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Hebräer von Hebräern
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August 8, 2026
Eine erfrischende Lektüre. Tiwald wählt sowohl einen historisch-kritischen als auch einen phänomenologischen Zugang zu Paulus. Dies bewahrt davor, übereilte oder endgültige und verbindliche Aussagen über das Frühjudentum wie auch über Paulus zu treffen. Sehr hilfreich fand ich seine Weigerung, ein „normatives Judentum“ festzulegen, und sein Bestreben, das Frühjudentum als vielschichtig anzuerkennen. Dadurch wird Paulus dem Judentum nicht gegenübergestellt – im Sinne einer „Konversion“ –, sondern als Jude verstanden, der bereits existierende Auslegungen und Gedankengänge aufgreift und weitergeführt hat. Dies versucht Tiwald meines Erachtens überzeugend sowohl in theologischer als auch in formaler Hinsicht zu untersuchen.
Beim inhaltlichen Schwerpunkt untersucht er das Verständnis von Gesetz und Rechtfertigung bei Paulus im Vergleich mit ausgewählten frühjüdischen Texten. Während das frühjüdische Umfeld eher einen „bildhaft-performativen“ Zugang zum Gesetz hatte, pflegte Paulus eher einen „soteriologischen“ Zugang. Dennoch behält die Torah für Paulus weiterhin sowohl eine ethische Forderung als auch eine pädagogische Funktion. Im letzten Teil untersucht Tiwald schließlich anhand der Begriffe „eschatologische Bibellektüre“, „ultraliteralistische Exegese“ und „allegorisch-typologische Bibelinterpretation“ die Kontinuität zwischen der frühjüdischen Auslegung und Paulus.
Beim inhaltlichen Schwerpunkt untersucht er das Verständnis von Gesetz und Rechtfertigung bei Paulus im Vergleich mit ausgewählten frühjüdischen Texten. Während das frühjüdische Umfeld eher einen „bildhaft-performativen“ Zugang zum Gesetz hatte, pflegte Paulus eher einen „soteriologischen“ Zugang. Dennoch behält die Torah für Paulus weiterhin sowohl eine ethische Forderung als auch eine pädagogische Funktion. Im letzten Teil untersucht Tiwald schließlich anhand der Begriffe „eschatologische Bibellektüre“, „ultraliteralistische Exegese“ und „allegorisch-typologische Bibelinterpretation“ die Kontinuität zwischen der frühjüdischen Auslegung und Paulus.
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