Lenny Frick war schon immer in Autos vernarrt, doch seit er sein Cabrio "Sanfter Blitz" besitzt, gehen bedrohliche Veränderungen in ihm vor. Er sieht die Welt mit den Augen der Fahrzeuge, wendet sich von seiner Frau und den Freunden ab, will mit den Menschen brechen. Wird er wirklich die besondere Lebensqualität erreichen, die er anstrebt? Mit seinen fantasievollen Erzählungen schließt Möckel hintergründig-ironisch an die "Einladung" und den Band "Die Gläserne Stadt" an. Erneut werden zeitliche und räumliche Verschiebungen, der Kosmos, Utopie und Antiutopie benutzt, um menschliche Verhaltensweisen aufs Korn zu nehmen. Ein Wissenschaftler findet eine Methode, verlorenes Gewissen zurückzugeben, ein rechtschaffener Bürger wird von dem defekten Automaten eines Dienstleisters an den Rand des Ruins gebracht. Besuch aus einer Spiegelwelt trifft ein; ein Mann entdeckt die Fähigkeit in sich, ihm missliebige Personen ins Fernsehen zu verbannen, ein anderer vergeht sich an der Natur und muss erleben, wie sie zurückschlägt. Ideenreichtum und stilistische Vielfalt zeichnen diese Storys aus, die direkt für die Auseinandersetzungen mit den Widersprüchen heutiger Zeit geschrieben scheinen. "Möckels phantastische Erzählungen sind köstlich. Es gibt Angebote zum Nachdenken. Er wandelt sicher vom skurrilen Humor zur bissigen Satire... Man wird angestachelt, sich und andere neu zu entdecken." (Christoph Hinrich in der "Jungen Welt" 10.02. 1984)
Klaus Möckel (* 4. August 1934 in Kirchberg in Sachsen) ist ein deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer.
Er erlernte zunächst den Beruf des Werkzeugschlossers. Später studierte er Romanistik in Leipzig und arbeitete anschließend als Assistent an der Universität Jena. Seine Dissertation schrieb er über Antoine de Saint-Exupéry.
Möckel war anschließend als Lektor für romanische Literatur in Berlin tätig. Beim Verlag Volk und Welt machte er sich bald einen Namen als Herausgeber, Übersetzer und Nachdichter vor allem moderner französischer Dichter.
Seit 1969 arbeitet Möckel als freier Autor. Von seinen über 30 veröffentlichten Werken verschiedener Genres (Romane, Erzählungen, satirischen Gedichten und Aphorismen) wurde u. a. Hoffnung für Dan (1983), ein Bericht über ein behindertes Kind, bekannt. Außerdem veröffentlichte er erfolgreiche Kriminalromane (Drei Flaschen Tokaier), die ins Tschechische und Slowakische übersetzt und auch verfilmt wurden (s. u.), sowie Kinder- und Jugendbücher.
2011/2012 erschienen bei EDITION digital alle Bücher als E-Book.
Möckel arbeitete häufig, vor allem bei Übersetzungen, mit seiner Frau Aljonna Möckel zusammen. Er lebt in Berlin.