarrer in der Kirche in einer Blutlache liegend tot vorfindet, ändern sich ihre Prioritäten und sie versucht, den Mörder zu finden. Nebenbei muss sie auch noch eine Hochzeit arrangieren, ihre Partnervermittlungsagentur betreiben, die Dorfbewohner davon überzeugen, dass die neuen Bewohner von Highgrove Hall (eine ehem. Rockband) keineswegs direkt aus dem Kittchen kommen und sich auch noch Freiräume für die noch junge Beziehung zu Tierarzt Sam freischaufeln. Ach ja, dann ist da auch noch die Sache mit dem Geld, das plötzlich bei einigen Leuten vor der Haustüre liegt. Nicht nur ein Dieb, ein Mörder und ein nervender Rabe treiben also ihr Unwesen in Shaftesbury, sondern auch noch ein geheimnisvoller Wohltäter. Penelope hat alle Hände voll zu tun.
Nachdem ich Band 1 regelrecht inhaliert habe, kann mich auch Band 2 sehr gut amüsieren. Er knüpft zeitlich ein paar wenige Monate nach dem ersten Buch an und ich habe es sehr genossen, die alten Bekannten auch hier wieder vorzufinden plus ein paar neue, sehr interessante Charaktere (Mensch und Tier) obendrein. Der Schreibstil gefällt mir unheimlich gut, weil er so leicht zu lesen, so lebendig und bildhaft ist. Ich liebe das Flair, das mir aus dem Buch förmlich entgegenspringt. Das Dorfleben, die Cottages, die englische Landschaft, die teils skurrilschrägen, aber immer so liebenswerten Leute. Ein Buch zum Eintauchen und Wohlfühlen. Aber auch zum Miträtseln. Ich wusste bzw. ahnte dann zwar etwa ab der Hälfte, wer die Taten begangen hat, jedoch nicht warum und wie. Von daher war die Auflösung für mich trotzdem schön. Ja, natürlich ist es teilweise ein bisschen weit hergeholt, wenn Penelope wieder mal bereitwillig Auskunft von der Polizei erhält oder sogar bei der Inventur des Diebesguts mit einbezogen bzw. eine Hauptaufgabe erhält. Und auch wenn sie bei ihren Besuchen beim Bischoff in London von diesem einfach so umfassende Auskünfte erhält. Aber egal, das tut der Story keinen Abbruch, ich mag sie trotzdem sehr. Ich freue mich auf die Fortsetzung. Ein toller CosyCrime zum Wohlfühlen, Schmunzeln, Lachen und Miträtseln. 4/5 Sterne.
Buchmeinung zu Emily Winston – Ein Herz und eine tote Seele
Ein Herz und eine tote Seele ist ein Kriminalroman von Emily Winston, der 2023 bei Aufbau Digital erschienen ist. Dies ist der zweite Band um den Mordclub von Shaftesbury.
Zum Autor: Emily Winston ist das Pseudonym von Angela Lautenschläger. Sie arbeitet seit Jahren als Nachlasspflegerin und erlebt in ihrem Berufsalltag mehr spannende Fälle, als sie in Büchern verarbeiten kann. Ihre Freizeit widmet sie dem Krimilesen, dem Schreiben und dem Reisen. Besonders die britische Lebensart und der englische Humor haben es ihr angetan. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in Hamburg.
Zum Inhalt: Die modebewusste Penelope St. James ist von London nach Shaftesbury gezogen und hat dort eine Partnervermittlungsagentur gegründet. Für die meisten Einwohner ist sie aber eher eine Detektivin. Als sie den unbeliebten neuen Pfarrer ermordet in der Kirche auffindet, steckt sie mitten in einem neuen Fall.
Meine Meinung: Mich hat dieses Buch von Anfang an gefangen genommen. Die drei Protagonisten Penelope St. James, Tierarzt Sam Bower und dessen achtjährige Tochter Lilly mögen im Detail ein wenig überzeichnet sein, aber sie sind reihum überaus sympathisch und agieren mit Herz und Verstand. Natürlich gehören auch romantische Verwicklungen in diesen Titel. Diese drei Hauptfiguren sind umfassend und auch mit ein paar Ecken und Kanten gezeichnet, während die übrigen Figuren nur grob skizziert werden, auch wenn dies liebevoll geschieht. Natürlich werden auch Klischees bedient, aber oft wird mit diesen gespielt. Die netten Musiker, die mit ihren Tattoos eher wie Ex-Sträflinge wirken, oder der Bischof, der seine Besetzungsgeheimnisse mit Penelope teilt, gehören dazu. Penelope findet sogar noch Zeit, um ihre Partnervermittlung voran zu bringen. Wechselnde Perspektiven liefern Einblicke in diverse Gefühlswelten und die Beschreibung der Örtlichkeiten und der dörflichen Gemeinschaft machen Shaftesbury attraktiv. Fast nebenbei wird der Fall vollständig und nachvollziehbar gelöst. Die kurzweilige Erzählung hat mich sehr gut unterhalten, weil es auch eine Wohlfühloase darstellt.
Fazit: Ein Cosy-Krimi wie ich ihn mag. Sympathische Protagonisten, liebevoll gezeichnete Figuren, eine Handlung mit etlichen überraschenden Wendungen, ein bisschen Romantik und natürlich auch ein Kriminalfall haben mich sehr gut unterhalten. Deshalb bewerte ich das Buch mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung für die Freunde von Cosy-Krimis aus.
Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie mir die Einwohner von Shaftesbury ans Herz gewachsen sind. Penelope St. James ist eine besondere Marke. In Designerklamotten und Abneigung gegen Tiere, verliebt sie sich in den Tierarzt Sam Bower. Hat in dem beschaulichen englischen Städtchen eine Partnervermittlungsagentur eröffnet. Viel Zeit bleibt ihr für ihren Job nicht. Wurde sie doch schon im Vorgängerband zur Mördersuche abkommandiert. Jawohl!
Der neue Pfarrer macht sich im Ort total unbeliebt. Prüft seine Schäfchen, was die zehn Gebote betrifft, auf Herz und Nieren. Da ist Penelope schon fürs erste durchgefallen. Und der neue Pfarrer umgefallen. Mausetot! Und überall erscheint ein schwarzer Rabe. Irgendein Dieb bedient sich gerne an glitzernden Gegenständen. Oder ist es gar der Rabe? Aber seid doch mal ehrlich. Habt ihr schon mal einen Raben mit einem glitzernden Musikinstrument durch die Lüfte segeln sehen? Also, ich nicht. Ganz klar ein Fall für Penelope. Toter Pfarrer und überwiegend silbrige entwendete Gegenstände. Es wird spannend.
Auf dem Anwesen Highgrove Hall zieht ein Mann ein, der bestimmt zu beidem fähig ist. So wie der ausschaut. Ein Schrank von einem Mann. Und Musiker ist er auch noch. Sams Tochter Lilly ist mit ihren 8 Jahren sehr gewieft. Der kann man kein A für ein B verkaufen. Das altkluge Mädchen ist sehr liebenswert und hat ein großes Herz für Tiere. So auch für eine schwarze Katze, die sie halb verhungert, mit einem geknickten Schwanz gefunden hat. Die bekommt gleich den Namen Kinki verpasst und wird von Lilly liebevoll umsorgt.
Die Geschichte kommt spannend und sehr humorvoll daher. Lange Zeit wusste ich wirklich nicht, wer für den Mord und die Diebstähle verantwortlich ist. Hinzu kommt ja noch, dass arme Bewohner auf einmal Geld in ihren Briefkästen, unter Fußmatten und diversen anderen Orten finden. (Falls noch Geld übrig ist, der Verlag hat meine Adresse!:-) Und dann kommt wieder ein neuer Pfarrer. Ein Surfertyp. Zu nett. Zu gut aussehend. Aber sehr musikalisch. Mit dem stimmt doch was nicht. Seine Schäfchen studieren Lieder für eine Hochzeit ein. Aber er ist nicht der Einzige der musiziert. Auf dem Anwesen Highgrove Hall …. Stop! Ich verrate jetzt nichts mehr. Besucht das idyllische Shaftesbury selber. Dort gibt es ein Cafe, da erfahrt iht alles!
Fazit:
Leider ist diese Geschichte viel zu schnell gelesen. Für mich der beste Cosy Crime, den ich bisher gelesen habe. Da passt einfach alles.
Penelope St. James hätte nie gedacht, dass sie sich in Shaftesbury mal so wohl fühlen würde. Auch wenn ihr immer wieder neue Berufe unterstellt werden, sie betreibt nur eine Partnervermittlung für gehobene Ansprüche. Nebenbei klärt sie auch mal einen Mord auf. Doch im Moment gilt es zum Glück eine Hochzeit vorzubereiten. Dazu müsste sie mit dem neuen Pfarrer sprechen, der jedoch den Leuten im Ort und besonders Penelope die zehn Gebote beibringen will. So richtig gut kommt er damit nicht an. Etwas schweren Herzens macht sie Penelope trotzdem auf den Weg zur Kirche. Dort findet sie den Pfarrer tot vor dem Altar.
Auch in ihrem zweiten Fall stolpert Penelope St. James in einen Mordfall. Und, nein, sie war es nicht. Aber natürlich will sie herausfinden, was geschehen ist. Ein Motiv hätte irgendwie das ganze Dorf. Hinzu kommt noch, dass die abergläubischen Einwohner von Shaftesbury Angst vor einem Raben haben. Raben bringen Unglück. Außerdem wurden etliche Dorfbewohner bestohlen. Und, da die Menschen in Shaftesbury langsam Vertrauen zu Penelope gefasst haben, laufen sogar ein paar Kunden in ihrer Agentur auf. Wenn Penelope mal nicht ermittelt oder vermittelt, verbringt sie ihre Zeit gerne mit ihrem Nachbarn dem Tierarzt Sam und seiner Tochter Lilly.
Schon beim Lesen der ersten paar Seiten hat man ein Lächeln im Gesicht. Gerade in schwierigen Zeiten tun derartige Cozy Crimes richtig gut. Humor und Wortwitz gepaart mit liebenswerten Mitwirkenden, so mag man das. Penelope, die ihre Scheu vor Tieren langsam überwindet, und Sam, der alles tut, um ihr dabei zu helfen. Die neugierigen Dorfbewohner, die eine Gemeinschaft bilden. Und die etwas vorlaute Lilly ist eine Tochter, die man sich wünschen würde. So ein Krimipersonal wünscht man sich. Locker und leicht fliegen die Seiten dahin. Für ein paar vergnügliche Stunden kann man am Dorfleben teilnehmen und hat man die letzte Seite umgeschlagen, freut man sich schon auf das nächste Abenteuer von Penelope St. James und ihren Freunden.
Ich bin eigentlich ein großer Fan von Cozy Mysteries, aber dieses Buch... wir wurden nicht warm. Erstmal war ich das halbe Buch lang wegen des Prologs verstört (Spoiler: die Katze hat überlebt und es wird alles gut!) Außerdem fand ich Penelope nicht wirklich sympathisch. Dass bei all ihren Kleidungsstücken der Designer mitgenannt wurde, half da auch nicht. Ich habe mich gefreut, dass sie im Laufe des Buchs entspannter wurde, aber wirklich mögen tue ich sie nach wie vor nicht. Sam war ein liebestrunkener Trottel. Vielleicht bin ich zynisch, aber die Beziehung zwischen den beiden fand ich unangenehm beschrieben. Es passte meiner Meinung nach nicht zu erwachsenen Menschen, die zum Teil ja schon ein verheiratet waren. Die Story als solche war interessant gut geschrieben. Die Lösung war schlüssig und nicht nur eine Ansammlung lauter zufällig passender Ereignisse. Dass zwei Bemerkungen im Rahmen des Gesangs mich fast dazu gebracht haben, das Buch weglegen zu wollen, ist nun eindeutig ein Ich-Problem und für die meisten Leser irrelevant, aber Penelope als Sopran hinzustellen, die mit einem C kämpft, das startete erstmal einen Viertelstündigen Monolog, den mein Freund ertragen musste, weil das keinen Sinn ergibt. Aber um mit einem positiven Punkt zu enden: Ich liebe Lilly! Das Mädchen ist einfach großartig.
Ich habe das Buch als ARC von Netgalley erhalten, als Austausch für eine ehrliche Review.
a ich Teil Eins der Reihe rund um Penelope St. James und das Dorf Shaftesbury bereits gelesen habe, wollte ich unbedingt auch wissen, wie es weitergeht.
Der Schreibstil von Emily Winston ist angenehm und man kommt schnell vorwärts. Der Aufbau ist klar und die Sprache war passend gewählt.
Im Mittelpunkt steht auch hier wieder Penelope, die zwar eine Partnervermittlungsagentur betreibt, aber immer noch von den Dorfbewohnern als Detektivin angesehen wird. Auch wenn sie es immer wieder beteuert, fängt sie doch auch im Fall des toten Pfarrers wieder an zu ermitteln.
Mir gefiel Penelope auch in diesem Teil sehr. Sie hat sich unterdessen mehr in der Dorfgemeinschaft integriert und fühlt sich zuhause und auch als Teil von Shaftesbury. Das fand ich super.
Tierarzt Sam wird in diesem Teil auch mehr Anteil zu gesprochen. Gewisse Ereignisse waren mir dann aber schon ein bisschen zu schnell abgehandelt. Eben auch mit Sam.
Mit Abstand aber die tollste – Sams Tochter Lilly. Die kennt nichts! Echt cool!
Grundsätzlich gefiel mir dieser Kriminalfall besser als der erste. Wieso weiss ich nicht so recht, einfach ein Gefühl. Das Thema rund um den Pfarrer und auch die neuen Personen (neuer Pfarrer und Rock Legenden) in Shaftesbury, fand ich spannend.
Ich bin jetzt jedenfalls gespannt wie es weiter gehen wird und hoffe auf einen weiteren Band. Shaftesbury hat sicher noch Potential für weitere Krimis.
Nach dem aufgeklärten Mord kommt Shaftsbury nicht zur Ruhe. Ein Rabe drangsaliert die Bewohner, sodass keiner mehr ohne Schirm aus dem Haus geht. Der neue Pfarrer drangsaliert seine "Schäfchen" mit langweiligen Predigen, Hausbesuchen und den 10 Geboten. Außerdem ist eine diebische Elster unterwegs und es verschwinden (meist silberne) Objekte. In die alte, große Villa haben sich angeblichen Ex-Häftlinge gekauft, die misstrauisch beäugt werden und dann gibt es noch einen noblen Spender, der Geldgeschenke macht, wo es die Bewohner von Shaftsbury brauchen. Eigentlich wäre das noch genug, aber Penelope darf die Hochzeit von Luke und Laura planen und als sie mit dem Pfarrer sprechen will, findet sie ihn tot vor dem Kirchenaltar.
Auch in Teil zwei ist eine ganze Menge los in Shaftsbury und alle mischen sich ein und alle wissen es besser und das ganze Chaos ist ziemlich ermüdend. Was ich sehr gut finde ist, dass all diese Probleme oder Fälle nicht erst am Ende mit einem Paukenschlag aufgeklärt werden, sondern dass Penelope, mit Hilfe des Tierarztes Sam und seiner Tochter Lilly, alles Stück für Stück auf puzzelt, auch wenn zu einer Lösung manchmal ein neues Problem da zu kommt und man immer wieder dazu zurückkommt, dass der Rabe böse ist.
Fazit: da ist noch Luft nach oben und glücklicherweise ist immer jemand Schuld, der neu in Shaftsbury ist und keiner da bereits liebgewonnen, spleenigen Protagonisten.
Das Cover dieses 2. Buches der Reihe um Penelope St. James passt auf jeden Fall zum ersten, wenn ich es persönlich auch viel zu grell pink finde, aber wie schon an anderer Stelle festgestellt, ist das Cover gerade bei eBooks ja nicht das Wichtigste, auf den Inhalt kommt es an.
Und der Inhalt ist auf jeden Fall nicht nur interessant, spannend und humorvoll, sondern auch romantisch. Ein wunderschöner gemütlicher Krimi eben mit sympathischen Figuren und jeder Menge Tiere.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, detailreich, humorvoll und ein wenig überzogen, genau passend für einen solchen Roman; die Figuren mit ihren Eigenarten liebenswert und die Story, obwohl es den Detektiven unter uns nicht schwer fällt, frühzeitig Vermutungen anzustellen, die sich dann auch bis auf Kleinigkeiten bewahrheiten, in ihrer Facettenfülle ein wahrer Genuss.
Ich kann das Buch jedem Liebhaber von Cosy Crime ans Herz legen und gebe 88/100 bzw. 09/10 Punkte.
Es passieren merkwürdige Dinge in Shaftesbury: zuerst terrorisiert ein Rabe das gesamte Dorf, dann verschwinden Sachen aus den Häusern der Einwohner und zu allem Überfluss hat ein heruntergekommen aussehender Mann das Anwesen Highgrove Hall gekauft. Als dann auch noch der Pfarrer ermordert wird, steht für die Dorfbewohner fest: Penelope St. James muss erneut ermitteln.
Nachdem ich Band 1 der Reihe sehr gern mochte, wollte ich unbedingt auch den zweiten Teil lesen. Dieser kann gut unabhängig gelesen werden, jedoch empfehle ich dennoch vorher Band 1 zu lesen, damit man die Dorfbewohner und ihre Verhältnisse zueinander besser einordnen kann. Mir hat auch dieser Teil ganz gut gefallen, jedoch konnte er mich nicht ganz so gut unterhalten wie noch die erste Geschichte. Man lernt die Dorfbewohner und vor allem Penelope besser kennen, aber so einiges hätte ich nicht gebraucht. Ob ich den nächsten Band lesen werde, weiß ich leider noch nicht. Gut unterhalten wurde ich zwar, aber leider auch nicht mehr.
Toller Cosy Krimi, den man richtig inhalieren kann. Ich fand die Story rund um Penelope, Sam und Lilly toll. Besonders die Beziehung zwischen Sam und seiner Tochter Lilly ist sehr schön dargestellt und geht richtig ans Herz. Natürlich kommt auch der Humor in diesem Krimi nicht zu kurz und man muss an vielerlei Stellen schmunzeln. Der Fall de toten Pfarrers ist das Herzstück dieses Krimis und durchaus spannend gestaltet, man bekommt richtig Lust selber zu rätseln wer den nun dafür verantwortlich ist. Alles in allem kann ich dieses Buch nur empfehlen, wenn man gerne Cosy Krimis mit schönen Charakteren und Humor mag.
Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen, trotzdem ist dies meine ehrliche Meinung.
Das Cover ist wieder einmal genauso ansprechend wie bereits das vom ersten Band. Ich hatte den ersten Teil geliebt und hoffte, dass dieser dort anknüpfen kann. Und wie er das kann! Der Schreibstil ist flüssig, spannend und wunderbar zu lesen. Die Umgebung so wunderbar beschrieben, dass man alles bildlich vor Augen hatte. Die Kapitel sind stellenweise lang was aber überhaupt nicht auffiel. Ich war so gebannt, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Die Charaktere sind alte bekannt wie Penelope und Sam aber auch neue Gesichter. Mit viel Geschick gelang es Penelope auch dieses Mal wieder einen Mord aufzuklären. Ganz große Liebe für dieses Buch! Ich kann es euch nur ans Herz legen.
Ich habe den ersten Teil gelesen. Diesen fand ich gut, weil mir das Dörfchen und die Figuren sympathisch waren, aber mir hat das Morden gefehlt. Deswegen habe ich mich auf Teil 2 gefreut. Und wenn einem im ersten Teil zu wenig "Krimi" gesteckt hat, dann wird man hier entschädigt. Der erste Tote taucht schnell auf und dann wird ermittelt. Ich empfand das Buch als sehr kurzweilig, es war flüssig geschrieben und hat Spaß gemacht. Spannung war jetzt nicht sooo sehr vorhanden, aber das fand ich nicht so schlimm, es ist ja schließlich "cosy'. Nur schade, dass man relativ schnell auf den Mörder kommt. Hier hätte es ruhig noch ein Twist sein dürfen.
Das Buch ist nicht weniger unterhaltsam geschrieben als das erste der Reihe. Man stellt sich zwar die Frage wie lange zwei Leute siezen können und auch der Täter war dieses Mal nicht ganz so überraschend. Abgesehen davon ist dieses Buch aber eine sehr unterhaltsame Sonntags-Beschäftigung! Ich freue mich schon auf den nächsten Band!
Netter Cozy Crime, mehr Cozy als Crime. Die Charaktere sind etwas klischeehaft, aber es stört mich nicht. Es ist ein Wohlfühlbuch für zwischendurch. 3,5 Sterne
Nicht so spannend wie man es vielleicht von einem Krimi erwarten würde. Aber man kann sich gut in das Dorf hineinfühlen und es macht Spaß, es zu lesen!:)