Ein Fundbüro voller Magie und Geheimnisse Finjas Familie scheint etwas zu verbergen. Ihre Zeit verbringt Finja deshalb am liebsten am Strand mit dem alten Kapitän Bruno, der immer ein offenes Ohr für sie hat, und ihr von einem Drachenei erzählt, das ihm gestohlen worden ist. Dann lüftet Finja endlich das große Geheimnis, und sie entdeckt, dass sie magische Fähigkeiten hat, wie alle in ihrer Familie. Durch eine Geheimtür im Antiquitätengeschäft ihrer Eltern betritt sie das magische Fundbüro, das verzauberte Gegenstände und übernatürliche Wesen verbirgt. Hier lernt Finja mit anderen begabten Kindern, mit ihrer Magie umzugehen. Alle anderen bekommen einen tierischen Gefährten, doch ausgerechnet ihrer lässt auf sich warten. Sollte sie vielleicht doch nach Kapitän Brunos verschwundenem Drachen suchen? Geheimtüren, Labyrinthe und Ein neuer magischer Ort für jüngere Leserinnen und Leser
„Das magische Fundbüro“ ist das erste Buch der Autorin Maike Stein, dass ich von ihr gelesen habe. Eigentlich eine ganz schöne Geschichte, die Mädchen durchaus begeistern kann, denn die Hauptfigur, Finja, ist in weiten Teilen ihrer Persönlichkeit, wie Mädchen es heutzutage auch sind – aufgeweckt, neugierig und vieles hinterfragend; aber auch ein wenig patzig und kurz angebunden, wenn sie leicht genervt ist. Die Geschichte wie sie ihr magisches Tier findet, ist interessant und zum Teil spannend geschrieben, wenn auch nicht immer ganz logisch. Aber so etwas schreckt Kinder meiner Erfahrung nach nicht ab, denn Fantasie geht da immer vor Logik.
Mir haben lediglich zwei Punkte an dem Buch nicht gefallen. Zum einen der doch irreführende Titel. Denn das Fundbüro spielt an und für sich so gar keine Rolle in dem Buch. Das ist Schade. Aber was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden. Immerhin bietet die Gestaltung der Geschichte doch verschiedene Möglichkeiten, mehr Abenteuer für Finja zu schreiben. Zum anderen hat mich die Perlenkette bei der Befragung von Finja am Ende der Geschichte doch ziemlich angepikst. Damit das Erwachsenengremium sicher sein kann, dass Finja die Wahrheit auf ihre Fragen antwortet, bekommt sie eine Perlenkette umgelegt, die sich zusammenzieht, wenn sie lügt. Erstens nicht nett, ich dachte aus dem Zeitalter hochnotpeinlicher Befragungsmethoden wären wir raus. Zweitens kommt da ziemlich schnell das Gefühl auf, dass Erwachsene immer davon ausgehen, dass Kinder sie anschwindeln. Hm, …
Insgesamt kein schlechtes Buch und die Mädchen in der Schulbibliothek, in die es nun wandert, werden die Geschichte sicherlich mögen.
Auch wenn der Titel "das magische Fundbüro" heißt und der Klappentext über Drachen spricht, bekommen wir hier eher eine magische Schulgeschichte mit Harry Potter Feeling. Wir lernen eine sympathische junge Protagonistin kennen, sowie weitere spannende Charaktere, Wesen, Gebäude und ein interessantes Magiesystem. Grundsätzlich liest es sich wie ein erster Band, in dem LeserInnen in diese Welt eingeführt werden und worauf viele weitere spannende Geschichten folgen können. Leider habe ich keinen Hinweis auf einen Reihenauftakt gefunden. Es wäre schade die Ideen, die hier drin stecken, nicht weiterzuführen. Zudem wurde wieder sehr auf Diversität und Toleranz geachtet (man muss aber auch nicht übertreiben um authentisch zu bleiben).
Auch wenn es keine offiziellen Hinweise gibt: diese Geschichte ist nicht als Einzelband gedacht! Finja erfährt, dass ihre ganze Familie – und auch sie – zu den Magischen gehört. Sie wird an geheime Orte geführt und lernt noch andere Magische kennen. Und muss natürlich Unterricht bekommen. Leider lässt ihr magischer Gefährte auf sich warten, was sie in den Augen ihres Lehrers offenbar zu einer Un-Person macht … Ein Glück, dass sie zwischen den anderen magischen Kindern gute Freunde findet, die sich daran nicht stören!