Wer schreibt, kenn auch die Schreibhemmung: Der Blick ruht starr auf dem Bildschirm, das Gehirn streikt - nichts geht mehr. Dieses Buch erklärt, warum das geschieht, und hilft, wieder Schwung in die Tasten zu bringen. Wer Seminar- oder Examensarbeiten schreibt, muss nicht nur formulieren, sondern auch Wissen zusammentragen, systematisieren und vermitteln können. Schritt für Schritt führt Otto Kruse durch die Phasen der Wissensbeschaffung und Texterstellung. Er macht Mut zum eigenständigen Denken und zeigt, wie man den Anforderungen der jeweiligen Disziplin gerecht wird. Schreiben soll nicht Pflicht, sondern interllektuelles Abenteuer sein.
Das Buch beschreibt in 8 Kapiteln mit einigen Illustrationen die notwendigen Kompetenzen für das Schreiben und gibt verschiedene Tipps. Gleich zu Beginn des Buches stellt der Autor heraus, warum im Studium geschrieben werden muss und es nicht nur Klausuren geben kann. Das finde ich toll, fragen sich ja vielleicht einige, dass es auch ohne Schreiben gehen könnte. Aber eben nicht! Die Fähigkeit zum Schreiben ist äußerst wichtig im Studium, da das wissenschaftliche Schreiben etwas ganz anderes ist, als das Schreiben zu Schulzeiten. Sehr schön: Der Autor erklärt die Grundlagen des Schreibens, erläutert den Schreibprozess einer wissenschaftlichen Arbeit sehr verständlich und gibt viele praktische Tipps. Kurz erwähnt der Autor auch Schreibunterschiede nach Kulturen und wissenschaftlichen Fächern. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der kurz wissenschaftlich fundiert etwas über das Schreiben von wissenschaftlichen Texten wissen möchte und dieses Wissen auch gleich anwenden muss/können will.