Botho Strauß is a German playwright, novelist and essayist.
Botho Strauß's father was a chemist. After finishing his secondary education, Strauß studied German, History of the Theatre and Sociology in Cologne and Munich, but never finished his dissertation on Thomas Mann und das Theater. During his studies, he worked as an extra at the Munich Kammerspiele. From 1967 to 1970, he was a critic and editorial journalist for the journal Theater heute (Theater Today). Between 1970 and 1975, he worked as a dramaturgical assistant to Peter Stein at the West Berlin Schaubühne am Halleschen Ufer. After his first attempt as a writer, a Gorky adaptation for the screen, he decided to live and work as a writer. Strauß had his first breakthrough as a dramatist with the 1977 Trilogie des Wiedersehens, five years after the publication of his first work. In 1984 he published his important work Der Junge Mann (The Young Man, translated by Roslyn Theobald in 1995).
With a 1993 Der Spiegel essay, "Anschwellender Bocksgesang" ("Swelling He-Goat Song"[N 1]),[2] a critical examination of modern civilisation, he triggered a major political controversy as his conservative politics was anathema to many.
In his theoretical work, Strauß showed the influence of the ancient classics, Nietzsche, Heidegger as well as Adorno, but his outlook was also radically anti-bourgeois.
His work as a writer has been recognized with numerous international awards and his dramas are among the most performed in German-language theatres.
Botho Strauß hat einen Hang zum Phantastischen. Das merkt man besonders an diesen frühen Erzählungen. "Marlenes Schwester" ist oberflächlich gesehen eine Vampirerzählung. Doch auf der Ebene des Erzählens wird auch eine fremde Identität vereinnahmt. In "Theorie der Bedrohung" löst sich der Ich-Erzähler während er erzählt auf - und doch ist er irgendwie noch da, aber nur noch als Instanz. Das hat einen unheimlichen Effekt, der einem nicht kalt lässt. Das ist alles höchst virtuos. Strauß hat sich sozusagen am Erzählen abgearbeitet. Das Phantastische ist bei ihm aber nicht nur Mittel zum Zweck. Das Phantastische ist hier ein Medium für die Unsicherheit und die - durchaus beängstigende - Ungewissheit, das viele Erzähler bei ihren ersten Versuchen verspüren.
hmmm ... Eindrücke zu "Marlenes Schwester" und der "Theorie der Drohung" in Worte zu bringen fällt mir nicht ganz leicht. Überhaupt nur die Inhalte treffend wiederzugeben bereitet auf Anhieb ziemliche Schwierigkeiten. Deshalb nur mal ein paar Gedanken und Beobachtungen.
Strauß experimentiert hier offenbar mit den Möglichkeiten des Erzählens im Allgemeinen bzw. seines Erzählens im Speziellen.
Daraus entstehen zwei komplexe Texte voller brillanter Wahrnehmungen und Wendungen. Das Thema der Identität und der Kohärenz, sowohl einer Persönlichkeit als auch einer Erzählung, werden dabei ironisch variiert und dekonstruiert.
Perspektivenbrüche und -verstöße werden hier fast zu einem programmatischen Mittel des Autors, um über ein Erzählen à la Thomas Mann oder Hermann Hesse hinauszugelangen und um den Leser mit überraschenden Kunstgriffen herauszufordern.
Ich kam mir beim Lesen beider Geschichten ein bisschen wie jemand vor, der einem geschickten, schnellen Läufer durch schwieriges Gelände zu folgen versucht und immer wieder über kleine Abgründe springen muss, um am Vordermann dranzubleiben.
Ich bin mit der ersten Lektüre durch, aber damit ist das Buch für mich nicht abgeschlossen. Ähnliches gilt für dieses review.