Ellen Greve wurde als einzige Tochter norwegischer Auswanderer in Australien geboren. Die ehemalige Bankangestellte leitet Seminare mit esoterischen Inhalten, die sie laut eigener Behauptung als „Pressesprecherin“ der „Großen Weißen Bruderschaft“ medial von deren Mitglied, dem 1784 verstorbenen Grafen von Saint Germain, empfängt.
In den Jahren 1997 bis um 2000 wurde sie vor allem im deutschsprachigen Raum als Erfinderin des 21-tägigen „Lichtnahrungsprozesses“ bekannt. Bei der Lichtnahrung (vereinzelt auch „Breatharianismus“ oder „Liquidarismus“ genannt) soll es sich um eine „feinstoffliche Ernährungsform“ handeln, welche angeblich ohne die Zufuhr fester und flüssiger Nahrung auskommt. Greve behauptete ursprünglich, sie selbst käme ohne Nahrung und ohne Flüssigkeit aus.
Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 1999 durch eine Reportage des australischen Fernsehens bekannt, in der sie aus Anlass der bis zu diesem Zeitpunkt bekanntgewordenen drei Todesopfer, die einen Lichtnahrungsprozess nach Greve begonnen hatten, interviewt wurde. Nach dem Interview stimmte sie einem Selbstversuch unter kontrollierten Bedingungen zu, der jedoch verfrüht abgebrochen wurde, nachdem sie lebensbedrohliche Symptome des Verdurstens gezeigt hatte.