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Der Flötenspieler

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Rom im Jahre 58 v. Chr.: Ein Schreiber des aus Ägypten geflohenen Ptolemaios XII. wird ermordet. Um weitere Todesfälle zu verhindern, bemüht sich die Isispriesterin Samu, den Täter zu entlarven. Eine Spur führt zurück nach Ägypten, das nun von Berenike IV. und ihrer Schwester Kleopatra VI. regiert wird, doch scheint es auch Verräter unter den Vertrauten des Pharao zu geben. Die Intrigen, die Samu aufdeckt, bringen die Priesterin bald selbst in große Gefahr...

351 pages, Paperback

First published January 1, 1996

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About the author

Bernhard Hennen

152 books472 followers
Bernhard Hennen, 1966 in Krefeld geboren, ist ausgebildeter Germanist, Archäologe und Historiker. Sein Studium absolvierte er an der Universität Köln.

Schon während des Studiums arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen und Radiosender.

1994 verfasste er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein seinen ersten Roman (DAS JAHR DES GREIFEN), der im selben Jahr als bester deutscher Fantasyroman prämiert wurde.

Zurzeit liegen von Bernhard Hennen ca. 25 historische und phantastische Romane, sowie eine Reihe von Kurzgeschichten vor. Mit dem historischen Roman „Die Könige der ersten Nacht“ veröffentlichte er 1999 sein erstes Hardcover, dem in den beiden folgenden Jahren noch zwei weitere folgten. „Die Könige der ersten Nacht“ wurde durch ein Stipendium der Sparkassenstiftung zur Förderung rheinischen Kulturguts unterstützt.

Neben seiner schriftstellerischen Arbeit entwickelte Bernhard Hennen die Storyline für ein Computerspiel und verfasste verschiedene preisgekrönte Abenteuermodule für Fantasy-Rollenspiele unter dem Label „Das Schwarze Auge“.

Bernhard Hennen ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn und lebt seit Ende 2000 in seiner Geburtsstadt Krefeld.

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Profile Image for Seychella.
173 reviews16 followers
July 1, 2012
Dieser historische Kriminalroman entführt uns in das Rom des Jahres 58 vor Christus. Der aus Ägypten vertriebene König Ptolemaios XII. sucht dort die nötige Unterstützung, um seine Wiedereinsetzung auf dem Pharaonenthron zu erreichen. Als sein Schreiber ermordet aufgefunden wird, beauftragt er die Isis-Priesterin Ŝamu damit, den Mord aufzuklären. Diese folgt einer Spur, die zurück nach Ägypten zu führen scheint, das nun von Berenike IV. und ihrer Schwester Kleopatra VI. regiert wird. Allerdings scheint es auch einen Verräter unter den Vertrauten des Pharaos zu geben…

Neugierig wie ich bin, wollte ich in dieses Buch nur kurz reinlinsen – und bin dann prompt hängen geblieben. Ich musste diese Geschichte einfach weiterlesen, weil mich die Atmosphäre fesselte und ich die Hauptfigur mochte. Womöglich passiert für “richtige” Krimifans vor allem am Anfang zu wenig, aber mir hat die eher gemütliche Herangehensweise gut gefallen. So blieb auch Platz für die vielen verschiedenen Kulturen, die dort aufeinandertreffen.

Die Zeit und der historische Hintergrund waren für mich völlig neu, aber ich fühlte mich dort recht schnell wohl. Dabei hat mir auch das umfangreiche Glossar geholfen, welches alle kursiv gedruckten Begriffe erklärte. Es gab viele Intrigen und Machtspiele, die aber nicht zu detailliert geschildert wurden – worüber ich froh war, denn das ist einfach nicht meine Welt. Vorrangig ging es um Ŝamus Suche nach der Wahrheit, um ihr Umfeld und ihre Erlebnisse.

Die Isis-Priesterin blieb meine Lieblingsfigur, auch wenn mich das nicht vor der einen oder anderen tragischen Figur bewahrt hat. Allerdings hätte ich mir bei ihr eine größere Reflektion der Ereignisse und Entwicklungen gewünscht, vieles blieb mir da doch recht fern. Dafür haben mich ihre Wortgefechte mit dem griechischen Legionsarzt Philippos sehr amüsiert und sogar zum Grinsen gebracht.

Das Ende bzw. die Auflösung musste ich ein wenig verarbeiten, weil es doch etwas blutig wurde – und dann war da noch eine Entwicklung, die mich ziemlich getroffen hat. Ich hätte durchaus damit rechnen können, denn es gab Hinweise auf seltsame Zufälle, aber ich habe einer Figur wohl einfach zu sehr misstraut. Auch wenn mich diese Geschichte auf der emotionalen Ebene nicht so sehr mitgerissen hat, habe ich die Lesezeit genossen! Und vielleicht wird die eine Sache, die mir hier noch etwas offen vorkommt, ja in “Der Tempelmord” geklärt. Ein weiterer historischer Krimi mit Ŝamu und Philippos, der nun auf meine Wunschliste gehüpft ist…
Profile Image for Nanni Epp.
225 reviews8 followers
October 22, 2015
Schon vor langer Zeit hat sich Autor Bernhard Hennen mit seinen "Elfen"-Romanen in die Riege meiner Lieblingsautoren geschrieben. Dass er sehr vielfältig ist, nicht nur Fantasy schreibt und junge, talentierte Autoren*innen unterstützt, sondern auch schon Romane im historischen Genre veröffentlicht hat, wusste ich bereits und dennoch bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen, einen der Historienromane zu lesen. Umso mehr freute ich mich, als mir Edel:eBooks mitteilte, dass ich bei einem Gewinnspiel seinen historischen Krimi "Der Flötenspieler" gewonnen hatte. Eine aufregende Reise durch die Zeit nahm ihren Anfang.

Schon nach wenigen ersten Sätzen hatte ich das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Wir sprechen vom Jahr 58 v. Chr. Caesar ist bereits auf dem Weg seine Macht auszubauen und - seine laut historischen Berichten spätere Geliebte - Kleopatra VII. noch ein Kind. Ausgestattet mit Charaktereigenschaften, die erahnen lassen, welch manipulative Regentin einmal aus ihr werden wird. Gemeinsam mit ihrem Bruder Ptolemaios XII. hält sie sich in Rom auf, als der Hofschreiber Rechmire brutal ermordet wird.

Isispriesterin Samu nimmt sich sowohl der Aufklärung des Mordes, als auch dem Schutz der jungen Thronfolgerin Kleopatra an und flieht mit ihr nach Pompeij. Dort trifft sie auf den Mediziner Philippos, dem nichts anderes im Kopf herum geistert als der Wunsch, endlich reich zu werden. Ihre Begegnungen häufen sich und sind alles andere als positiv und doch sind die Ägypterin und der Grieche schon bald unerwünscht miteinander verbunden.

Hennen wählt für seinem Roman "Der Flötenspieler" eine Kombination aus Fiktion, historischen Figuren und überlieferten Sagen. Damit übt der Roman eine gewisse Faszination auf den Leser aus und gibt ihm zeitgleich das Gefühl, sich im Setting bereits auszukennen (vorausgesetzt er hat schon mal etwas über Kleopatra / Caesar gelesen oder gesehen).

Das gewisse Etwas des Buches sind seine Hauptfiguren. Sie sind richtig toll konzipiert, haben Charakter und könnten jederzeit aus dem Roman herausgenommen und in einen anderen hineingesetzt werden. Dank ihnen würde auch dieser gut "funktionieren". Samu klug, mutig und schön steht in harmonischem Gegensatz zu Philippos, der es einfach immer wieder schafft sich selbst ins Unglück zu manövrieren. Auf ihre eigene Art erfrischen sie das sonst etwas staubige Genre des historischen Romans, in dem "Der Flötenspieler" mit Lügen, Intrigen, politischen Machtspielen und der Fähigkeit des Autors, die Spannungskurve immer wieder nach oben zu ziehen, einen sicheren Platz findet.
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