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Schwarzfall

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Ein kurzes Flackern kündigt die Katastrophe an: Plötzlich geht gar nichts mehr – weder Licht noch Telefon, weder Kühlschränke noch Klimaanlagen. Weder Bankautomaten noch Fahrstühle, weder Benzinpumpen noch Straßenbeleuchtung oder Ampeln. Die ersten Versorgungsengpässe sind eine Frage von Stunden – und in den Vorstädten brechen plötzlich Unruhen aus.

283 pages, Paperback

First published May 1, 2010

14 people want to read

About the author

Peter Schwindt

46 books7 followers
Peter Schwindt ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Geboren wurde er 1964 in Bonn. Er studierte Germanistik, Komparatistik und Theaterwissenschaften in Berlin, brach seine Uni-Karriere aber nach vierzehn Semestern und einem Schein erfolgreich ab. Ungebrochen aber blieb seine Leidenschaft für Film, Theater und Literatur. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem als Software-Redakteur, Lektor für Comiczeitschriften und Drehbuchautor.

2000 verfasste er für den WDR die Hörspielserie Justin Time, die er drei Jahre später zu einem fünfbändigen Romanprojekt um den Zeitreisenden Justin Time ausbaute. Standen hier noch fantastische Elemente im Vordergrund, präsentiert sich Peter Schwindt mit seiner libri mortis-Trilogie als genauer Beobachter menschlicher Abgründe und spielt sein literarisches Können auf dem Gebiet des Mystery-Psycho-Thrillers voll aus.

Schwindt lebt mit Frau und Tochter in der Nähe von Frankfurt.

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
15 reviews24 followers
March 29, 2021
Was ein Reinfall! Spoiler!

Der Inhalt klingt vielversprechend und gar nicht so weit hergeholt: Aufgrund eines Sommers der extrem heiß ist und es seit Monaten keinen Regen mehr gab (könnte durchaus eine Folge des Klimawandels sein), verliert Frankfurt seine Stromversorgung. Weitere Städte Deutschlands sind betroffen. Wir begleiteten nun eine Ärztin, eine sehr junge Mutter (19 Jahre alt) und einen älteren Familienvater dabei wie diese mit der Situation umgehen.

Soweit so gut! Oder nicht? Ich las das Buch ca. bis zur Hälfte. Bis jetzt passierte eins zu eins das, was im Klappentext stand. Das ist schon der erste Punkt. Die Umsetzung davon ist einfach grottenschlecht:

Die Charaktere sind wandelnde Vorurteile und unglaublich unsympathische Menschen. Die Ärztin wirkt trist und fügt sich allen Streiterein. Sie bleibt einem sehr fremd. Dann begegnen wir der jungen Mutter die mit einem sehr gewalttätigen jungen Mann zusammen ist. Er schlägt einfach mal so ihr Kind und sie macht NICHTS. Er ist arbeitslos und erfüllt jedes weitere Klischee eines Hartz4 Empfängers. Als ich zum Ende hin blätterte, war das junge Mädchen einfach wieder mit ihrem gewalttätigen Ex zusammen. Keine der beiden hat etwas aus der Situation gelernt. Wieso so ein merkwürdiger Handlungsstrang von Nöten ist, ist mir schleierhaft.

Und der schlimmste: Der Familienvater. Zunächst verurteilt er die vorangegangen Personen, dann geht er in seinen Keller und putzt WAFFEN zur Beruhigung (?). Weiterhin macht er sich über die Anorexie seiner Frau lustig, macht nichts obwohl sein einer Sohn den anderen extrem zusammengeschlagen hat und beschließt SEINE FRAU ZU VERGEWALTIGEN weil „ein Mann seine Bedürfnisse befriedigen muss“. Am nächsten morgen hat er den Mut sich neben seine Frau am Frühstückstisch vor seine eigenen Söhne zu setzen und sich von ihr bekochen zu lassen??!! Dann beschließt er eine Bürgerwehr zu gründen weil „der Stärkere gewinnt“.

Und das wars ja nicht einmal: Der Strom fällt wirklich für einen Tag in Teilen von Deutschland aus. Nicht in der ganzen Welt. Nicht für immer. Verständlich, im Krankenhaus ist das dennoch problematisch. Wieso aber so eine Massenpanik bis hin zur Bürgerwehr geschieht, ist mir ein Rätsel. Außerdem wird auf ca. 200 Seiten mehr über die ganzen Vorurteile der Protagonisten geschildert als über den „Blackout“. Am Ende hört der Stromausfall aus und alles ist beim alten. Tadaa, das war die ganze Geschichte.

Fazit: Dieses Buch ist nicht nur einfach schlecht sondern in meinen Augen auch problematisch. Wieso wird Anorexie, Vergewaltigung und häusliche Gewalt genutzt um den Plot einer Art „Apokalypse“ voranzubringen? Wieso werden all diese Themen einfach so stehen gelassen und hingenommen ohne hinterfragt zu werden? Natürlich gehören solche Themen leider zum Leben dazu aber der Umgang ist der falsche. Wäre ich jünger gewesen hätte ich vielleicht gar nicht erkannt, dass man sich nicht über Anorexie lustig macht und ein sehr falsches Bild davon bekommen. Ich hätte gedacht es ist okay wenn ein „Mann sich nimmt was er verdient“.

Vor allen Dingen wäre eine Triggerwarnung angebracht. Ich lese viel Horror und Krimis aber es ist IMMER klar, dass Vergewaltigung/häusliche Gewalt etwas schlechtes ist. Es wird niemals von einem „normalen“ Protagonisten ausgeführt, als wäre es in Ordnung. Als ich diese Sachen las, drehte sich mir der Magen um obwohl ich schon soooo viel Gore sah/las. Mit solchen Dingen rechnet man bei diesem Klappentext auch gar nicht und kann durchaus etwas Auslösen.
Profile Image for Sarah .
437 reviews28 followers
September 27, 2013
Frankfurt und der heißeste Sommer seit langem in Deutschland.
Und dank überhitzer Leitungen fällt in weiten Teilen des Landes der Strom aus.
Wir begleiten drei Gruppen von Menschen während dieser Zeit:
Die junge Familie, mit Eltern die knapp Anfang zwanzig sind und ihrem kleinen Sohn. Der Vater scheint selbst nicht ganz erwachsen geworden zu sein, verdient sein Geld mit eher zwielichtigen Machenschaften, neigt schnell zu Gewalt und hängt viel mit seinen zwei nicht sehr intelligenten Kumpels ab.
Eine Ärztin, deren Mutter an Demenz leidet und die deswegen immer zwischen Krankenhaus und mütterlicher Wohnung pendeln muss.
Und eine Vorstadtfamilie, deren Fassade (Haus, Auto, erfolgreicher Mann) bröckelt: Die Frau leidet an Magersucht und der Mann hat ein Geltungsbedürfniss, die Ehe liegt in Scherben, von Liebe kann man in dieser Familie sicher nicht reden.

Ich dachte, es geht bei diesem Buch vorrangig um den Stromausfall und die damit verbundenen Konsequenzen, die dann geschildert würden.
Zwar werden in diesem Buch einige auch angesprochen (zB Wasserlieferungen, Plünderung von Supermärkten, überfüllte Krankenhäuser, Abwasserprobleme), aber im Mittelpunkt stand definitv das Leben bzw. Scheitern der einzelnen Figuren - nicht das, was ich erwartete. Und auch nicht das, was ich als Thriller bezeichnen würde.
Es erinnerte mich eher an gewisse Sendungen, Dokusoaps, nur eben vor anderer Kulisse.
Für mich leider ein Fehlgriff, kenne ich Peter Schwindt doch von seinen Jugendbüchern rund um Justin Time, die mir damals sehr gefallen haben.
1 review
January 14, 2019
Sehr stereotype Beschreibungen/Charaktere, die Ansätze für eine spannende Story werden leider nicht genutzt. Im Ergebnis leider nur Mittelmaß.
Displaying 1 - 5 of 5 reviews

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