Dürre, Eisschmelze, Überflutungen zerstören den Lebensraum und die Existenzgrundlage vieler Menschen. Doch Regierungen oder Konzerne zeigen sich oft träge bis ignorant, wenn sie Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen sollen. Was kann da der Einzelne, das Klimaopfer, tun?
Die Rechtsanwältin Roda Verheyen sagt das bestehende Recht und die Gerichte nutzen. Wir alle sind bedroht und können mit Klimaklagen Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen. Anhand eigener Erfahrungen und wichtiger internationaler Prozessfälle zeigt sie, dass die Judikative – in Sachen Klimaschutz eine oft unterschätzte Gewalt – Machtlosen Recht verschaffen kann. Schließlich geht es um das Recht des Menschen auf ein Leben in Würde, jetzt und in Zukunft.
In wie fern das Buche eine Ermutigung darstellt, ist für mich etwas fraglich. Ja, es ist ermutigend und schön zu lesen, wie sich in Klimaklagen bemüht wird und welche Erfolge damit erzieht werden. Und doch passiert einfach zu wenig und, was passiert zu langsam. Das Buch ist nur wenige Jahr alt und doch ist es bitter immer wieder zu lesen, dass wir in diesem Jahrzehnt etwas tun müssen, wissend, dass es nicht geschieht. Dennoch eine Leseempfehlung für eine zugängliche und dennoch die Komplexität vermittelnde Einführung zu Klimaklagen.
Ein wichtiges Werk, welches die relevantesten Klimaklagen der letzten Zeit beleuchtet und erklärt. Und dabei eine Überblick über die wichtigsten Rechtsgrundlagen schafft. Das alles leicht verständlich, motivierend und trotzdem realistisch.