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Mameleben: oder das gestohlene Glück

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Großartig und nervtötend, liebevoll und erdrückend, aufopfernd, aber auch übergriffig – Michel Bergmann liebt seine Mutter Charlotte und hält sie manchmal nicht aus. Er erzählt in diesem Buch, in dem er nichts und niemanden schont, die Geschichte dieser eigenwilligen, starken ihre Vertreibung aus Deutschland, der Verlust fast der gesamten Familie, das Glück, ihren künftigen Ehemann wiederzufinden, und dennoch ein Schicksal, bei dem sie allzu oft ganz auf sich allein gestellt ist. »Wir lachen und weinen beim Lesen und beglückwünschen den Autor zu einem grandiosen, unvergesslichen Buch, aus Schmerz und Liebe geschrieben.« Elke Heidenreich / Der Spiegel, Hamburg

231 pages, Kindle Edition

Published September 25, 2024

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About the author

Michel Bergmann

20 books3 followers

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Community Reviews

5 stars
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Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Astrid.
348 reviews18 followers
August 4, 2023
In zwei Tagen verschlungen - aber ich hatte auch ausnahmsweise mal Zeit zu lesen. Ein wirklich gutes Buch, das mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
Profile Image for Märy J..
48 reviews
August 30, 2025
Tief emotionales Buch über eine ganz besondere Mutter-Sohn Beziehung. Hat mich sehr berührt.
Profile Image for Isa ◡̈ .
233 reviews42 followers
February 27, 2023
»Sie hat sich erschaffen und mitten ins Leben gesetzt! Von vielen bewundert, von manchen gefürchtet, von einigen obsessiv begehrt, aber stets sich selbst genug. Sie liebt mich, so wie sie zu lieben vermag, besitzergreifend, mit aller Besessenheit und allen Einschränkungen, daran habe ich keinen Zweifel.
Aber ich bin nicht in ihrem Sinne geraten. Ich erfülle nicht ihre übermenschlichen Erwartungen.« (S.110)

Gegenüber ihrem Sohn Michael hat die Mutter - Charlotte - viele Vorwürfe, Erwartungen und insgesamt eine sehr hohe Anspruchshaltung. Wenn sie vor anderen von ihrem Sohn spricht, lobt sie ihn in höchsten Tönen. Dieser Widerspruch zeigt sich auch in anderen Bereichen ihrer Mutter-Sohn-Beziehung, die sehr von den Erfahrungen der Mutter als Überlebende des Holocaust und eines Internierungslagers gekennzeichnet ist.

In »Mameleben« schreibt der Autor, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Michel Bergmann über das Leben seiner Mutter, die Mutter-Sohn-Beziehung, seine Erinnerungen an das gemeinsame Leben und stückweit auch über sich. Der Autor gehört der 1. Nachkriegsgeneration an, wurde er 1945 im Internierungslager geboren.

Mit diesem Werk schreibt der Autor seiner Mutter ein literarisches Denkmal, Liebeserklärung, Abrechnung und eine facettenreiche Biografie. Michel Bergmann porträtiert eine Frau, die viel durchgemacht hat; deren Lebensweg durch die Machtergreifung der Nazis einen ganz anderen Gang genommen hat (»Ich habe mich […] verlebt.« (S.227)), als sie sich erträumt und gewünscht hat; die zu sich selbst sehr hart war, aber auch zu ihrem geliebten Sohn; die Verantwortung trägt; eine sehr gute Geschäftsfrau ist; deren Leben von Verlusten und Überlebenswillen geprägt war, wie es exemplarisch für viele Shoah-Überlebende ist.

Dieses erzählende Sachbuch zeichnet sich durch die ehrliche, persönliche, melancholische, stellenweise vorwurfsvolle und insgesamt liebevolle Erinnerung Michel Bergmanns an seine Mutter Charlotte aus. Es ist ein sehr persönliches Buch geworden, das immer wieder jüdische Wörter verwendet (es gibt am Ende einen Glossar!) und insgesamt ein sehr eindrucksvolles Porträt zweier Generationen zeichnet.

Leseempfehlung für alle Fans von Shelly Kupferbergs ‚Isidor‘ und erzählenden Biografien 🤍

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»She has created and placed herself in the midst of life! Admired by many, feared by some, obsessively desired by some, but always enough for herself. She loves me as she is capable of loving, possessively, with all obsession and all restraint, of that I have no doubt.
But I have not turned out to her liking. I do not live up to her superhuman expectations.« (own translation; p.110)

Towards her son Michael, the mother - Charlotte - has many reproaches, expectations and overall a very high attitude of entitlement. When she speaks of her son in front of others, she praises him in the highest terms. This contradiction is also evident in other areas of their mother-son relationship, which is very much characterised by the mother's experiences as a survivor of the Holocaust and an internment camp.

In »Mameleben«, the author, director, screenwriter and producer Michel Bergmann writes about his mother's life, the mother-son relationship, his memories of their life together and, to some extent, about himself. The author belongs to the first post-war generation, he was born in 1945 in an internment camp.

With this work, the author writes a literary monument to his mother, a declaration of love, a reckoning and a multifaceted biography - in short, EVERYTHING IN ONE. Michel Bergmann portrays a woman who has been through a lot; whose life path has taken a completely different course due to the Nazis' seizure of power than she dreamed and wished for; who was very hard on herself, but also on her beloved son; who bears responsibility; is a very good businesswoman; whose life was marked by losses and the will to survive, as exemplified by many Shoah survivors.

This narrative non-fiction book is characterised by Michel Bergmann's honest, personal, melancholic, in places reproachful and altogether loving recollection of his mother Charlotte. It has become a very personal book that repeatedly uses Jewish words (there is a glossary at the end!) and overall paints a very impressive portrait of two generations.

Recommended reading for all fans of Shelly Kupferberg's »Isidor« and narrative biographies 🤍
Profile Image for Jaspar.
50 reviews
July 14, 2024
Dieses Buch ist ein wahres Juwel, es hat mich direkt gepackt und berührt. Bergmann schafft es, die Beziehung zur Mutter auf eine humorvolle und gleichzeitig tiefgründige Weise darzustellen, die sowohl charmant-jüdisch als auch zutiefst menschlich ist.

Die Art und Weise, wie Bergmann die Geschichten erzählt, verleiht dem Buch eine besondere Leichtigkeit, trotz der oft traumatischen Erlebnisse, die darin geschildert werden. Es ist diese Mischung aus Humor und schwerem Tiefgang; aus witzigen Anekdoten aus dem Alltag und wiederum sehr schwierigen Themen wie persönlicher Demütigung, dem Alleinsein im Alter oder auch dem Holocaust; die Lachen und Nachdenklichkeit eng zusammenbringt.

Besonders beeindruckend finde ich, wie Bergmann die menschlichen Verbindungen und die Komplexität der Mutter-Sohn-Beziehung beleuchtet. Die Charaktere sind so liebevoll und authentisch gestaltet, dass man sich sofort mit ihnen verbunden fühlt. Die charmante Erzählweise verleiht dem Buch einen besonderen Flair, der es von anderen Büchern abhebt. Und ich bin traurig, Madame Bergman nicht selbst kennenlernen zu können…
Profile Image for Clara.
36 reviews
November 4, 2024
Sehr berührend und hat mich weitergebracht aber manchmal hatte ich das Gefühl der Autor hat vieles selbst nicht ganz verarbeitet
699 reviews11 followers
February 23, 2023
Von schwieriger Liebe und Überleben

Fordernde, mitunter übergriffige, nicht loslassende, vorwurfsvolle und schnell beleidigte Mütter sind - dem Klischee der jiddischen Mamme und etlichen Serien-Übermüttern zum Trotz - keine rein jüdische Besonderheit. Allerdings, falls besagte Mutter obendrein Holocaust-Überlebende ist, kommen Vorwürfe dazu, die dem Nachwuchs ein geballtes Maß an Schuldgefühlen aufbürden, die gojim-Kinder nie gekannt haben. Zum Beispiel: Für so was habe ich überlebt! All die Familienangehörigen, die ich verloren habe, und statt dessen habe ich nun jemand wie dich! Mal ganz abgesehen vom transgenerationalem Trauma, das weitergegeben wird.

Mit seinem Buch "Mameleben" hat Michel Bergmann seiner Mutter Charlotte ein literarisches Denkmal gesetzt, in dem die widersprüchlichen Gefühle deutlich und nachvollziehbar werden. Denn so nervtötend die eigene Mutter auch sein kann, man kommt nicht ganz los auch dieser Beziehung, ist von frühen Kindheitserfahrungen geprägt fürs Leben. So ist "Mameleben" sowohl Liebeserklärung als auch gelegentliche Anklage, Erklärung, Suche und Biografie. Das Buch zeigt auch, was es heißt, mit einer durch die Schoah geprägten Familiengeschichte aufzuwachsen, gerade auch in Deutschland.

Dabei wollte Charlotte nach 1945 deutschen Boden nicht wieder betreten. Die junge Frau aus Bayern, in einer aufgeklärt-religiösen bürgerlichen Familie aufgewachsen, floh kurz vor dem Abitur nach Frankreich - als Jüdin durfte sie nicht länger eine höhere Schule besuchen. Ihre Eltern, der Vater im Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und ein deutscher Patriot, würden in Auschwitz ermordet. Als die Deutschen im Zweiten Weltkrieg auch in Frankreich einmarschieren, wird Charlotte wie viele emigrierte Juden in einem Lager interniert, kann aber durch Flucht der drohenden Deportation entgehen.

Sie flieht in die Schweiz - und landet dort als illegale Ausländerin wieder in einem Lager. Der Lichtblick in dieser Lage ist Peter Bergmann, ein aus Frankfurt stammender deutsch-jüdischer Geschäftmann, in den sie sich bereits in Paris verliebt hatte. Und Bergman will nach 1945 die Chancen nutzen, die sich ihm beimWiederaufbau des Textilgeschäfts der Familie bieten. Da ist der kleine Michel bereits geboren und wird für ein Jahr in der Obhut von Nonnen zurückgelassen.

Vom DP-Lager in Zeilsheim in eine große Räumung im vornehmen Frankfurter Westend - wirtschaftlich geht es der Familie gut, auch wenn Bergmann Senior sich als Spieler erweist. Doch zugleich ist es ein Leben auf gepackten Koffern. Bergmann beschreibt das Aufwachsen im Nachkriegsdeutschland, in dem sich nicht nur seine Mutter fragte, ob ein Leben in Amerika oder in Israel nicht besser wäre als das unter Menschen, die wenige Jahre zuvor vielleicht zu denen gehörten, die nur zu bereitwillig jüdische Nachbarn verrieten, deportierten oder in den wirtschaftlichen Ruin bei der "Arisierung" von Unternehmen stürzten.

Früh verwitwet und mit einem ruinierten Geschäft muss Charlotte auch in den goldenen 50-er Jahren kämpfen, eine zweite Ehe führt sie schließlich nach Straßburg, doch glücklich wird sie nicht in der Beziehung. Bergmann beschreibt seine Mutter als starke, schöne Überlebenskünstlerin, aber auch als einsame und verbitterte alte Frau, die sich und anderen das Leben schwer macht, der er es nie recht machen kann und deren Forderung nach Nähe er sich erst recht entzieht. Eine Frau aber auch, die auch im Alter an ihrem Stolz und ihrer Eigenständigkeit festhält. "Das gestohlene Glück" heißt Mameleben mit seinem Untertitel und man ahnt, um wie viel die junge Charlotte betrogen wurde, die von einem Medizinstudium und einer Karriere als Kinderärztin geträumt hatte.

Mit den Brüchen und persönlichen Tragödien, den Verlusten und dem Überlebenswillen steht Charlotte exemplarisch für viele der Schoah-Überlebenden ihrer Generation. Der sehr persönliche Blickwinkel des Erzählers sorgt für ein facettenreiches Porträt der Mutter, bei dem Liebe genauso durchschimmert wie Bedauern. Zugleich arbeitet er sein Verhältnis zur Mutter auf, nach ihrem Tod. Das ist mutig in der großen Offenheit und Verletzlichkeit, die er dabei zeigt. Ein wenig wird "Mameleben" so zu einer Mischung aus Selbsttherapie und literarischem Kaddisch.

Profile Image for Luisa.
283 reviews
November 24, 2023
„Mameleben“ ist für mich ein absolutes Lesehighlight des Jahres 2023, ein besonderes Buch voller Humor und Wärme, durchsetzt mit Ernsthaftigkeit und Trauer. In seinem Text erinnert sich Michel Bergmann an seine Mutter Lotte, eine ganz besondere Frau, die antisemitische Anfeindungen und Lagerhaft überstand, sich im Nachkriegsdeutschland allein als Geschäftsfrau durchsetzen musste und schließlich in Frankreich eine neue Heimat fand.

Michel Bergmann zeichnet seine Mutter als eine Diva vom alten Schlag: sie ist unerbittlich, unnachgiebig, schlagfertig, unversöhnlich in ihren Ansichten, launisch, herrisch und mitunter auch herablassend. Ihren Sohn erzieht sie fast rücksichtslos mit einiger verbaler Härte. Sie hat Ansprüche und wenn diese nicht erfüllt werden, dann reagiert sie enttäuscht. Lottes Charakter führt dazu, dass „Mameleben“ ein Feuerwerk der Situationskomik ist. Alle Szenen, in denen Lotte ihre Bonmots und pointierten Repliken zum Besten gibt, sind perfekt auf den Punkt geschrieben – es ist ein wahres Vergnügen, diese Frau in Aktion zu erleben, wenn auch manchmal etwas schwarzhumorig. Lotte ist überaus redegewandt, ihre Sprache wird durch jiddische und französische Ausdrücke, die alle im Glossar erläutert werden, ergänzt, was ihr zusätzliche Persönlichkeit und Glaubhaftigkeit verleiht.

Natürlich schwingt in Bergmanns Anekdoten Kritik an der Mutter mit. Die Passagen sind gerade auch deshalb so amüsant, weil sie völlig authentisch wirken und einem das Verhalten von Lotte auch immer mal wieder die Sprache verschlägt. Dennoch ist „Mameleben“ keine Abrechnung mit einer dominanten und kühlen Mutter, die die eigenen Bedürfnisse zentral setzt – im Gegenteil. „Mameleben“ ist eine im Kern sehr liebevolle Hommage eines Sohnes an seine energische Mama, die auch erst durch die Distanz der vergangenen Zeit ermöglicht wird. So werden die kurzweiligen und lustigen Anekdoten auch immer wieder durch ernsthaftere Betrachtungen, gerade wenn es auf das Ende des Romans zugeht, ergänzt, die das harte Los der Mutter unterstreichen und um Verständnis dafür werben, warum ein Mensch zu dem wird, was er ist.

„Mameleben“ ist eine ausdrückliche Leseempfehlung, ein umwerfendes Denkmal für eine unvergessliche Frau. Charmant, flüssig und klug geschrieben, mit hohem Unterhaltungswert, ohne jemals oberflächlich zu werden, dazu ein Blick auf das Leben in Europa im 20. Jahrhundert. Ich habe mich köstlich amüsiert, wurde mit melancholischem Unterton zum Nachdenken angeregt und werde Lotte immer in meinen Gedanken behalten. Was für eine Frau! Was für ein Buch!
Profile Image for Christiane Fischer.
522 reviews7 followers
September 25, 2023
MAMELEBEN oder das gestohlene Glück
Michel Bergmann
Sprecher: Michel Bergmann

Michel Bergmann erzählt auf eindringliche Weise über das Leben seiner „Mame“ Mutter. Wie sie den Holocaust überlebte, fast alle Angehörigen im Krieg verlor und auf vieles in ihrem Leben verzichtete, bis hin zu ihrem Tod.

Sie war eine stolze und eigenwillige Frau; eine Frau mit Ecken und Kanten, die sich zum Alter nicht abschliffen, sondern noch kantiger wurden. Eine Frau, die es verstand, andere zu manipulieren und ihrem Sohn ständig ein schlechtes Gewissen einzureden: „Du rufst zu selten an, du besuchst mich nie.“ Und wenn er seine Mutter abholte und sie in die Provence mitnahm, dann war es zu heiß, zu kalt, das Bett zu weich oder zu hart. Es wurde nur gemeckert - es war Charlotte Bergmann nie recht.
Schuld waren immer die anderen: „Und dafür habe ich den Krieg überlebt?“ „Da überlebt man und so dankst du es mir!“
Andere außenstehende Menschen schätzten sie sehr: „So kultiviert und gebildet", „freundlich und selbstlos".

Aber es gab auch wunderbare Seiten an Mame zu entdecken: Wie sie ganz spontan und herzlich das Kind aus der ersten Ehe ihres Mannes aufnahm - auch als Geschäftsfrau war sie unübertroffen.

Ein wirklich rührendes Buch mit einem schönen Ende, das Michel Bergmann geschrieben hat.
Zu guter Letzt muss er wahrscheinlich selbst entscheiden, ob es immer Mutterliebe war, die Charlotte „Mame" Bergmann ihm gegeben hat.

Fazit:
Wunderbare Reflexion einer Mutter-Sohn-Beziehung. Sehr hörens-/lesenswert.
5/ 5
Profile Image for Jin.
850 reviews148 followers
March 1, 2023
Eine klare Anklage und Offenlegung der schmerzhaften Erfahrung und Erinnerung mit der eigenen Mutter. Der Ton ist trotz der schweren Thematik eher leicht und sarkastisch. Die Mutter und der Autor teilen eine sehr eigenwillige Beziehung zueinander, die vor allem die Mutter nicht im guten Licht stehen lässt. Es ist eher das private Porträt einer Frau in ca. 250 Seiten mit all ihren Tragödien und Schicksalen, aber nicht unbedingt um die eigene Familiengeschichte zu beschönigen. Nein, es ist nicht vorteilhaft geschrieben, eine Feel-Good-Geschichte ist es noch weniger, trotzdem war es eine lohnende Lektüre um eine außergewöhnliche Frau kennenzulernen.

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Profile Image for ClaudiaZ.
57 reviews6 followers
June 5, 2023
Mit diesem sehr ehrlichen, sehr persönlichen Portrait seiner Mutter, hat der Autor dieser ein Denkmal gesetzt. Er liebt sie und er leidet unter ihr, ohne sie letztendlich zu verklären, aber auch nicht zu verurteilen. Und genau das macht ein gelungenes, inspirierendes, kritisches Denkmal aus. Leseempfehlung!
30 reviews
May 27, 2025
sehr interessant, manchmal waren die Ereignisse in verschiedener Reihenfolge - ein wenig verwirrend aber okay, gute Mischung aus Geschichte und persönlichen Erlebnissen
Profile Image for Vera✨.
83 reviews3 followers
June 6, 2025
„Maméleben“ hat mich sehr berührt. Die Geschichte ist still, aber intensiv, und besonders die Mutter-Sohn-Dynamik hat mich gepackt , sie erinnerte mich stellenweise an „I’m Glad My Mom Died“.

Das Holocaust-Trauma der Mutter liegt wie ein unsichtbarer Boden unter allem. Es erklärt ihr Verhalten, ihre Härte, ihre Abwesenheit, nicht etwa, um sie reinzuwaschen, sondern um ihre Geschichte einzuordnen.

Einige nacherzählte Episoden wirkten auf mich etwas irrelevant und hätten nicht zwingend Raum gebraucht. Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es bleibt nah an seinen Figuren, ohne sie zu idealisieren. Ein stilles, eindringliches Porträt über eine Mutter voller Widersprüche.
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