Elena Ludwig ist eine attraktive, gut situierte Maklerin und wohnt im Herzen von Siena. Gelangweilt von ihren Mitmenschen, lebt sie ihre sexuelle Leidenschaft auf eine riskante Art und Weise aus. Ein hochgefährlicher Kick, wenn sie an den Falschen gerät. Unterdessen erschüttert eine brutale Verbrechensserie die Toskana. Menschen verschwinden, und die wenigen, die zurückkommen, sind traumatisiert und für immer zerstört. Commissario Neri ermittelt, träumt aber schon von einem Altersruhesitz am Meer, den ihm die Maklerin Elena vermitteln soll. Doch dann verschwindet auch sie...
Ich freu mich immer SO sehr auf die neuen Bücher von Frau Thiesler, habe bisher alle von ihr gelesen.
Ich konnte es kaum erwarten, mit "Verschwunden" zu beginnen. Ich war sofort in dem Buch drin und ein kleiner Junge verschwindet in Ambra von einem Fest. Natürlich is Neri, der Kommisar nicht begeistert, beginnt aber vorsichtig wie immer mit den Ermittlungen.
Ich fand das Buch von Anfang an total spannend. Sowohl die Entführungen, als auch der ganze Rest. Ich habe über alle und alles einfach sehr gern gelesen. Vor allem verliebe ich mich mit jedem Buch mehr in die Toskana. Unglaublich, wie bildlich die Autorin die Gegend jedesmal rüberbringt. Über Neri und Gabriella gibt es einiges neues, ich habe Elena geliebt und wollte unbedingt mehr über sie erfahren, genauso über Rosanna, die Arzthelferin. Denn alles hängt hier irgendwie zusammen. Allerdings dreht sich der Kern der Geschichte um etwas ganz anderes, um eine ganz besondere Thematik.
Das Buch war so spannend, so bildlich...einfach toll. Das Finale erstreckt sich über viele Seiten und ich war so schockiert, vor allem einen ganz bestimmten Tod konnte ich nicht fassen. Ein muss für jeden Thriller- und Sabine Thiesler Fan!
Dies ist das erste Buch von Sabine Thiesler, das ich gelesen habe, und auch wenn es der 13. Teil einer Reihe ist, bei der immer ein italienischer Carabinieri involviert ist, war es kein Problem, in die Geschichte einzusteigen.
In dem beschaulichen Örtchen Ambra in der Toskana verschwindet auf einem Dorffest der 7-jährige Jonas – die Polizei sucht etwas halbherzig nach ihm, obwohl sein Verschwinden zu Sorge Anlass gibt, da in letzter Zeit häufiger Menschen verschwunden sind. Auch als Jonas plötzlich verstört wieder auftaucht, kommt kaum Bewegung ín die Ermittlungen, denn Carabinieri Neri ist überfordert von der Situation, fühlt sich ausgebrannt und denkt zunehmend an seine Rente. Neben dem Entführungsfall gibt es weitere Handlungsstränge, die zunächst nebenher laufen: Elena Ludwig ist eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, führt aber ein Doppelleben – in ihrer Freizeit lässt sie sich durch eine Agentur für Liebesabenteuer vermitteln. In einem weiteren Handlungsstrang lernt der Leser den Arzt Nevia kennen, der sich nicht nur sehr für seine Patienten einsetzt, sondern sich auch rührend um seinen behinderten Bruder kümmert.
Durch die verschiedenen Handlungsstränge und die eher kurzen Kapitel entsteht eine gewisse Sogwirkung, da man zunächst nicht weiß, wie alles zusammenhängt – es dauert aber gar nicht lange, da weiß man, warum der kleine Jonas entführt wurde, und bald ist auch klar, wer sich hinter dem Verbrechen verbirgt. Damit ist man dem ermittelnden Carabinieri Neri weit voraus, der wahrscheinlich ohne seine sympathische Gattin überhaupt nichts zum Auflösen des Verbrechens beigetragen hätte. Neri ist durchaus sympathisch mit seiner etwas behäbigen und gemütlichen Art – nur leider völlig fehlplatziert in seiner Position. Dass die italienische Polizei hier so gelangweilt und unengagiert dargestellt wird, hat mich schon gestört, denn Ermittlungen gibt es nahezu keine. Elena war als erfolgreiche Immobilienmaklerin gut gezeichnet, sympathisch war sie mir aber nicht. Sie wirkt in ihrem Reichtum sehr gelangweilt – dass sie sich da einen Kick über ein ungewöhnliches Hobby sucht, ist zumindest nachvollziehbar. Dem Arzt Nevia ist ein weiterer Erzählstrang gewidmet – wirkt er zunächst sehr engagiert seinen Patienten gegenüber, lernt man ihn im weiteren auch von unangenehmer Seite kennen und bekommt Erklärungen bei Rückblicken in seine Kindheit.
Der Schreibstil ist fesselnd, leicht zu lesen und voller Dialoge. Die Kapitel sind kurz und enden oft mit einem kleinen Cliffhanger, so dass ich immer schnell weiterlesen wollte, um zu wissen, wie sich dieser auflöst. Und obwohl ich durchaus einen Sog beim Lesen gespürt habe, fand ich den Plot – in dem es um ein sehr wichtiges und aktuelles Thema geht – zwar gut, aber leider nicht gut umgesetzt. Die Polizei ist gar nicht aktiv, die Aufklärung erfolgt zufällig und Commissario Neri ist daran auch nicht beteiligt. Die ganze Entwicklung der Handlung ergibt sich nur durch eine Aneinanderreihung von Zufällen, die in ihrer Vielzahl einfach nicht glaubhaft und auch nicht realistisch sind. Wer aber mit der Aneinanderreihung von Zufällen keine Probleme hat, der wird beim Lesen bestimmt seine Freude haben.
Mich hat dieser Thriller daher leider enttäuscht – daher gebe ich 3 von 5 Sternen.
Mein Fazit Die Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen, die Ausarbeitung dann aber leider gar nicht – es gibt eine Vielzahl von Zufällen, die das Ganze eher unrealistisch machen und ohne die eine Auflösung auch nicht möglich gewesen wäre, insbesondere weil auch die Polizei nicht wirklich aktiv wird. Eine gewisse Spannung kann ich aber dennoch nicht leugnen, weil es verschiedene Handlungsstränge mit kurzen Kapiteln gibt, die mich haben schnell durch die Seiten fliegen lassen. Dennoch kann ich nur 3 von 5 Sternen vergeben.
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-453-27366-5 Erschienen am 18. Januar 2023 22,00 €
Elena Ludwig ist eine attraktive, gut situierte Maklerin und wohnt im Herzen von Siena. Gelangweilt von ihren Mitmenschen, lebt sie ihre sexuelle Leidenschaft auf eine riskante Art und Weise aus. Ein hochgefährlicher Kick, wenn sie an den Falschen gerät.
Unterdessen erschüttert eine brutale Verbrechensserie die Toskana. Menschen verschwinden, und die wenigen, die zurückkommen, sind traumatisiert und für immer zerstört. Commissario Neri ermittelt, träumt aber schon von einem Altersruhesitz am Meer, den ihm die Maklerin Elena vermitteln soll. Doch dann verschwindet auch sie…
Zur Autorin
Sabine Thiesler (geboren 1957 in Berlin) ist eine deutsche Bestsellerautorin, Theaterautorin und als Drehbuchautorin zweifach mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Bereits mit ihrem ersten Roman »Der Kindersammler«, der 2006 bei Heyne (Penguin Random House) erschien, stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten und erreichte ein Millionenpublikum. Ebenso standen die folgenden Bücher »Hexenkind«, »Die Totengräberin«, »Der Menschenräuber«, »Nachtprinzessin«, »Bewusstlos«, »Versunken«, »Und draußen stirbt ein Vogel«, »Nachts in meinem Haus«, »Zeckenbiss« und zuletzt »Der Keller« auf den Bestsellerlisten.
Thiesler ist eine der erfolgreichsten Thriller-Autorinnen Deutschlands und veröffentlicht im September 2021 ihren zwölften Thriller »Im Versteck«. Jedes ihrer Bücher erreichte bisher Bestsellerstatus im SPIEGEL oder im STERN.
Meine Meinung
Wir kehren nun endlich wieder in das vertraute Setting in die Toskana zurück. Commissario Neri träumt schon von seinem geplanten Altersruhesitz, als ein kleiner Junge, der mit seinen Eltern dort Urlaub macht, spurlos verschwindet. Nun hat er wohl doch einen größeren Fall, den er noch lösen muss …
Auf deren Seite lernen wir den etwas undurchsichtigen geheimnisvollen Arzt Nevio kennen, der abgelegen mit seinem behinderten Bruder und mehreren Wölfen lebt.
Auch die Immobilienmaklerin Elena spielt immer wieder eine Rolle, die sich in geheime Liebeswochenenden mit fremden Männern flüchtet …
Im Verlauf der Geschichte kommt es zu etwas grausamen und blutigen Szenen.
Mich konnte dieser Thriller wieder von Anfang bis Ende fesseln und begeistern. Ich kann hier eine absolute Leseempfehlung mit den vollen 5 Sternen aussprechen. Für mich wird es wahrscheinlich eines meiner Leselighlights 2023 werden.
Es tut mir leid, aber ich fand es sau langweilig. Habe ewig dafür gebraucht. Der Plot wäre ja grundsätzlich spannend.. aber die Umsetzung ..puh. Was sollte das jetzt mit den Wölfen und der komischen Sex Nebenstory? Absurdistan. 20 Seiten am Ende zielführend und der Rest eher belangloser Roman. Wünsche mir meine Lesezeit zurück.
Und ich welcher Welt soll dieser Kommissar als Protagonist interessant sein???
Seit Jahren hab ich keinen Thriller mehr von Sabine Thiesler gelesen. Ihr neuester klang so gut,dass ich ihn unbedingt lesen musste. Überrascht war ich allerdings, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt, was mir gar nicht bewusst war. Dabei handelt es sich um die Reihe rund um Commissario Donato Neri. Völlig unwissentlich hab ich damals sogar den ersten Band gelesen und war wirklich begeistert. „Verschwunden “ ist der dreizehnte Band. Die jeweiligen Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, da sie in sich abgeschlossen sind. Jedoch gibt es bei den Ermittlern doch eine gewisse Entwicklung.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich fesselnd, bildhaft und mit einem immens großen Sog behaftet. Commissario Donato Neri ist ein wahnsinnig toller Charakter und ich mochte ihn wirklich sehr. Die zentralen Charaktere sind jedoch noch intensiver und tiefgründiger ausgearbeitet. Dabei kann ich gar nicht sagen, wer es mir am meisten angetan hat. Es ist im Endeffekt wohl die Vielfalt an Charakteren, wie sie sich entwickeln, man sie immer mehr ins Herz schließt. Selbst Charaktere, die nur kurz auftauchen, haben eine ungeheuer große Präsenz und man fühlt unglaublich mit Ihnen mit. Zudem ist hier eine wahnsinnig große Dynamik vorhanden, der man sich nicht verschließen kann. Darüber hinaus sind die Protagonisten sehr authentisch und mit Leben gefüllt.
Hervorheben muss ich unbedingt das Setting. Die Toskana und das italienische Flair. Sabine Thiesler gelingt es sehr gekonnt, dies mit malerischen Details und einer sehnsuchtsvollen Atmosphäre zu untermauern. Aber natürlich schläft auch in der Toskana das Verbrechen nicht. Mich hat die Story sofort gepackt und emotional auseinandergenommen. Ein kleiner Junge verschwindet und man ist so verzweifelt und emotional involviert. Zudem lernt man nicht nur die Opfer sehr gut kennen. Man erfährt das Martyrium am eigenen Leib und weiß gar nicht wohin mit seiner Verzweiflung. So viel Schmerz, Tragik und Leid. Die Autorin arbeitet mit sehr viel Feingefühl und Brisanz. Dabei spricht sie ungeschönt ernste Themen an. Zwingt dich aber gleichzeitig dazu, es nicht von vornherein zu verurteilen. Sondern es wirklich zu analysieren. Denn jede Medaille hat zwei Seiten, was sie auch ganz klar aufzeigt.
Dadurch, dass wir immer unterschiedliche Perspektiven erfahren, wird es enorm abwechslungsreich. Dabei macht sie auch kein Geheimnis um den Täter. Was mir enorm das Herz gebrochen hat, waren die Hintergründe. Die enorm heftig sind, so viel Wut,Trauer, Tränen und Verzweiflung hervorbringen. Man sieht, wie etwas zerstört wird, was noch so unschuldig, so rein ist. Und man ist einfach erschüttert ob der Perfidität dahinter. Und dann zeigt sie uns arrogante und egoistische Menschen, die hier einen Reifeprozess durchlaufen, der es wirklich in sich hat. Die Handlung ist enorm nervenaufreibend und emotional. Mir ging es wirklich extrem an die Nieren und gleichzeitig hat man irgendwie noch Hoffnung. Das letzte Drittel hat mir menschlich gesehen alles abverlangt. Ein sehr eigenwilliger Showdown, aber unglaublich gut gemacht. Man bekommt es hier mit Gier, Wahnsinn und Kalkül in seiner perfidesten Form zu tun. Ich weiß gar nicht wohin mit meinen Gedanken, weil es mich so beschäftigt und innerlich zweigeteilt hat. Man hinterfragt einfach alles und das tut auch die Autorin sehr gezielt. Es gibt kein Schwarz oder Weiß. Es gibt feine Nuancen, die das Ganze noch beklemmender, noch verstörender und vielschichtiger machen. Sie zwingt den Leser zum nachdenken und erreicht damit eine ganze Menge. Definitiv ein Highlight. Was die Autorin hier ausgearbeitet hat, ist der pure Adrenalinschub. Inklusive gezielter Twists, die dein Leben aus den Angeln hebt und zudem die Story so viel größer, gewaltiger und bedrohlicher macht. Unbedingt lesen.
Fazit: Endlich wieder ein Thriller von Sabine Thiesler. „Verschwunden “ ist der dreizehnte Band rund um Commissario Donato Neri und ich bin einfach nur sprachlos und tief beeindruckt. Eine traurige, erschütternde und nervenaufreibende Story, die mir extrem an die Nieren ging und emotional einiges abverlangt hat. Ein Grauen, das kein Ende findet und so viel Leid und Qual offenbart. Zudem sind die Hintergründe echt heftig . Unbedingt lesen. Für mich ein absolutes Highlight.
Worum geht’s? Commissario Neri träumt schon von einem Altersruhesitz am Meer, um gemeinsam mit seiner Frau die Pension zu genießen, als ein kleiner Junge verschwindet. Nach 10 Tagen taucht der 7jährige total verstört wieder auf. Mit einer frischen OP-Narbe. Was ist dem Kind passiert? Wer steckt dahinter?
Meine Meinung: „Verschwunden“ von Sabine Thiesler ist bereit der 13. Fall für Donato Neri. Und in diesem Thriller greift die Autorin mal ein ganz anderes Thema auf. Wo ansonsten spannende aber typische Verbrechen für Neri auf der Tagesordnung stehen, geht es diesmal um das Thema illegaler Organhandel, wenn auch eher im kleinen Stil. Das Buch war wieder flüssig und spannend zu lesen und die Autorin schafft es einfach, die LeserInnen mitzunehmen in die bunte Welt Italiens. Ihre Bücher sind immer ein bisschen wie Urlaub – allerdings mit einem großen Schuss Grauen. Ach ja, wenn ihr die Vorgängerbände noch nicht kennt, könnt ihr dieses Buch dennoch auch unabhängig davon lesen. Wobei ich euch alle Bände nur ans Herz legen kann, weil die Charaktere, insbesondere Neri und seine Frau, einfach nur toll sind.
Was mir auch immer wieder gut gefällt ist, dass man oft schon früh weiß, wer der Täter ist. Bei anderen Autoren verliert die Geschichte dann an Spannung, nicht jedoch bei Sabine Thiesler. Sie schafft es, dass man sogar noch mehr mitfiebert und noch angespannter ist, obwohl man den oder die Täter kennt! Sehr gut gefallen in diesem Teil hat mir die Figur des Nevio, ein Arzt aus Ambra, der so vielseitig wie undurchsichtig war. Dann lernen wir noch Elena kennen, eine Maklerin aus Siena. Sie kennt Neri und seine Frau schon länger, aber ich bin mir nicht sicher, ob wir in einem der früheren Fälle bereits von ihr gelesen haben.
Das Buch beginnt dann auch wieder ganz im Stil von Sabine Thiesler richtig spannend mit einem verschwundenen Kind. Überhaupt sind Kinder oft die Opfer in ihren Büchern – was es für mich noch grausamer macht. Daneben haben wir dann noch den Handlungsstrang um Elena und ihre Tochter, der langsam beginnt und dann immer rasanter wird, bis er sich mit dem Fall des Kindes verbindet. Was anfangs mehrere Fälle zu sein scheinen, ergibt am Ende einen Fall von gigantischem Ausmaß! Und wie immer ist und bleibt die Spannungskurve konstant hoch. Was mir an diesem Buch nicht ganz so gut gefallen hat, ist, dass Neri diesmal ein bisschen zu kurz kam und im Vergleich zu den vergangenen Bänden auch die Themen selbst etwas oberflächlich behandelt wurden. Zu gerne hätte ich noch mehr über den Organhandel gelesen. Mehr über die Hintergründe erfahren. Und Neri – und auch seine Frau, die sonst immer im Hintergrund mitermittelt hat – tiefer in die Ermittlungen eintauchen sehen. Diesmal war es fast ein bisschen zufällig, wie er den Fall gelöst hat. Dennoch hat mich das Buch auch diesmal wieder gefesselt und ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Ich hoffe sehr, dass Neri noch lange weiterermitteln wird und seine Rente noch etwas aufschiebt, weil ich die Fälle, die Szenerien und die Charaktere in Sabine Thieslers Büchern einfach nur genial finde!
Fazit: Sabine Thiesler schickt ihren Protagonisten Donato Neri in „Verschwunden“ mal in einen ganz anderen Fall. Auch hier geht es zunächst um ein verschwundenes Kind, dann tauchen wir jedoch ab in die Tiefen des illegalen Organhandels und machen sogar einen kurzen Ausflug ins Darknet. Die Protagonisten, insbesondere der Arzt Nevio, sind wie immer perfekt gewählt. Und man merkt, dass die Autorin auch viel Zeit in Italien verbringt – die Landschaftsbeschreibungen sind absolut atmosphärisch und lebendig. Und immer mit einem Hauch Grauen. Und auch dieses Buch ist wieder ein absoluter Pageturner mit einer Spannungskurve, die stetig hoch bleibt. Einziger Wehmutstropfen für mich war diesmal leider, dass Neri nicht ganz in Hochform war. Und auch seine Frau, die sonst immer eifrig im Hintergrund mitermittelt hat, war eher Beiwerk, was die Ermittlungen selbst eher zufällig hat erscheinen lassen. Da hoffe ich, dass die beiden im nächsten Teil wieder aktiver sind und das Ganze so noch spannender gestalten.
Daher ein kleiner Punkt Abzug aber 4 Sterne für diesen etwas anderen Fall für Donato Neri.
Dieser Thriller von Sabine Thiesler ist in vielen Teilen mehr Roman als Thriller. Aber mit einer solchen immensen Spannung und einem solch perfiden Verbrechen, dass es einen von den Socken haut.
Es beginnt zunächst weitgehend harmlos. In einem italienischen Touristendorf findet ein Dorffest statt. Es gibt Stände mit Leckereien und handwerklichen Utensilien. Ein deutsches Ehepaar hat sich hier beim Bummeln und Stöbern verloren. Dabei denkt sie, dass der kleine Sohn beim Vater ist. Der wiederum glaubt, dass Jonas bei der Mutter wäre. Als sich die beiden Elternteile schließlich wiederfinden, müssen beide mit Schrecken feststellen, dass ihr Sohn verschwunden ist. Ihre Suche bleibt erfolglos, ebenso die Suche der Polizei und Dorfbewohner in der darauffolgenden Nacht. Aufrufe in den sozialen Medien und im Fernsehen bringen ihnen ihren Sohn auch nicht zurück. Er bleibt tagelang verschwunden.
Parallel dazu lernen die Leser die überaus hübsche und erfolgreiche Immobilienmaklerin Elena kennen. Elena hat mit ihrer Villa in Siena und ihrem Maklerbüro ein grundsolides Auftreten. Doch in ihrem Inneren ist sie sehr einsam. Sie zofft sich ständig mit ihre zwanzigjährigen Tochter, weil sie der nichts aus ihrem Leben erzählen will. Sie meinet, ihrer Tochter gehen die Abenteuer nichts an, die sie erleben möchte. Denn sie hat besondere sexuelle Ansprüche. Sie lässt sich über eine Agentur an ähnlich interessierte Männer vermitteln. Alles anonym und maximal für ein Wochenende.
Elena liebt den Kick dabei. Denn sie geht ein hohes Risiko ein. Was wäre, wenn Sie an einen Falschen gelangen würde? Einer, der ihr Gewalt antun könnte und in der Anonymität verschwindet? Gelangweilt von dem „normalen“ Menschen trifft sie über die Agentur welche, die ihr intellektuell und sexuell ebenbürtig sind. Jedes Treffen ist für sie ein Fest.
Natürlich handelt es sich bei diesem Roman um einen Thriller. Meine obige Eingangsbemerkung bezieht sich darauf, dass lange Zeit verborgen bleibt, wie die verschiedenen Stränge zusammenpassen. Sabine Thiesler hat dies sehr gut gemacht, was mir besonders gefallen hat. Schließlich gibt es neben den beiden bereits genannten Strängen noch weitere, auch einen mit einem perfiden Verbrechen., der die Handlungen des Täters beschreibt.
Ebenso gut hat mir die Geschichte von dem Polizeichef Neri in dem Dorf gefallen, der kurz vor der Rente steht und dem die verschwundenen Kinder der letzten Monate schlaflose Nächte bereiten. Er meint, er wäre für all dies nicht mehr geschaffen. Neri bildet mit seiner Geschichte den Teil der Ermittlungen. Diese Teil ist aber nicht so überbordend, wie er normalerweise bei Krimis üblich ist.
Es müssen erst zwei Drittel des Romans vergehen, bevor man als Leser erkennen kann, wohin vielleicht die Reise führt. Doch diese zwei Drittel sind ja nicht langweilig. Im Gegenteil! Die verschiedenen einzelnen Geschichten sind extrem treibend.
Das besondere italienische Lokalkolorit möchte ich gar nicht so hervorheben. Damit wird die Geschichte rund und Italienfans werden sicherlich bestätigen, dass es dem Leben und Flair der Toskana entspricht.
Die Spannung wird besonders durch die kurzen Kapitel (ein bis vier Seiten) unterstützt. Damit wird der Thriller zu einem echten Pageturner, der mir ganz besonders viel Spaß gemacht hat. Ich wünsche ihm sehr viele Leser, die meine Begeisterung teilen.
Ich habe bisher jedes Buch von Sabine Thießler gelesen und ich war jedes Mal begeistert. Somit freute ich mich natürlich riesig auf ihr neustes Werk.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer unglaublich fesselnd und bildhaft. Es gelang ihr mühelos mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Bereits nach wenigen Seiten konnte ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen. Alle Charaktere wurden authentisch und greifbar gezeichnet. Selbst die Nebencharaktere wurden voller Leben dargestellt. Und natürlich treffen wir hier auch Commissario Donato Neri wieder.
Was ich auch noch Loben muss ist das Setting. Die Toskana und das italienische Flair begeistertn mich auf Anhieb. Aber auch dort schläft das Verbrechen nicht. Und dieses Mal wurde es richtig böse.
Bereits gleich zu Beginn wurde es unglaublich spannend. Diese Spannung zog sich wie ein roter Faden durchs Buch. Durch überaus geschickte und überraschende Wendungen gelang es der Autorin diese Spannung noch zu steigern.
Die Thematik ist heftig und unglaublich böse. Das Ganze Ausmaß wurde mir im weiteren Verlauf klar. Es bescherte mir die verschiedensten Emotionen. Ich war wütend, traurig und fassungslos. Sabine Thießler wirft hier einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. Und diese waren erschreckend. Ich kann es kaum in Worte fassen.
Das Ende glich einem blutigen Showdown und es passte wirklich perfekt zur Geschichte. Für alle Thrillerfans ist dieses Buch ein Must Read. Klare Leseempfehlung!
Mit "Verschwunden" gelingt Sabine Thießler ein wahrer Page - Turner! Spannend, böse, perfide und nervenaufreibend bis zur letzten Seite. Bitte mehr davon! Das war ganz großes Kino!
Ich lese Thriller zwischendurch unheimlich gerne und Sabine Thiesler gehört einfach zu meinen Lieblings-Autorinnen in diesem Genre. Ich warte immer schon sehnsüchtig darauf das ich endlich wieder etwas Neues von ihr lesen darf. Das warten auf "Verschwunden" hat sich definitiv wieder gelohnt.
Ich habe es mir mit dem Buch am Wochenende nachmittags in meine Lesesessel bequem gemacht und war ab der ersten Sekunde darin gefesselt, was anders hatte ich allerdings auch nicht erwartet. Wie ich es schon kenne, ist es aus Sicht der verschiedenen Protagonisten geschrieben worden. Das ist immer etwas was ich sehr liebe, denn so lernt man gleich die verschiedenen Sichtweisen und auch den Täter schon ein wenig näher kennen. Außerdem kann man noch viel mehr Rätseln, wer ist der Täter eigentlich ist und was hier los ist.
Das Setting ist mal wieder der Hammer. Natürlich ist Commissario Neri wieder mit dabei und es spielt wieder in und um Ambra. Ich glaube, da möchte ich nie Urlaub machen, da passiert mir einfach zuviel... Ich hoffe der Commissarion bleibt uns noch lange erhalten, denn mittlerweile denken er bzw. seine Frau ja an eine Pensionierung. Er würde mir auf jeden Fall sehr fehlen und ich hoffe er bleibt uns noch für einige Fälle erhalten. Auch der Rest hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt, obwohl einen Punkt gab es, den ich dann doch nicht so überzeugend fand... das was mit dem Täter zum Ende passiert ist...
Der Schreibstil ist wieder wie ich ihn kenne und liebe, einfach wundervoll. Er ist spannend, mitreißend und wieder so bildgewaltig. Ich warte jetzt schon wieder sehnsüchtig darauf, das es heißt... bald ist es wieder soweit. Dankeschön das ich es lesen durfte.
Commissario Neri ist erschüttert, schon wieder ist ein kleiner Junge verschwunden. Als er ein paar Wochen später wieder auftaucht ist er schwer traumatisiert. Immer mehr Menschen verschwinden. Was ist da los?? Kommt Neri dem Täter auf die Spur, obwohl er von einem Leben am Meer träumt??
Neri ist ein völlig nutzloser Mensch und war so ärgerlich, dass ich mehrmals aufgeben wollte. Ich könnte mit nur meiner Leidenschaft für True Crime Podcasts eine bessere Ermittlung durchgeführt haben. Neri könnte komplett aus dem Buch gestrichen werden und es hätte wirklich gar nichts verändert. Außerdem waren die erste 350 oder so Seiten quasi wie ein billiger Liebesroman, den man aus Langeweile in einem Flughafen kauft und dann nie wieder in die Hand nimmt. Die letzten paar Kapitel habe ich zwar spannend gefunden aber es war meiner Meinung nach relativ öffentlich, was passieren wird und ich war überhaupt froh, nie wieder über "die Agentur" lesen zu müssen.
Ich habe „Verschwunden“ von Sabine Thiesler innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende fesselnd, voller Spannung und Wendungen, die einen nicht mehr loslassen. So wie man es von der Autorin kennt, gelingt es ihr auch hier wieder, eine packende Atmosphäre aufzubauen, die einen vollkommen in den Bann zieht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte immer sofort wissen, wie es weitergeht. Einfach top – absolute Leseempfehlung!