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Eine unsterbliche Liebe.
Und ein Fluch, der alles zerstören kann.
Für Jerusha liegen Liebe und Tod nahe Ein Fluch zwingt sie dazu, jeden zu verraten, in den sie sich verliebt. Doch als sie auf den Krieger Kiéran trifft, fällt sie die Entscheidung, den Bann zu brechen. Und sollte es ihr eigenes Leben kosten...

591 pages, Hardcover

First published September 1, 2010

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About the author

Siri Lindberg

3 books1 follower
Pseudonym von Sylvia Englert

Ich bin Jahrgang 1970, habe in Frankfurt Amerikanistik, Anglistik und Germanistik studiert und ein Volontariat im Lektorat des Campus-Verlages absolviert. Mehrere Jahre lang war ich erst freie Journalistin, dann Redakteurin des Magazins changeX, das sich mit Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigt. Mit meinem Mann und 2006 geborenen Sohn lebe ich in der Nähe von München und arbeite als Autorin und Lektorin. Wenn ich nicht gerade Bücher schreibe (meine Lieblingsbeschäftigung), halte ich Schreibworkshops und Lesungen.

Veröffentlicht habe ich unter meinem richtigen Namen neben unzähligen Artikeln (viele davon in der Süddeutschen Zeitung) und Kurzgeschichten (z.B in Anthologien von Carlsen, cbj/Random House und Ueberreuter) zahlreiche Sachbücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die meine breit gefächerten Interessen widerspiegeln. Seit der Geburt meines Sohnes schreibe ich auch Bilder- und Vorlesebücher.

Unter dem Pseudonym Katja Brandis habe ich eine ganze Reihe von Jugendromanen verfasst, hauptsächlich Abenteuerromane, Thriller und Fantasy ab 12, wie zum Beispiel Gepardensommer (Ueberreuter Verlag), Ruf der Tiefe, Vulkanjäger sowie Und keiner wird dich kennen (alle Beltz & Gelberg). Unter dem Namen Siri Lindberg ist mein erster Erwachsenenroman (Fantasy) beim Piper Verlag herausgekommen.

Als ich das letzte Mal nachgezählt habe, bin ich auf über 50 veröffentlichte Bücher gekommen. Hat mich auch ein bisschen erstaunt. Aber wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat, dann freut man sich Montag früh darauf, dass die Arbeitswoche nun wieder losgeht …

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Community Reviews

5 stars
41 (33%)
4 stars
42 (34%)
3 stars
28 (22%)
2 stars
6 (4%)
1 star
6 (4%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Elena.
418 reviews39 followers
October 7, 2011
Jerusha KiTenaro könnte kaum glücklicher sein: Ihre Bildhauerkunst wird geschätzt und die Hochzeit mit den angesehenen Spiegelmacher Dario steht bevor. Doch dann enthüllt Jerushas Großmutter ihr ein schreckliches Geheimnis: Die Frauen ihrer Familie sind verflucht, die Männer zu verraten, die sie lieben. Aber Jerusha will ihr grausames Schicksal nicht hinnehmen und fasst den Entschluss, den Urheber des Fluches zu finden und ihn den Bann von ihren Clan nehmen zu lassen. Unerschrocken begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Quenda.

Unterwegs trifft sie den stolzen Elitesoldaten Kiéran, der nach einer Schlacht erblindet ist und in einem Tempel des schwarzen Spiegels auf wundersame Weise geheilt wurde. Ihre Wege trennen sich bald wieder, doch keiner kann den anderen vergessen. Doch bis zu ihren Wiedersehen muss jeder für sich zahlreiche Gefahren bestehen. Und danach fangen ihre Schwierigkeiten erst richtig an. Denn derjenige, der einst den Fluch über die KiTenaros brachte, ist sehr mächtig …

Bei mir hatte diese High Fantasy-Geschichte keinen guten Start, da ich mit der verwendeten Sprache partout nicht warm wurde. Waren die Umgebungsbeschreibungen und Stimmungsbilder noch fantastisch angehaucht, können ähnliche Dialoge auch bei einem alltäglichen Bummel durch die Stadt belauscht werden - ein salopper Gesprächston ist in Quenda an der Tagesordnung. Ich jedoch wünsche mir in einem Fantasyroman schon etwas geschliffenere Rhetorik, die mich in eine andere Welt versetzt. Des Weiteren wurden neue Wörter erfunden, was sich insbesondere bei den Nachnamen durchschlug. Diese klangen für mich aber nur künstlich und nicht kunstvoll. Außerdem bemüht sich Frau Lindberg bei den Metaphern Kreativität zu zeigen, doch diese Vergleiche gehen manchmal schrecklich schief. Unsauberkeiten schlichen sich leider auch beim Kontext ein, da Sätze keinen Bezug zueinander hatten oder unnötig harte Übergänge erzeugt wurden. Dies nur als kurzer Abriss sprachlicher Ungeschicklichkeiten. Zum Glück zeichnete sich schon frühzeitig Potenzial bezüglich des Plots ab und so hielt ich durch. Was mir dann mit einer sich allmählich harmonischer in die Handlung einfügenden Sprache gedankt wurde, wenn sie mich auch nie gänzlich überzeugt.

Die Figuren hingegen konnte mich dann schon etwas mehr überzeugend: Jerusha ist erfreulicherweise mal keine Heilerin und auch keine Amazone, sondern eine bodenständige Bildhauerin. Und getrieben wird das Geschehen auch nicht davon, dass Jerusha sich für jemanden opfert oder verschleppt wird. Diese will einen Fluch aus durchaus eigennützigen Motiven lösen, statt sich ihrem Schicksal einfach nur zu fügen. Auf ihrer Reise geht ihr zwischendurch öfters das Geld aus und hat als Jägerin ein Handicap. Dies sorgt für erfrischenden Realismus. Doch leider erweist sich Jerusha oftmals als recht naiv und weltfremd - was für sie allerdings auch folgenschwere Konsequenzen hat. Dennoch habe ich mich regelmäßig an den Kopf gepackt und gefragt, wie sie sich so blindlings jedes Mal aufs Neue in absolut vorhersehbare Gefahrensituationen bringen kann. Wesentlich mehr mochte ich dann schon den erblindeten Krieger Kiéran, welcher nach und nach sein Leben reflektiert und zwar früher auch durchaus naiv war, jetzt aber seine Lektion gelernt hat. Die Liebesgeschichte der Beiden empfand ich als recht gelungen, ist sie doch gut in den Persönlichkeiten der beiden begründet und bahnt sich sanft an. Die Nebenfiguren gefielen mir fast alle sehr gut, sie wurden mit viel Liebe gestaltet. Allen voran ist hier der Schattenspringer Grísho zu nennen, der Jerusha begleitet und eine faszinierende Erfindung ist.

Überhaupt ist die größte Stärke des Buches die eindrucksvoll entworfene Welt mit vielen Ländern und Rassen. Jerusha bereist ganz Quenda und lernt viele interessante Wesen kennen. Doch da Jerusha kaum irgendwo länger verweilt, fällt es schwer, tief in die jeweiligen Kulturen einzutauchen. So bleiben die vielen Völker doch eher beliebig und Besonderheiten verkommen zu Beiwerk, was ihre Wirkung schmälert. Insbesondere bei der Sekte um Oscurus hätte ich mir mehr Details gewünscht. Einzig die Eliscan werden aus meiner Sicht ausreichend gewürdigt. So gerät der Fantasiereichtum dann auch gleichzeitig zur Schwäche, denn “Nachtlilien” ist unnötig überfrachtet worden und lässt gleichzeitig den Leser viel zu oft im Unklaren über Details.

Insgesamt ist in diesem Buch der Weg das Ziel oder anders gesprochen: Für dieses Buch sollte viel Zeit mitgebracht werden, es liest sich nicht schnell herunter. Da die Seiten dicht bedruckt sind, sollte sich der Leser von den “nur” 600 Seiten nicht täuschen lassen – dieses Werk fasst mehr Wörter als mancher 1000-Seiter. Leider fand ich das Buch auf den ersten 100 Seiten eher mäßig spannend, so dass der Start sich zäh gestaltete. Dies besserte sich zum Glück ebenso wie die Sprache mit Fortschreiten der Handlung, Aber dennoch ist dieses Buch für mich absolut kein Pageturner.

Ich empfehle jeden vorher einmal Probe zu lesen, ob die Sprache ihn zu überzeugen vermag. Für die Sprache kann ich nur einen Stern vergeben, die Handlung bekommt von mir trotz Schwächen immerhin noch vier Sterne. Wegen der komplexen und faszinierenden Welt runde ich auf

3 Sterne
Profile Image for Roman-Tipps.
27 reviews1 follower
September 12, 2020
Nachdem der Fantasy-Roman „Das dunkle Wort“ von Sylvia Englert mich vor einigen Jahren dermaßen begeistern konnte, war für mich absolut klar, dass ich unbedingt noch mehr von der Autorin lesen muss. Dadurch kam ich auf „Nachtlilien“, welches unter ihrem Pseudonym „Siri Lindberg“ erschienen und der erste Band einer Fantasy-Trilogie ist. Der Klappentext konnte auf jeden Fall mein Interesse sofort wecken und die Hoffnung auf ein weiteres großartiges Werk von der Autorin schüren. Eine ganze Weile lang hatte es leider auf meinem SuB warten müssen, doch in diesem Sommer konnte ich es dann endlich lesen. Und ich kann ganz glücklich erwähnen, dass auch „Nachtlilien“ durch einen wirklich schönen Schreibstil und eine wundervolle Handlung und Charaktere, die tief bewegen, mein Herz mit Leichtigkeit erobern konnte.

Eine unsterbliche Liebe

und ein grausamer Fluch

„Der Tag, an dem Jerushas Leben zersplitterte, begann strahlend.“

(S. 9, „Nachtlilien“ von Siri Lindberg, Piper Verlag)


In „Nachtlilien“ ist die Bildhauerin Jerusha 21 Jahre alt, als ihre Familie ihr endlich von dem Fluch erzählt, der die Frauen dazu zwingt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. All ihre Zukunftspläne zerbrechen von einem Moment zum anderen. Und sie fasst den Entschluss, den geheimnisvollen Unbekannten zu finden, der den Fluch über ihre Familie gebracht hat, und ihn zu bitten, den Fluch wieder zu lösen. Gemeinsam mit ihrem Freund Grisho, einem Schattenwesen, begibt sie sich auf die Suche, die jedoch zu einer langen, gefahrvollen und hoffnungslosen Reise quer durch das gesamte Land wird, wobei sie auf magische Wesen trifft, bis über die Grenzen ihrer Kraft gefordert wird und allerhand heftige Probleme auf sie zukommen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem blinden Krieger Kièran, der ihr zur Seite steht und dem sie so wenig über sich erzählen kann, u. a. aus Angst und Verzweiflung, ihn wieder zu verlieren – denn manche Dinge sollten lieber unerwähnt bleiben. Zwischen beiden entsteht eine wirklich sehr herzergreifende und dramatische Liebesgeschichte, die auch einen wichtigen Bestandteil der Handlung darstellt und einfach wunderschön geschrieben ist. Jerushas Hoffnung, den Fluch doch noch zu besiegen und ein glückliches Leben führen zu können, wächst – doch dann geschieht etwas, das ihr Leben erneut droht zu zerstören.


Drachen, perfekter Weltenbau und dramatische Wendungen


„Dabei spürte er an der Art, wie sich das Pergament und der geprägte Ledereinband anfühlten, dass er ein prächtiges Werk hielt, handgedruckt und in mühsamer Arbeit illustriert. Was darin geschrieben stand, würde er wahrscheinlich nie erfahren. Wie Säure brannte die Enttäuschung in ihm.“

(S. 109, „Nachtlilien“ von Siri Lindberg, Piper Verlag)


„Nachtlilien“ spielt im Land Quenda, welches wiederum in verschiedene Gebiete geteilt ist, so z. B. Kalamanca, Yantosi, Larangva, die zusammengehören und an feindliche und relativ unbekannte Gebiete grenzen, wie z. B. Khorat und Thoram. Vorne im Buch befindet sich eine Karte, durch die man sehr gut nachvollziehen kann, wo sich die Charaktere gerade befinden. Der Weltenbau ist definitiv eindrucksvoll, groß und detailliert, denn die Länder haben ihre eigenen Kulturen, Sprachen, Gebräuche und Religionen. Es gibt viel zu entdecken, hier kann man einige Abenteuer erleben und auf so manche fantasievolle Wesen treffen. Darunter zählen ganz besonders Schattenspringer – Wesen, die nur in den Schatten existieren können. Und, was mich natürlich ganz besonders freut: Auch Drachen spielen nach einiger Zeit eine wichtige Rolle.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Jerusha und Kièran in der personalen Erzählweise. Beide Charaktere waren mir von Anfang an sympathisch. Sie haben einige dramatische Hintergründe und innere Konflikte, die sie überstehen müssen, sind mit viel Tragik, Verzweiflung und gleichermaßen Hoffnung ausgestattet, so geschickt, bewegend und tiefgründig dargestellt, dass ich bei jeder Etappe ihrer Reise mit ihnen gelitten, gelacht und gebangt habe. Jerusha, die für ihre Familie sorgt und ihr Dorf nie verlassen hat, aber all ihren Mut zusammennimmt und sich in eine für sie unbekannte Welt begibt, die sowohl voller Gefahren als auch Wunder sein kann, um einen Fluch von ihrer Familie zu lösen. Sie muss Niederlagen erleben, lässt sich nicht unterkriegen, doch auch sie hat irgendwann eine Grenze erreicht, an der man jemanden braucht, der einen wieder aufrichtet. Kièran, ein Offizier der Elitetruppe Terak Denar. Er ist sehr stolz, loyal, scheinbar unerschütterlich, doch im Grunde sehr verletzlich – und absolut gutmütig. Bei seiner letzten Schlacht ist er verletzt worden und erblindet, was nun sein gesamtes Leben ändert und Schwierigkeiten auf ihn zu kommen, mit denen er zurechtkommen muss. Das ist jedoch alles andere als leicht. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem ein Charakter blind ist, was meine Neugierde nochmal gesteigert hat. Kièrans Blindheit, seine Versuche damit zu leben und sich daran zu gewöhnen – das ist so echt, so erschreckend real und emotional beschrieben, dass ich absolut beeindruckt bin.



„Es wird dir die Seele in Fetzen reißen, wenn es nicht klappt mit euch, warnte ein Teil seines Ichs. Das riskiere ich, gab Kièran trotzig zurück.“

(S. 335, „Nachtlilien“ von Siri Lindberg, Piper Verlag)



Für mich ist diese Geschichte so spannend gewesen, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe und mir bei manchen Momenten vor Spannung die Luft wegblieb. Das liegt nicht nur an der Handlung, der schönen Atmosphäre oder an den Charakteren, sondern zu einem gewaltigen Teil auch an dem Schreibstil. Jedes Wort greift wie ein Zahnrad ins andere eines Uhrwerks und findet mit faszinierender Treffsicherheit ins Ziel, erfüllt sowohl Hoffnungen als auch Befürchtungen. Und am Ende wird einem das Herz zerrissen, um es später wieder Stück für Stück zusammenzusetzen. Definitiv nicht nur ein Highlight für mich, sondern auch ein Lieblingsbuch. ^^

Zwar hat „Nachtlilien“ eine abgeschlossene Handlung, doch zum Glück gibt es noch einen zweiten und dritten Band, die bereits auf meinem eReader warten. Ich freue mich schon darauf!

Fazit:

Wieder einmal hat die Autorin meine Erwartungen ganz ausgezeichnet übertreffen können. „Nachtlilien“ ist für mich zu einem Highlight und Lieblingsbuch geworden. Die Geschichte um Jerusha und Kièran konnte mich emotional so sehr treffen, dass ich, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, noch Tage später kein weiteres anfangen konnte. Und irgendwie gibt es nicht genug Worte, um zu beschreiben, wie sehr mich dieses Buch begeistern konnte!
Profile Image for Pia.
105 reviews22 followers
July 23, 2012
Grundinformationen

Autor? Siri Lindberg
Wann erschienen? 2010
Original? -
Reihe? -
Preis? 19,90€ (Hardcover)
Seitenanzahl? 590
ISBN? 978-3-492-70215-7
Verlag? Piper


Mit meinen eigenen Worten
Kurz nachdem Jerusha sich mit Dario verlobte, ruft ihre Großmutter sie zu einem Gespräch. Dort erfährt sie, dass ihre Familie verflucht ist... und dieser Fluch besagt, dass jede Frau des Clans KiTenaro ihren Mann verraten muss. Auch schon ihre Mutter, so wie ihre Großmutter, haben ihren Mann dadurch verloren.

Da Jerusha nicht das gleiche Schicksal mit Dario haben möchte, geht sie auf die Reise und sucht einen Weg um den Fluch zu lösen. Ob die Liebe zwischen Dario die lange Zeit, in der die junge Bildhauerin weg sein wird, überstehen wird? Vorallem stellt sich die Frage: Ist es überhaupt möglich, den Fluch zu lösen?

Das Urteil
Auch wenn ich nicht sagen kann, dass der Schreibstil von Siri Lindberg schlecht war, hat irgendetwas an ihm mir das Buch gründlich versaut. Ich habe einfach viel zu lange für eine Seite gebraucht, was aber auch an dem wirklich sehr kleinen Textbild liegt. Da ich eine Person bin, die nicht lange an einem Buch festhängt (da kann die Geschichte auch noch so gut sein) und deswegen hat mich Nachtlilien auch einige Nerven gekostet.

Die Geschichte fängt für mich schon mit einem Schwachpunkt an. Jerusha bekommt kurz nach ihrer Verlobung gesagt, dass über dem KiTenaro Clan ein Fluch liegt, der besagt, dass alle Frauen ihre Männer verraten müssen. So haben auch schon ihre Mutter und Großmutter ihre Männer verloren. Komisch war dann aber der Grund, wieso sie verflucht wurden.
Angeblich soll Jerushas Großmutter einen Gast in ihrer ehemaligen Gaststätte falsch behandelt hat. Er hat anscheinend ein paar unverschämte Sachen gesagt und daraufhin hat sie ihn herausgeschmissen. Dem Mann, den Jerusha später finden will, hat das garnicht gefallen und so legte er den Fluch über ihre Familie.

Auch wenn man den Typen, der sie verflucht hat, im Laufe des Buches kennenlernt - ich kann es kaum glauben, dass er nur wegen so einer kleinen Unannehmlichkeit eine ganze Familie in das Unglück stürzt. Natürlich ist der Mann kein netter Geselle. Aber trotzdem hatte ich den Eindruck, dass er so was nicht machen würde, wobei ich auch ernsthaft bezweifle, dass das überhaupt jemand machen würde.
Zudem muss ich auch sagen - wie kommt man denn, wenn man unfreundlich behandelt wird, dazu einen Fluch über das Liebesleben der Person zu legen? Ich hätte da eher daran gedacht, die Gaststätte zu verfluchen, dass bspw. keine Gäste mehr kommen.

Man muss insgesamt sagen, dass in dem Buch die Sachen erstaunlich schnell kommen. Mir kam vieles in gewisser Weise unüberlegt vor. Als hätte die Autorin bei diesen Sachen nicht lange genug nachgedacht, um einen plausiblen Grund dafür zu finden.

Sonst muss ich aber sagen, dass mir die Geschichte ganz gut gefallen hat. Auch wenn der Entschluss, den Fluch lösen "zu gehen" von Jerusha sehr plötzlich und meiner Meinung nach zu unüberlegt kam, hat es mir sehr viel Spaß gemacht sie bei der Suche nach der Lösung zu begleiten. Siri Lindberg hat es, trotz der Kritikpunkte, die ich zuerst genannt habe, auf jeden Fall geschafft, mich in die zauberhafte Welt Jerushas hineinzuversetzen.

Eine Sache ist mit dann aber leider noch negativ aufgefallen. Auf ihrem Weg wird Jerusha von einem Mann, der ihr eigentlich mit Geld und einem Auftrag für eine Büste retten will, vergewaltigt. Meinem Twittergespräch mit Lucina und Elena zu entnehmen, war ich nicht die Einzige die diese Szene ein bisschen fragwürdig fand. Auch später wird der Vergewaltigung ziemlich viel Beachtung geschenkt. Weiter bringt sie Jerusha in dem Wunsch, den Fluch zu lösen, jedoch nicht. Auch Jerushas langer Wunsch darüber nicht mit Kiéran zu reden hat mich reichlich stutzig gemacht.

Eine Sache, die Siri Lindberg noch toll in Szene gesetzt hat, waren die Charaktere. Ich konnte mich sehr gut in Jerusha hineinversetzen, jedenfalls bei den meisten Sachen. Jedes Mal wenn sie von ihrer Schwester Liri erzählt hat, hatte ich Tränen in den Augen... genauso ging es mir bei der tragischen Geschichte von Kiéran.

Mein Fazit
Siri Lindbergs Nachtlilien war für mich sehr durch den Schreibstil und vorallem das Textbild geprägt. Wäre das ein bisschen anders gewesen, hätte ich dem Buch sicherlich noch mehr Punkte geben können. Doch auch durch die anderen Schwachpunkte, wie zum Beispiel dem Fluch ansich, kann ich dem Buch keine hohe Wertung geben.
Profile Image for Zeilenträumerin.
33 reviews12 followers
May 26, 2015
Zuerst geht mein Dank an den Piper Verlag, für dieses tolle Rezensionsexemplar.

Inhalt:
Seit Generationen lastet auf der Familie der jungen Jerusha ein schrecklicher Fluch: Alle Frauen sind dazu verdammt, den Menschen zu verraten, den sie am meisten lieben. Jerusha droht das gleiche Schicksal, als sie Kiéran begegnet, einem Krieger, der nach einer schweren Schlacht erblindet ist. Jerusha verliebt sich in ihn, doch sie will ihn auf keinen Fall ins Unglück stürzen. Aber ist es richtig, der wahren Liebe für immer zu entsagen? Oder ist es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn sie sie mutigste und gefährlichste ihres Lebens sein wird? Siri Lindbergs Debüt >>Nachtlilien<< lässt einen nicht mehr los - romantisch, spannend und fesselnd wie ein gefährlicher Liebesbann.

Cover:
Sofort ist es mir ins Auge gefallen, vor allem die Augen, der Person, auf dem Cover und die wunderschönen Nachtlilien gefallen mir sehr gut. Es hat etwas mystisches und geheimnisvolles, was einen promt zum Lesen animiert.

Meine Meinung:
Zu aller erst möchte ich sagen das Siri Lindberg mit diesem Buch eine ganz eigene faszinierende Welt geschaffen hat. Eine Welt mit fremden Individuen, fremden Orten und Namen. Am Anfang ist es mir deswegen sehr schwer gefallen mich darauf einzulassen, deswegen ging es die ersten Seiten stockend voran. Von Zeit zu Zeit habe ich mich immer mehr mitreißen lassen, in eine wunderbare und bezaubernde Geschichte, sodass es mir immer schwerer fiel das Buch auf die Seite zu legen. Mich hat das Buch auch oft an das Mittelalter erinnert, was mir sehr gut gefiel.

Der Schreibstil von Siri Lindberg hat mich sehr begeistert. Er war sehr fliesend geschrieben und die Protagonisten waren sehr liebevoll beschrieben, sodass es mir leicht fiel mich in beide Personen hineinzuversetzen. Die Liebe die beide für einander entwickelten war sehr authentisch erzählt, da beide ihre Schwächen haben, die sie für mich noch liebenswürdiger machten. Aber auch die Mission die die junge Jerusha bewältigt gefiel mir sehr gut, so kam das abenteuerliche nicht zu kurz.
Die Schrift ist ungewöhnlich klein und ich musste mich am Anfang erst daran gewöhnen, aber die Kapitel waren sehr übersichtlich gestaltet, sodass ich die kleine Schrift nicht weiter störend fand.

Was mir noch gut gefallen hat war die kleine Landkarte am Anfang des Buches, man konnte sich die wichtigen Länder, Orte und Tempel gleich anschauen, sobald man sie gelesen hatte. Ich habe sie am Anfang öfters benutzt und finde sie sehr schön gestaltet.

Die Spannung war für mich ein ständiges auf und ab, bei manchen Kapiteln hat mir einfach das fesselnde gefehlt, das aber kurz darauf wieder mit einer extra Portion Spannung ausgeglichen wurde. Das Buch erfordert manchmal schon Disziplin um dran zu bleiben. Doch man wird nicht enttäuscht und man erlebt eine rasante, abenteuerliche Story mit einer schönen Liebesgeschichte.

Fazit:


Siri Lindberg ist es gelungen eine wundervolle Geschichte mit einer ganz eigenen faszinierenden Welt zu erschaffen. Mich hat es jedenfalls in den Bann gezogen und ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Deshalb vergebe ich:

4/5 Sterne
Profile Image for Lena.
199 reviews26 followers
July 29, 2014
Inhalt: Die 21-jährige Jerusha KiTenaro ist Bildhauerin. Seit einigen Monaten ist sie mit dem schönen Dario zusammen und schon bald wollen die beiden Hochzeit feiern. Doch eines Abends taucht plötzlich Jerushas Großmutter auf und berichtet ihrer Enkelin von einem Fluch. Jede Frau des KiTenaro Clans ist dazu verdammt, den Mann, den sie liebt, zu verraten. Und Jerusha weiß sofort, dass dies nicht erfunden sein kann. Sie hat miterlebt, wie ihr eigener Vater aufgrund des Verrates ihrer Mutter die Familie verlassen hat.

Jerusha ist verzweifelt. Unter gar keinen Umständen will sie Dario heiraten, wenn die Möglichkeit besteht, dass sie ihn eines Tages hintergehen könnte und somit für immer verliert. Und so begibt sich Jerusha auf eine lange Reise, auf der Suche nach dem Ursprung des Fluches. Sie reitet durch ferne Länder und trifft dabei auf den jungen Kiéran SaJintar. Kiéran ist ein Krieger des Fürsten AoWesta und völlig anders als Jerushas Verlobter. Schon bald muss sich Jerusha fragen, ob sie den Fluch für ihr Leben mit Dario brechen will oder ob nicht schon längst der kühne und liebevolle Kiéran ihr Herz erobert hat.

Meine Meinung: Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal begonnen das Buch zu lesen, habe es aber noch ca. 70 Seiten wieder zur Seite gelegt. Ich habe mich nicht in die Geschichte einfinden können, weil sie nur sehr gemächlich voranschritt. Hinzu kam, dass mich die außergewöhnlichen Namen der Figuren, die bis zu diesem Zeitpunkt aufgetaucht sind, sehr gestört haben. Und auch beim zweiten Lesen haben diese Namen wieder meine anfängliche Euphorie gebremst und sind der Grund für meinen Punktabzug. Natürlich ist es sinnvoll die Figuren mit besonderen Namen auszustatten, wenn es sich um eine erfundene Welt und eine Fanatsygeschichte handelt. Aber die Fülle an Namen und deren Ausgefallenheit hat mich förmlich erschlagen.

Im Gegensatz zu der Namensgebung der Charakter war ich allerdings vom Schreibstil der Autorin begeistert. Sehr bildlich und teils auch poetisch erzählt Siri Lindberg ihre Geschichte, die mich teilweise stark an ‘Der Herr der Ringe’ erinnert hat. Denn genauso gewählt drücken sich gewisse Menschen, denen Jerusha auf ihrem Weg begegnet, aus, genauso märchenhaft ist die Landschaft der Länder, die Jerusha auf ihrer Reise durchquert. Nicht zu vergessen die abenteuerliche Geschichte und die Mission, auf der sich die junge Protagonistin befindet.

Besonders liebevoll und detailliert hat Siri Lindberg ihre beiden Protagonisten Jerusha und Kiéran gestaltet. Sie haben ihre Ecken und Kanten und waren gerade deswegen für mich beinahe real. Auch deren Annäherung und die Entwicklung ihrer Beziehung sind nicht übertrieben kitschig, sondern romantisch und sehr authentisch erzählt.

Fazit: ‘Nachtlilien’ ist ein zauberhaftes Fantasybuch. Wunderbare Protagonisten, eine spannende, abenteuerliche und vor allem romantische Geschichte haben mich völlig begeistert.
Profile Image for Anna-Lisa.
825 reviews75 followers
March 7, 2011
Über Jerushas Familie liegt seit zwei Generationen ein Fluch: die Frauen der Familie sind dazu verdammt, dass sie die Männer, die sie lieben, verraten müssen.
Jerusha steht vor ihrer Hochzeit, als sie von dem Fluch erfährt. Sie will sich dem Fluch nicht beugen, sondern begibt sich auf eine lange, beschwerliche Reise, um herauszufinden, was es mit dem Fluch eigentlich auf sich hat. Sie erlebt viele Abenteuer und trifft auf ihrer Reise den erblindeten Krieger Kiéran. Jerusha muss sich entscheiden, was die Zukunft für sie bringen soll...

Meine Meinung: Siri Lindbergs Debüt-Roman "Nachtlilien" hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat eine eigenständige, fantastische Welt erschaffen, die sie mit ihrer wunderbaren, ruhigen Sprache herrlich beschreibt und in den Köpfen der Leser eine völlig neue Welt entstehen lässt.

Mir hat vor allem gut gefallen, dass es eine Mischung aus Fantasy, Abenteuer und zarter Liebesgeschichte war. Die sympathischen Helden haben mit sich selbst zu kämpfen, mit ihrem Schicksal und mit dem Schicksal ihrer Welt. Siri Lindberg schreibt die Geschichte in einem ruhigen, zarten Ton. Es folgt nicht ein blutiger Kampf dem nächsten, sondern die ganze Geschichte spielt sich in eher leisen Tönen ab.
Ab und an kamen mir andere Fantasygeschichten in den Sinn, während ich dieses Buch gelesen habe. Ich musste an "Herr der Ringe" von Tolkien und "Graceling" von Kristin Cashore denken. Die Autorin hat sich sehr viel Mühe damit gemacht, dass sie eine eigene Welt mit eigenen Wesen und Sprachen erschafft, ohne dass man das Gefühl hat, dass sie nur auf den typischen Fantasyzug aufspringt. Ihre Geschichte ist schön und mitreißend zugleich.

Jerusha und Kiéran sind zwei wunderbare Charaktere, die man einfach mögen muss. Aber es gibt auch viele weitere Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Die Entwicklung der Figuren zieht sich durch das ganze Buch und man spürt am Ende eine deutliche Reifung.

Wer anspruchsvolle Fantasy mit einer zarten Liebesgeschichte mag, der wird dieses Buch lieben. Ich möchte nicht zu viel zum Inhalt, den Figuren und ihren Beziehungen verraten, da ich denke, dass dieses Buch es wert ist, dass man es liest!

Ich gebe 5 Sterne, da es mir dieses Buch absolut wert ist!
Profile Image for Uta.
22 reviews3 followers
November 9, 2011
In Nachtlilien, Siri Lindberg introduces interesting new supernatural beings that I have not found in novels of other authors. Her characters are believable, the love story between Jerusha and Kieran develops slowly and the reader can understand why the persons behave as they do. Jerusha is fast and funny with words, she is no perfect hero, but a human being with courage and self respect.
Profile Image for Steffi.
90 reviews16 followers
November 19, 2011
Der Roman Nachtlilien hat mir sehr gut gefallen. Er ist gut und spannend geschrieben. Er führt eine Reihe von Fabelwesen ein die ansonsten nicht bekannt sind, bedieht sich aber auch Bekannter, wie z.B. Drachen.
Profile Image for Larissa.
93 reviews
May 10, 2014
abgebrochen, weil ich einfach nicht mehr konnte
Displaying 1 - 13 of 13 reviews

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