Hermann Mildt war Polizeibeamter, bis man ihn frühpensionierte, weil er seine tote Frau im Garten fotografierte. Eher unfreiwillig nimmt er Jana Potulski bei sich auf, sie ist Polin ohne Papiere und sucht eine Übernachtungsmöglichkeit. Warum er sich auf sie einlässt, kann er nicht sagen. Er darf ihre Brüste berühren, abends im Bad. Nach drei Tagen läuft sie ihm weg. Erst sucht er sie, dann wartet er, und schließlich findet er sie auf der Straße wieder. Und Jana Potulski kehrt mit ihm in die Wohnung zurück. Doch dann geht alles drunter und drüber. – Meisterhaft im Ton und voll untergründiger Spannung schildert Mahlke die Geschichte einer ungewollten Annäherung, einer Entwahrlosung – ein Roman ganz auf der Höhe unserer Zeit.
Inger-Maria Mahlke ist eine deutsche Schriftstellerin. Mahlke wuchs in Lübeck auf. Ihre Schulferien verbrachte sie regelmäßig bei Verwandten auf Teneriffa. Sie studierte Rechtswissenschaft an der FU Berlin, wo sie am Lehrstuhl für Kriminologie arbeitete. 2018 wurde ihr Roman Archipel mit dem Deutschen Buchpreis-Hauptpreis als Roman des Jahres ausgezeichnet.
ein rentner begegnet zufällig einer mit50er-polin und sie hängt sich an ihn. zieht praktisch beim ihm ein und kocht und putzt für, da sie irgendwo unterkommen muss, weil ihre papiere gestohlen wurden und sie auf ihren pass wartet, den ihre schwester ihr schickt. der mann entwickelt einen ziemlichen verfolgunswahn. irgendwie brauchen sich die beiden figuren gegenseitig und dennoch mögen sie sich überhaupt nicht und betreiben regelrecht psychoterror gegeneinander. eine leicht verstörende geschichte. interessant erzählt, die autorin schreibt nicht immer in ganzen sätzen und es klingt leicht mündlich. man merkt deutlich, dass die sprache ein kunstgriff ist und denn figuren und der geschichte mehr tiefgang und stimmung gibt.
Ich fand die ganze Geschichte eher abstoßend und keine Sympathie für die Akteure, selten hat mir ein Buch so gar nicht gefallen , da es für mein Lesekreis war ... habe ich es ausgelesen