Zur Aufmachung
Zum GLÜCK kannte ich das amerikanische Cover nocht nicht, als ich angefangen habe das Buch zu lesen. Sonst wären meine Erwartungen ja noch größer gewesen und dann wäre ich noch mehr enttäuscht worden. Was ich auch nicht wusste, als ich anfing zu lesen, war, dass Riley die Riley aus Evermore ist. Hätte ich das geahnt, dann hätte ich mir das alles bestimmt nicht angetan. Aber da es so ist, finde ich, dass das deutsche Cover sehr viel besser zum Buch passt. Genauso wie auch der Titel. (Denn die amerikanische Version ist und bleibt einfach ZU TOLL für diesen Inhalt)
Zum Buch
Ich empfehle hiermit allen, die dieses Buch schon gelesen haben und es sehr gut fanden: Hört am besten auf zu lesen. Es könnte nämlich sonst sein, dass ihr das eine oder andere mitbekommt, das euch nicht gefällt. So, das wäre geklärt.
Also gut. Ich bin ja nicht gerade ein Fan der Evermore-Bücher. Ich hab den ersten Teil zwar gelesen, fand ihn allerdings nicht gerade überragend. Das lag aber nicht an der Schreibweise der Autorin, sondern einfach daran, dass sie sich allen möglichen typischen Klischees bedient hat und dann auch noch einen Hauptcharakter erschaffen hat, der fast an Zoey Redbird heranreicht (und das ist schon ein Kunststück). Als ich die Beschreibung von Riley gelesen habe, da dachte ich mir aber, dass das wirklich gut und originell und so schön philosophisch klingt. Und dann habe ich das Buch gelesen und feststellen müssen, dass es das NICHT ist.
Der Hauptcharakter Riley ist zwölf Jahre alt, frech, zickig, oberflächlich, naiv und... ja, sagen wir mal einfach NERVIG. Sie beurteilt so ziemlich alles und jeden nach dem Aussehen und ihr wird auch erst klar, dass Bhodi gar nicht so schlecht ist, als er andere Klamotten an hat und keine Brille trägt. Ähm HALLO? Schonmal was von Charakterentwicklung gehört Fräulein Noël? Wenn der Hauptcharakter am Anfang oberflächlich ist, ok, aber, wenn sich das im Laufe des Buches nicht ändert, dann NERVT DAS!
Wer sich nun erhofft, dass, wenn schon der Hauptcharakter so schrecklich ist, wenigstens etwas Spannung aufkommt, der ist leider ein hoffnungsloser Fall. Das ganze Buch besteht eigentlich nur daraus, dass Riley durch die Gegend schwebt, hier mal mit dem redet, dort mal mit jemand anderem, dann erlöst sie noch ein paar wirklich sehr stereotypische Geister (vor allem die weinende Dame, da hab ich echt einen AUSRASTER bekommen) und Bhodi beleidigt. Achja und ihren Hund Buttercup streichelt oder knuddelt oder was auch immer man mit einem Hund so tun kann. Spannung? NEIN.
So, also keine Spannung und keine besonders tollen Charaktere... Mhhh.. Aber aus der Idee mit dem Leben nach dem Tod, da muss sie doch was draus gemacht haben, oder? Ich meine, das gibt doch jede Menge Raum für Fantasie, oder etwa nicht? Nein, leider auch nicht. Denn das "Hier" in das die Menschen übergehen, wenn sie sterben ist eigentlich genauso wie das Leben auf der Erde. Mit der Ausnahme, das man alles, was man haben will einfach "manifestieren" kann. Zum Beispiel die neuesten Klamotten oder Geld. Ja... Nicht sehr einfallsreich. Und was die Sache mit den Seelenfängern angeht... Neu ist das nicht gerade und wie bereits erwähnt waren alle Geister, die vorkamen (4 um genau zu sein) wirklich stereotypisch und die Tatsache, dass Bhodi und Riley sie so leicht dazu bringen konnten über die Brücke zu gehen machte das ganze noch langweiliger, eintöniger und weniger einfallsreich als es ohnehin schon war.
Fazit
Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 1 Herz
Spannung: 1 Herz
Emotionale Tiefe: 1,5 Herzen
Humor: 1 Herz
Originalität: 1 Herz
Das Beste am Buch? Es hatte weniger als 200 Seiten. Das Schlimmste? Es gibt einen zweiten Teil. Und einen dritten. Und... UCH!