Dieses Buch haben die Eheleute Hohlbein im Jahre 1989 veröffentlicht und dies merkt man dem Roman an. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele jüngere Leser einige Elemente nicht verstehen werden. Ob das stört, lässt sich nur schwer sagen. Ich selbst habe zuerst das Prequel gehört, das zum Serienstart 2023 veröffentlicht wurde. Und seither wollte ich das „Hauptbuch“ irgendwann mal lesen und habe zu meiner bewährten Methode gegriffen, “Irgendwannbücher” zu hören.
Bei mir ist es so, dass ich nur hin und wieder zu Büchern von Wolfgang Hohlbein greife, so erfolgreich seine Bücher auch sein mögen. Er schafft es einfach nicht, seinen Figuren so viel Sympathie zu verpassen, dass ich irgendeine Art von Beziehung zu diesen aufbauen kann. Sie bleiben oft zu blass. Auch die Welten, die er schafft, werden nicht sonderlich detailliert ausgeschmückt und er konzentriert sich hauptsächlich darauf, was passiert und erzählt so seine Geschichte.
In dieser Welt mit dem Greifen und dem Turm bleibt zudem so manche Frage offen, auch wenn die Geschichte phasenweise spannend erzählt wird. Der Mechanismus und die alternative Welt an sich bleiben in meinen Augen zu offen. Viele Leser bemängeln das Ende dieses Romans und in der Tat endet er relativ plötzlich und lässt wie erwähnt die ein oder andere Frage offen.
Wenig gefallen hat mir der Sprecher Dietmar Wunder, der den Roman nicht eingesprochen, sondern eingeflüstert hat. Keine Ahnung warum, denn in den Passagen, in denen er normal erzählt, klingt seine Stimme angenehm und hörenswert.
Fazit
Es handelt sich um eine gute Fantasy-Geschichte, die leider mit einigen Mängeln aufwartet, die für mich wenig zufriedenstellend waren. Die Geschichte selbst bewerte ich irgendwo zwischen 3,5 bis 4 Wertungspunkten von 5, inklusive der weniger guten Leistung des Sprechers. Aber ich dachte mir, dass ich das Buch kennen sollte, bevor ich mich der Serie widme, auch wenn bei dieser eine zweite Staffel bisher nicht in Sicht ist.