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Scheisskerle: Warum es immer die falschen sind

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Man soll sich ja eigentlich nicht über Namen lustig machen. Doch bei Roman Maria Koidl wirken sie fast wie ein PR-Gag. Zumindest seit er den Frauenversteher gibt, indem er aus Anekdoten der Gegenseite aus der Warte des Insiders schöpft. Scheißkerle lautet der betont reißerische Titel seines ebenso desillusionierenden wie unterhaltsamen Buches. Die erklärte Absicht: Frauen um die 30, die schon aus biologischen Gründen ziemlich unter Druck stehen, einen Partner zu finden – und zwar möglichst fürs Leben, wenn sie sich Kinder wünschen –, die Augen für die Realitäten zu öffnen.

Sofern es sich hier angesichts der verdächtigen Klischeehaftigkeit bei der Männerklassifizierung nicht nur um ein zusammenspintisiertes „Fake“ handelt – wovon wir einmal großzügig ausgehen wollen –, haben sich die beziehungsgeschädigten Frauen, die Koidl angeblich ihr Leid geklagt haben, erstaunlich weit geöffnet und ihn tief in ihre Seele blicken lassen. Doch Koidl nimmt nicht nur den Machismo aufs Korn, wenn er beispielsweise auffällige Verhaltensweisen wie ungewohnte Fürsorge, plötzliches Blumenschenken oder nie gekannte Hochform im Bett als sichere Indizien für Fremdgehen entlarvt, er führt auch den lustlos gewordenen Couchpotato vor, der es sich bei seiner Ersatzmutti gemütlich eingerichtet hat. Doch nicht nur die Männer kriegen ihr Fett weg. Koidl geht durchaus auch mit den typischen Machtspielchen der Frauen zu Gericht, indem er beispielsweise die auf sich selbst fixierten „Gefall-Töchter“ geißelt, denen es weniger um Sexualität geht als darum, den triebgesteuerten Männern schöne Augen zu machen und sie mit ihren körperlichen Reizen zu locken. Auch wenn der Autor im zweiten Teil dann auch noch auf Analytiker macht, der sich mit den tiefenpsychologischen Ursachen der weiblichen Sehnsüchte und ihren vorprogrammierten Enttäuschungen auseinandersetzt, eher leichte Kost als starker Tobak. – Franz Klotz

240 pages, Paperback

First published January 1, 2010

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1 star
5 (5%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Ivy.
1,299 reviews59 followers
March 23, 2019
Vieles stimmt, vieles erkennt man.
Unterhaltsame Erfahrungen und Geschichten, überzogen dargestellt, genauso wie die Frauen und Männertypen.

Zu viel darf man nicht erwarten. Unterhaltsam und kurzweilig ist es, nur nichts woran man lange denkt...
Profile Image for Elli.
40 reviews2 followers
September 20, 2010
Habe mich königlich amüsiert. Sicherlich, die dargestellten Männer- (und auch Frauen-) typen sind sehr überzogen, aber doch auch mehr als realistisch und den einen oder anderen "Typ Mann" kenne ich definitiv. Für viele Frauen mag dieses Buch ein rotes Tuch sein, weil sie die "Wahrheit" darin nicht erkennen wollen, mögen, können. Aber im Endeffekt stimmen einfach sehr viele Punkte.
Profile Image for Buchforscherin.
51 reviews12 followers
January 27, 2021
Ein interessantes Buch für uns Mädels, die auf der Suche von Mr Right sind.
Profile Image for Brina.
2,055 reviews120 followers
July 29, 2011
In „Scheißkerle: Warum es immer die Falschen sind“ beschäftigt sich Roman Maria Koidl mit der Frage, wieso Frauen so oft von den Männern enttäuscht werden und wieso es so schwer ist, Mr. Right zu finden.

Allerdings gibt es einen Negativpunkt, den ich direkt erwähnen muss:
Obwohl die Frauen so oft auf der Suche nach Mr. Right an den Falschen geraten, heißt es noch lange nicht, dass nur die Männer schuld sind. Frauen haben meistens den gleichen Schuldanteil, was hier zum Großteil unter den Teppich gekehrt wird. Hier werden stellenweise nur die Männer dargestellt, was ich zum Teil doch recht unfair finde, denn schließlich zwingt niemand die Frauen dazu, bei den sogenannten Scheißkerlen zu bleiben.

Besonders gut finde ich es, dass sich ausgerechnet ein Mann mit dieser Thematik befasst und zugibt, dass es weitaus mehr nette Frauen als nette Männer gibt.
Der Autor schafft es, dass ich mich in der einen oder anderen Situation wieder erkennen konnte.

Anzurechnen ist dem Autor ebenfalls, dass er bei diesem Thema nicht um den heißen Brei redet, sondern die Thematik genau auf den Punkt bringt.
Vor allem die Tipps und die Typenbeschreibungen fand ich sehr interessant und konnte so manchen Menschen darin wiedererkennen, der mir in meinem Leben begegnet ist.

Ein Kompliment muss auch an den Verlag ausgesprochen werden, denn das Cover ist ein absoluter Hingucker.
Obwohl es recht schlicht ist, wird mit dem Frosch und der Krone so ziemlich alles wichtige genannt, womit sich dieses Buch befasst.

Diesen Ratgeber kann ich jedem ans Herz legen. Hier können Männer und Frauen gleichermaßen voneinander lernen. Allerdings sollte man einige Stellen immer mit einem Augenzwinkern betrachten.
Profile Image for Zauberfeder Gedankenschnörkel.
171 reviews2 followers
April 17, 2014
Das 224 Seiten lange, als Sachbuch geführte Schriftwerk von Roman Maria Koidl setzt sich auf humorvolle Art und Weise mit der Psychologie der Menschen in Beziehungsdingen auseinander.
Vor allem geht es aber um die Sicht auf die Frauen und ihre Beweggründe, die der Autor unter anderem in Kategorien einteilt wie "Das Vielleichtchen", das zu entschuldigen versucht, was auch immer ihm angetan wird, oder "Die Protest-Tochter", die nicht glücklich ist, wenn es keine Form von Konfrontation gibt.
Aber auch die Männerwelt kommt nicht ungeschoren davon, auch hier werden Mechanismen aufgedeckt, die schmunzeln lassen, die aber gleichzeitig diesen schalen Nachgeschmack der möglichen Wahrheit haben.

Ich fand das Buch wirklich unterhaltsam geschrieben, habe aber beim Lesen oft innehalten und nachdenken müssen. Ich erkannte mich oder Menschen aus meinem direkten Umfeld in dem, was Koidl schrieb - und so manche Selbsterkenntnis erwischte mich auf dem falschen Fuß!

Laut Amazon richtet sich das Buch an 'Frauen um die 30', die davor bewahrt werden sollen, auf bestimmte Maschen und eigene Mechanismen hereinzufallen.
Ich bin gespannt, ob es mich auf Dauer vor Enttäuschungen bewahrt, bin aber guter Dinge, auch in Zukunft noch über einige Erkenntnisse, die ich aus diesem Buch gezogen habe, nachzudenken.

Das Buch erhält von mir 4 von 5 Punkten, weil die Klischees zwar helfen, für sich bestimmte Denkschubladen anzulegen, aber der Inhalt des Buches auf die Art eher oberflächlich abgespeichert wird!
Profile Image for Patrizia.
826 reviews15 followers
October 9, 2011
bitz überspitz dargstellt aber durchus unterhaltsam ;)
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