Jump to ratings and reviews
Rate this book

Punk as F*ck: Die Szene aus FLINTA-Perspektive

Rate this book
Das Akronym FLINTA steht für »Frauen, Lesben, Intersexuelle-, Nicht-Binäre-, Transgender- und Agender«-Personen. Der Begriff dient der Sichtbarmachung von Geschlechtsidentitäten und eint somit alle Menschen, die von patriarchalen Strukturen betroffen sind – auch und gerade in der Punkszene. Letztere ist nämlich bis heute sehr männerdominiert, weshalb sie sich in puncto Machtgefüge nicht wirklich von der gern attackierten Mainstream-Gesellschaft unterscheidet. Doch viele FLINTA-Punx sind nicht mehr bereit, diese Zustände in der Szene zu akzeptieren – sie fordern lautstark mehr Reflexionsbereitschaft und das Recht auf Mitgestaltung ein. Oder, wie es die beiden Herausgeberinnen Diana Ringelsiep und Ronja Schwikowski in ihrem Vorwort zu »PUNK as F*CK« benennen: »Wir möchten Menschen eine Plattform geben, die es leid sind, in ihrem subkulturellen Umfeld bloß gesehen, aber nicht gehört zu werden.« 50 beitragende FLINTA sprechen in »PUNK as F*CK« über ihre individuellen Erfahrungen sowie ihren persönlichen Zugang zu Punk. Die Autor:innen berichten davon, was sie als FLINTA in der Szene erleben bzw. erleben mussten. Gleichzeitig gehen sie darauf ein, was ihnen Punk bedeutet und warum es sich aus ihrer Sicht für diese Subkultur zu kämpfen lohnt. Dabei herausge­kommen sind 50 unterschiedliche Erfahrungsberichte, die einen unmittelbaren Einblick in den Alltag von FLINTA verschiedenster biografischer Hintergründe gewähren.

448 pages, Paperback

Published September 12, 2022

9 people are currently reading
62 people want to read

About the author

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
19 (61%)
4 stars
10 (32%)
3 stars
2 (6%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for oli.
158 reviews1 follower
May 25, 2023
Dieses Buch bestätigt, was schon länger in mir brodelt. Viele der Texte fassen die Situation, in der man sich als FLINTA in der Szene (nicht beschränkt auf Punk!) befindet so perfekt zusammen. Die Beobachtungen und Erfahrungen, die ich gemacht, sind hier niedergeschrieben, was mir eines zeigt: ich bin nicht allein. Diese Phänomene sind überall. Und wir müssen dringend etwas tun. Wie genau das aussieht, ist vielfältig und die Autor*innen zeigen jede*r auf deren Weise, wie das aussehen kann. Die Texte sind weitgefächert und könnten dennoch queerer und weniger weiß sein.
Das bedeutet nicht, dass dieses Buch nicht absolute Pflichtlektüre ist, für jede*n Punk. Wir oft hatte ich Gespräche mit privilegierten Männern, die meinten so schlimm wär das ja im Punk nicht. Ich könnte niemals so viel erzählen, wie ich müsste, also werd ich denen in Zukunft dieses Buch vorhalten. Dann liegt‘s an ihnen zu zeigen, dass sie wirklich verstehen wollen.
Die Texte sind brutal ehrlich und kommen mit content warnings. Die Perspektiven sind so unterschiedlich, dass auch die Herangehensweise an das Thema immer anders aussieht. Es gibt auch viele Geschichten und Werdegänge, die völlig anders sind, als meiner, was auch sehr wichtig ist. (Stichwort: DDR und ehemaliger Osten)

Ich weiß, dass Punk mir extrem wichtig ist und ich weiß, dass ich wütend bin. Ich weiß, ich werde immer um meinen Platz kämpfen müssen. Aber ich weiß jetzt mehr denn je, wie wichtig das und dass ich damit nicht alleine da stehe.
Profile Image for Lona.
241 reviews18 followers
February 13, 2023
Obwohl ich eher in der Metalcommunity unterwegs bin und nur durch Freunde Berührungspunkte mit Punk hatte (und immer wieder mal eine Handvoll Bandempfehlungen bekomme) spricht mir dieses Buch extrem aus der Seele.

In verschiedenen Beiträgen teilen FLINTA ihre Perspektive und Erlebnisse, teils einfach Stories über Musik, Musiker*Innendasein, Festivals und das Aufwachsen und Leben in der Subkultur, teils aber auch Geschichten von Sexismus, Queerfeindlichkeit, Rassismus, Ableismus und aufeinanderprallen mit Nazis.

Das geht von dummen Sprüchen auf Konzerten bis hin zu Vergewaltigungserfahrung, aber es gibt content warnings. Wer als weiblich gelesene Person auf Konzerten Unterwegs ist kennt das ja vielleicht: Das Grabschen, "Du verstehst Musik doch gar nicht", Mansplaining, der plötzliche Arm um der Schulter, das nicht ernst genommen werden, ugh. Das Buch hat mir an vielen Stellen extrem aus dem Herzen gesprochen.

Das einzige was ich mir mehr gewünscht hätte wären mehr FLINTA of Colour gewesen, die Beitragenden in diesem Band waren größtenteils weiß. Trotzdem wurde auch über die Wichtigkeit Rassismus zu bekämpfen und thematisieren geschrieben. Und soweit ich erinnere schließt FLINTA auch Trans Männer mit ein, das hätte also auch noch Sinn gemacht.
Profile Image for Jule.
359 reviews17 followers
July 5, 2025
Der Sammelband vereint viele FLINTA-Stimmen des Punk und macht auch dem letzten CIS-Mann klar, dass wir auch im Punk ein strukturelles Problem mit Sexismus und dem Patriarchat haben.

Die Beiträge sind sehr divers, einzig nicht-weiße Perspektiven kommen mir zu kurz.
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.