Was fühlt eine KI in einem Videospiel? Leutnant Jero Kramer ist ein guter Soldat, findet Emma. Er ist klug und umsichtig, und er bringt seine Leute immer unverletzt zurück. Dass er im Kampf gegen den Dämonenlord Zardor doch zwei Männer an die Hölle verliert, kann er sich nicht verzeihen. Er leidet schrecklich unter seinem Versagen. Er leidet? Jero Kramer ist eine Figur in einem Videospiel. Kann er Gefühle entwickeln? Und wenn ja, ist dann nicht jedes Game ein schreckliches Verbrechen? Als Jero plötzlich aus dem Spiel gelöscht wird, startet Emma eine Onlinekampagne für die NPCs. Und kommt einem gut gehüteten Geheimnis auf die Spur. Hast du dich auch schon gefragt, ob die Figuren in deinem Computerspiel echt sind? Die Wahrheit ist: Wir sind nur einen Hauch davon entfernt …
Karl Olsberg holds a Ph.D. in artificial intelligence and is the founder of three start-up companies, one of which was named "Start-up of the Year 2000" by German business magazine Wirtschaftswoche. He has written more than 50 books that have been translated into 10 languages, among them several German national bestsellers. He is an active member of the international AI safety community, working together with AI experts to prevent existential risks from advanced AI.
Hm, das war iwie ein sehr zweischneidiges Schwert. 3 Sterne für's Erste, Tendenz schlechter. Danke an den Verlag und Netgalley für das Ebook!
Die Idee von Infernia hat mich einfach sofort angesprochen, ich liebe Computerspiele, virtual reality, KI und welche Gefahr diese Dinge potentiell darstellen könnten. Die Umsetzung der erwarteten Geschichte war im Großen und Ganzen auch gut, aber mich haben einfach zu viele Dinge gestört, um ein stimmiges Gesamtbild zu ergeben.
Zuerst sind da die Figuren. Innerhalb des Spiels Infernia fand ich Emma toll, aber in der echten Welt wirkte sie teilweise wie ein ganz anderer Charakterer. Ihre Beziehungen zu Ben fand ich gezwungen und nicht gut ausgearbeitet. Aber so richtig gestört haben mich die Erwachsenen, auf der einen Seite Bens Vater und Emmas Mutter, auf der anderen Seite die Wissenschaftler bzw Angestellten der Spielefirma. Ihr Handeln war oft unrealistisch und es wirkte so, als ob ein Charakter sich gerade nur so und so verhält, weil es gut in die Geschichte passt. Mario mochte ich von allen Figuren noch am liebsten.
Leider bin ich auch mit dem Schreibstil nicht zu 100 % warm geworden, das Buch liest sich aber sehr flüssig und bietet eine gute Mischung aus Szenen in der echten Welt und in Infernia.
Infernia als Spiel bzw virtuelle Welt war okay und für die Zielgruppe des Buches sicher interessant.
Die Story selbst wirkte im Großen und Ganzen gut durchdacht, aber an einigen Stellen etwas kurz und knapp, vor allem in der 2. Hälfte des Buches. Emma ist plötzlich von heute auf morgen eine superwichtige Person, das ging mir alles iwie zu schnell und die Action am Ende auch iwie zu glatt und die Lösung zu einfach. Das lag auch am plötzlichen Sinneswandel einiger Figuren.
Leider habe ich also an Infernia doch einiges auszusetzen, aber ich bin auch nicht die Zielgruppe für das Buch. Ich würde Infernia deshalb trotzdem für Leser*innen ab 14 empfehlen, die sich für künstliche Intelligenz und virtuelle Welten interessieren!
Die Grundidee und auch die generelle Message des Buches fand ich echt gut. Auch das Setting hat mich direkt neugierig auf die Geschichte gemacht und das in dem Buch thematisierte Spiel "Infernia" wirkte ebenfalls gut durchdacht. Der Schreibstil las sich meiner Meinung nach sehr flüssig und auch die Handlung schreitet schnell voran wodurch man das Buch schnell und gut weglesen kann. Abgesehen davon konnten mich die Charaktere und die Story jedoch nicht ganz überzeugen. Während ich es anfangs noch ganz gut gemacht fand, dass Emma und Ben eine Beziehung mit unterschiedlichen Vorstellungen und dementsprechend Konflikte haben, wurde es schnell nervig und vor allem seine Eifersucht fand ich extrem. Auch Emmas Sucht nach dem Spiel fand ich als Grundidee für das Konzept gut, jedoch war auch hier die Umsetzung meiner Meinung nach etwas schwierig da sie wirklich sehr und vor allem sehr schnell auf das Spiel fixiert ist (zwar stellt sich am Ende heraus, dass ihre Sorgen bezüglich des Spiels gerechtfertigt waren aber ich kann ihre Mutter halt schon verstehen). Die ganze Sache mit sie machen Youtube-Videos und fordern einen großen Konzern heraus fand ich etwas cringy, ich könnte mir jedoch vorstellen dass die Zielgruppe diese Idee durchaus ansprechend und cool findet. Teilweise wirkte das Ganze einfach sehr extrem und der Konflikt ist total eskaliert, klar kann ich verstehen dass es der Spannung dienen sollte aber überzeugen konnte es mich persönlich leider nicht. Was ich wiederum sehr mochte war das Ende des Buches wo es quasi zur Konfrontation mit der entstandenen Maschinenintelligenz kommt und die Konsequenzen für die Menschen dargestellt werden. Zusammenfassend ist das Buch in seiner Idee echt cool, die Umsetzung konnte mich jedoch leider nicht ganz überzeugen. Vielen Dank an den Autor, den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!
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Die Grundidee ist super und man merkt, dass Karl Olsberg tief im Thema drinsteckt. Mir persönlich war die Geschichte aber etwas zu oberflächlich, schnell abgehandelt und unglaubwürdig (nicht der technische Aspekt, sondern das Verhalten der Charaktere).
Ich mochte die Story sehr gerne. Sie war sehr spannende und interessant. Das Thema der Story einer KI in einem Computerspiel war für mich als Buchthema neu, weshalb ich es faszinierend fand zu lesen. Den Schreibstil fand ich gut und ich konnte das Buch schnell weg lesen. Jedoch fand ich, dass die Gestaltung der Charaktere etwas zu kurz kam, was ich schade finde, da die Geschichte daher nicht so lebendig wirkte. Zusammenfassend: Tolle und spannende Story für zwischendurch, wenn man etwas interessant, aber nicht anstrengendes lesen möchte :) P.S.: Das Buch hat mich sehr an Free Guy erinnert. Ein Film den ich in diesem Zusammenhang sehr empfehlen kann, da es auch um KIs in einem Computerspiel geht!
Dieses Buch hat zu viele Themen und keines davon wird richtig zu Ende gedacht. - Mögliche Spielsucht? Oh, ähm, das gibt sich schon wieder, wenn erst mal herauskommt, wie grausam das Spiel ist. - Erfolgreiche Protestbewegung? Der Erfolg kommt eigentlich von selbst. Etwas Glück, etwas Geduld, schon kommt die Talkshow-Einladung. Nicht, dass die Protestbewegung selbst viel ausrichten würde, ... - Videospielfiguren mit Gefühlen? Das ist ein sehr kompliziertes Thema, zu dem Expert:innen unterschiedliche Meinungen haben. - Nicht, dass es hier auf die Expertenmeinungen ankommen würde. Das Bauchgefühl einer Teenagerin ist die einzige Meinung, die zählt. - militärischer KI-Einsatz? Also, das ist ein Problem. Ähm, wahrscheinlich. Aber hey, Videospiel. Gefühle. Was war nochmal die Frage?
Das ist lediglich eine willkürliche Auswahl der größeren Themen. Diese Liste könnte noch bedeutend länger sein.
und dann ist da das Ende... Oh, was für ein Ende... So viele Fragen und Dilemmata, die zu ignorieren wären...
Manche Jugendbücher sind auch für jung gebliebene Erwachsene noch ansprechend, aber diese Geschichte hier ist imho hauptsächlich für eine Zielgruppe zwischen 14 und 18 geeignet. Für Erwachsene ist die Story zu einfach gehalten. Aber in dem Alter wäre ich sicher begeistert gewesen, deshalb ist das natürlich kein Kritikpunkt, sondern nur ein Hinweis für potenzielle Leser. Was ich aber kritisieren muss, ist, dass das Hörbuch von einem erwachsenen Mann gesprochen wird, obwohl die Protagonistin ein 15-jähriges Mädchen ist. Sorry, aber das geht wirklich gar nicht, das hat mich bis zum Schluss irritiert und mir die Immersion genommen. Wer trifft solche fragwürdigen Entscheidungen? Es gibt doch nun wirklich genug weibliche Sprecher für solche Projekte.
Interessante Ideen und einen optimistisch-realen Bezug zur Wirklichkeit, was ich an Geschichten mag. Das einzige, was mich störte, war, dass man merkt, dass es Olsberg mehr auf den Plot und die darin enthaltene Botschaft ankommt als auf die Charaktere, wodurch es schnell gestelzt bzw. künstlich wirkte. Das war in diesem Buch aber in Ordnung, weil das moralische Dilemma, das es behandelt, spannend zu verfolgen war.
All in all really good book, sadly sometimes a little bit cringy but definitely worth a read! The topic of artificial intelligence is being explained very well so there is no need to get yourself into the topic beforehand. Good Plot that can and probably will surprise some. Easy to read and a fast paced. The writing really gets you into the story fast. Would recomend, its not a 5 star book tho and I totally understand people that give it a 3 stars rating...
Für Jugendliche bis 14 mag es ein interessantes Buch sein, das sich flüssig liest. Für ältere (und nicht nur technikaffine) Leser ist das KI-Thema jedoch sehr vereinfacht und unbedarft behandelt. Auch erscheinen die Charaktäre eher einfach gestrickt.
Oof. Der Plot hatte so viel Potential und der Technische Aspekt war wirklich interessant aber die Charaktere? Alles zwischen ihnen wirkte so oberflächlich und streckenweise einfach unglaubhaft, was schade war.