Frankfurt und der heißeste Sommer seit langem in Deutschland.
Und dank überhitzer Leitungen fällt in weiten Teilen des Landes der Strom aus.
Wir begleiten drei Gruppen von Menschen während dieser Zeit:
Die junge Familie, mit Eltern die knapp Anfang zwanzig sind und ihrem kleinen Sohn. Der Vater scheint selbst nicht ganz erwachsen geworden zu sein, verdient sein Geld mit eher zwielichtigen Machenschaften, neigt schnell zu Gewalt und hängt viel mit seinen zwei nicht sehr intelligenten Kumpels ab.
Eine Ärztin, deren Mutter an Demenz leidet und die deswegen immer zwischen Krankenhaus und mütterlicher Wohnung pendeln muss.
Und eine Vorstadtfamilie, deren Fassade (Haus, Auto, erfolgreicher Mann) bröckelt: Die Frau leidet an Magersucht und der Mann hat ein Geltungsbedürfniss, die Ehe liegt in Scherben, von Liebe kann man in dieser Familie sicher nicht reden.
Ich dachte, es geht bei diesem Buch vorrangig um den Stromausfall und die damit verbundenen Konsequenzen, die dann geschildert würden.
Zwar werden in diesem Buch einige auch angesprochen (zB Wasserlieferungen, Plünderung von Supermärkten, überfüllte Krankenhäuser, Abwasserprobleme), aber im Mittelpunkt stand definitv das Leben bzw. Scheitern der einzelnen Figuren - nicht das, was ich erwartete. Und auch nicht das, was ich als Thriller bezeichnen würde.
Es erinnerte mich eher an gewisse Sendungen, Dokusoaps, nur eben vor anderer Kulisse.
Für mich leider ein Fehlgriff, kenne ich Peter Schwindt doch von seinen Jugendbüchern rund um Justin Time, die mir damals sehr gefallen haben.