New York in den 50er Jahren. In Anthony Amedeo kleiner Welt dreht sich alles um die Yankees, Den Studebaker seiner Eltern, das Paradise Theater und ein Schablonenset, das er sich sehnlichst wünscht. Aber seine Welt gerät aus den Fugen, als seine Tante und ihre beiden Töchter bei ihnen einziehen. Jetzt wünscht er sich nichts sehnlicher als dass die beiden Mädchen wieder aus seinem Leben verschwinden. Er kann nicht ahnen, auf welche Art ihm sein Wunsch erfüllt wird.
Anthony kleine Familie scheint perfekt. Er hat eine hübsche Mutter und einen erfolgreichen, lustigen Vater. In der Familie seiner Tante sieht es anders aus. Der Onkel sitzt immer wieder wegen kleinerer Vergehen im Gefängnis und seine Frau muss sich mit ihren beiden Töchtern alleine durchschlagen. Als er wieder einmal ins Gefängnis kommt, zieht die Tante mit den Zwillingen zu Anthony und seiner Familie und dringt in sein Leben ein. So empfindet es der Junge. Die Mädchen belagern den Großteil seines Zimmers, überall machen sich Haushaltsgeräte und Kisten breit und seine Mutter verlässt das Schlafzimmer fast nicht mehr. Dann geschieht ein schreckliches Unglück, das die Zweckgemeinschaft auflöst.
Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht von verschiedenen Familienmitgliedern. Zuerst wird aus Anthonys Sicht erzählt. Danach kommen die einzelnen Frauen der Familie zu Wort, später auch der Vater. Jeder greift die Geschichte auf, trotzdem klingt sie danach völlig anders. Denn jeder erzählt seine Sicht der Dinge und die unterscheidet sich von der seines Vorredners. Alles zusammen ergibt ein Bild, bei dem man sehr genau auf jede Kleinigkeit achten muss.
Es fängt als heitere Familiengeschichte und endet ganz anders. Sieht es zuerst so aus, als die Familie nur durch die ständigen Reibereien zusammengehalten wird, wird im Verlauf der Geschichte klar dass der Zusammenhalt bedingungslos ist und von Herzen kommt. Mich hat das Buch angenehm überrascht, weil ich vom Klappentext eine andere, leichtere Geschichte erwartet habe.