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Die Gezeitenwelt #1

Der Wahrträumer

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Der Wahrträumer spielt in einer nicht näher bestimmten Zukunft unserer Erde, in der die meisten wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften unserer Zeit verloren gegangen sind. Die Menschen leben auf einem zivilisatorischen Niveau, das in den Städten dem Hochmittelalter, auf dem Lande einer noch früheren Zeit entspricht.

So unterschiedlich die Schauplätze, so verschieden sind auch die Protagonisten der parallel verlaufenden Handlungsebenen. Alessandra ist eine Walfängerin, die vom Schicksal an den Rand der Gesellschaft getrieben wird und lernen muss, dass es Wichtigeres gibt als Reichtum und Ansehen. Der junge Schamane Serun dagegen war in seiner Jugend vielleicht allzu bescheiden und sieht sich seiner neuen Aufgabe als Führer seines Volkes kaum gewachsen. Der Söldnerführer Joacino wiederum hält seine Abgebrühtheit für seine größte Stärke -- und wird von der Treue seiner Truppen und seiner eigenen Opferbereitschaft überwältigt. Tragischste Figur des Romans ist Francisco, ein mächtiger Priester in der Kirche des Abwesenden Gottes. Als eine geheimnisvolle Krankheit seine schutzbefohlene Gemeinde heimsucht, erscheint ihm nicht nur sein Glaube, sondern auch die Wahl seiner Machtmittel in einem völlig neuen Licht.

630 pages, Gebundene Ausgabe

First published January 1, 2002

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About the author

Bernhard Hennen

152 books472 followers
Bernhard Hennen, 1966 in Krefeld geboren, ist ausgebildeter Germanist, Archäologe und Historiker. Sein Studium absolvierte er an der Universität Köln.

Schon während des Studiums arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen und Radiosender.

1994 verfasste er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein seinen ersten Roman (DAS JAHR DES GREIFEN), der im selben Jahr als bester deutscher Fantasyroman prämiert wurde.

Zurzeit liegen von Bernhard Hennen ca. 25 historische und phantastische Romane, sowie eine Reihe von Kurzgeschichten vor. Mit dem historischen Roman „Die Könige der ersten Nacht“ veröffentlichte er 1999 sein erstes Hardcover, dem in den beiden folgenden Jahren noch zwei weitere folgten. „Die Könige der ersten Nacht“ wurde durch ein Stipendium der Sparkassenstiftung zur Förderung rheinischen Kulturguts unterstützt.

Neben seiner schriftstellerischen Arbeit entwickelte Bernhard Hennen die Storyline für ein Computerspiel und verfasste verschiedene preisgekrönte Abenteuermodule für Fantasy-Rollenspiele unter dem Label „Das Schwarze Auge“.

Bernhard Hennen ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn und lebt seit Ende 2000 in seiner Geburtsstadt Krefeld.

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2 (3%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Maya.
260 reviews90 followers
December 8, 2011
Es fing so gut an. Eine kreative, innovative Fantasy-Geschichte, eine tolle Verwendung des typischen Motivs des “Auserwaehlten” (hier wird der Charakter mal wieder “auserwaehlt um die Welt zu retten”, allerdings indem er fuer sie stirbt), ein interessantes Setting.
Man kann das Buch sicherlich als Dark Fantasy einordnen. Es ist duester und teilweise sehr brutal (nichts fuer schwache Maegen). Auch ist es ziemlich realistisch. Magie gibt es nur wenig (eigentlich nur die Seelentaenzer), und auch anderes, wie Fabelwesen, was das Setting als “Fantasy” qualifiziert ist rar. Es hat teilweise mehr von einer alternativen Realitaet mit Mittelalter-Setting.

Doch nach dem guten Start ging es dann Berg ab. Der Erzaehlstil ist sehr schwerfaellig, es zieht sich alles unnoetig lang, die Geschichte kommt nicht in Gang. Vieles wird viel zu breitgetreten. Teilweise gab es Stellen (zB nach dem Tsunami, mit der Langmaehne), die ewig hinausgezoegert wurden, vermutlich um Spannung zu erzeugen, bei denen man als Leser aber schon lange wusste was passiert war bzw. es sofort durchschaute.

Die Perspektive wechselt oft, teilweise zu totalen Nebencharakteren, von denen man dann nie wieder etwas hoert. Man bekommt viele Details erzaehlt, die nicht immer interessant sind, bei Beschreibungen von Landschaften oder Kleidung oder der Gesellschaft. Zu viel “Exposition”, das bekannte “show, don't tell” haette ich mir oefter gewuenscht.

Manche Ideen (Braeuche der Bewohner der Welt zB) sind toll, faszinierend, erschuetternd. Andere hingegen wirken nicht wie sie sollen. Boese Bestien = Riesenvoegel? Es gibt so viele fantastische Wesen … und praktisch alle erscheinen mir geeigneter um die Rolle der furchteinfloessenden Tiere einer Fantasy-Welt zu uebernehmen als Voegel.

Ausserdem fehlt der rote Faden, ein Ziel, irgendetwas worauf die Geschichte sozusagen hinarbeitet. Nicht dass man sowas unbedingt brauchen wuerde, aber hier guckt man ueber einen Zeitraum von mehreren Jahren einfach den verschiedenen Charas bei ihren taeglichen Taten zu, die von total belanglosen und langweiligen Sachen bis zu Mord und Totschlag reichen, ohne dass irgendwie eine Prioritaet gesetzt wird. So bekommt die Geschichte extreme Laengen. Ich mag generell “Slice of Life”, aber in diesem Fall war es vorallem langweilig. Man haette zum Beispiel die Sache mit dem Atemdieb, den Fabelwesen, der Suche nach der Wahrheit etc. schon frueher einfuehren koennen, Seruns Erkennen seiner Kraefte und die Auseinandersetzung mit seinem Stamm haette auch schneller in Gang kommen koennen, usw.

Die Langeweile beim Lesen kam aber auch dadurch auf, dass ich als Leser leider kaum eine Verbindungen zu den Charakteren aufbauen konnte. Es war toll, dass sie sehr menschlich sind, mal egoistisch, brutal, mal idealistisch, freundlich, aber das allein reichte irgendwie nicht. Alessandra ist nervig mit ihrer ewigen Bockigkeit und leider auch nicht sehr helle >_< Serun ist einfach nur langweilig, Francisco ist so schrecklich naiv ... Und dann gibt es noch haufenweise andere, Charakterentwicklung hingegen gibt es nur minimal. Vielleicht waere hier etwas weniger mehr gewesen.

Am Ende haelt die Geschichte noch ein paar nette Ueberraschung bereit. Der Autor hat sich definitiv Gedanken gemacht und alles von Anfang bis Ende durchgeplant. Aber fuer mich muessen solche Ueberraschungen ueber das ganze Buch verteilt sein, vorallem wenn es so lang ist und ueber so einen langen Zeitraum geht, aber auch generell. Ich haette gern viel frueher schon mit den Charas mitgefiebert.

Man muss dem Werk lassen, dass es definitiv keine typische Fanatasy ist, keine 472839. Neuauflage des Herrn der Ringe, sondern etwas sehr eigenes. Ich hatte mich daher auch wirklich auf das Buch gefreut, aber es hat einfach nicht gepasst. Wer aber nach “anderer” Fantasy sucht, kann die Reihe sicherlich mal antesten und vielleicht passt es besser als bei mir :)
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