Im Großtirdischen Reich gilt jeder Drache als böse, solange ihm nicht ein Drachenritter die Flügel abhackt und ihn so zu einem zahmen und stummen Haustier macht. Nur dem Außenseiter Ben ist es gelungen, mit den fremden Geschöpfen zu sprechen und ihre wahre Natur zu Er besitzt die seltene Gabe der Drachenflüsterer! Durch Berührung kann er Drachen heilen und ihnen die verlorenen Flügel und damit auch die Sprache zurückgeben. Genau aus diesem Grund sind Ben und seine beiden Freunde Yanko und Nica zu Beginn der Fortsetzung von Der Drachenflüsterer allerdings auch Ausgestoß Sie mussten aus der Heimatstadt Trollfurt fliehen und werden nun vom grausamen Orden der Drachenritter verfolgt. Die drei Geächten leisten daraufhin einen Zwar können Sie nicht alle Drachen retten, doch wenigstens den Drachen des grausamen Norkhams wollen sie befreien. Eine abenteuerliche Reise durch das Großtirdische Reich beginnt. Nach dem hinreißenden ersten Band entlässt Boris Koch seine jungen Helden in ein Szenario, dass so erschreckend wie berauschend Die drei Freunde sind ganz auf sich gestellt, vom Tod bedroht und selbst von den eigenen Eltern im Stich gelassen. Sie haben nur sich selbst und die Freundschaft, die sie verbindet. Dabei sind Yanko und Nica inzwischen ein Liebespaar, während Ben und Nica immer noch Gefühle füreinander hegen, die den Bund in Gefahr bringen. Doch bei aller Furcht und allem Kummer sind die drei auch Drachenreiter, leben verbunden mit freien, mächtigen Geschöpfen, auf denen sie durch die Lüfte reisen und sich immer wieder über ihre hasserfüllten Verfolger erheben können. Boris Koch schickt seine Helden nicht aus, die gesamte Welt zu retten. Freundschaft, Liebe, Eifersucht, Einsamkeit, Auflehnung - all das verwebt er in eine Geschichte, die bei allen magischen Zutaten darum aber umso realistischer wirkt. Ben ist ein Junge, denn man zu kennen glaubt, der sich so echt anfühlt, dass man sich nach dem Absetzen des Buches mühsam erinnern muss, dass es in der normalen Welt eigentlich keine Drachen gibt. Eine wunderbare Forsetzung des ersten Bandes, auf das sich ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsenen gleichermaßenen freuen können. --Evelin Jansen
Koch wuchs auf dem Land südlich von Augsburg auf und absolvierte seinen Zivildienst in einer Kinderpsychiatrie. Nach einem abgebrochenen Studium der Alten Geschichte und neueren deutschen Literatur in München lebt er jetzt als freier Autor in Berlin. Seit 1993 veröffentlicht er phantastische und groteske Erzählungen in diversen Anthologien und Magazinen. Zudem ist er der Inhaber des auf Phantastik spezialisierten Verlages Medusenblut, der sich einen Ruf als Entdeckerverlag erarbeitet hat. Er ist Mitinitiator der einmal monatlich in Berlin stattfindenden Lesereihe Das StirnhirnhinterZimmer und verantwortlicher Redakteur des Magazins Mephisto für die Bereiche Literatur, Comic und Film und arbeitet als Comictexter und Drehbuchautor.
Oft wenn die Geschichte versprach spannend zu werden, ist Boris Koch der Spannung einfach ausgewichen. So als dürfte es gar nicht spannend werden. Er hat Ben selbst die Worte in den Mund gelegt: "Es lief alles überraschend einfach" Das ist einfach nie eine gute Idee. Ich finde, wenn man als Autor schon den Satz "Es lief überraschend einfach" schreibt, sollte man darüber nachdenken, die Geschichte in eine andere Richtung laufen zu lassen.
Und was bitte schön sollte das mit der Frau im Wald, die von den Rittern abgewiesen wurde?! Das ergab für mich überhaupt keinen Sinn. Das hätte besser gelöst werden sollen.
Hier hört es für mich dann auch schon wieder auf ... ich habe das Buch damals eigentlich nur wegen der Drachen gekauft und keine Ahnung mehr, wie meine Meinung zu der Zeit dazu war, aber jetzt ist es ne eher schlechte Meinung. Nica ist ein unausstehlicher Charakter. Und alle anderen haben auch nicht viel an sich, um als gute Figur bezeichnet zu werden. Die emotionale Tiefe ist gleich null und ich habe mehr die Augen verdreht als alles andere. Die Dramaturgie ist leider nicht sonderlich ausgereift. Vielleicht ist das Buch für pubertierende Menschen ja nachvollziehbar, aber für mich eindeutig nicht mehr 😅 Mein einziger Liebling ist Aiphyron und vielleicht auch noch Juri. Die beiden sind lustig und heben die Stimmung des Buchs.
Leider ist auch das Ende ziemlich lahm und lädt mich persönlich nicht dazu ein, die Reihe fortzuführen. Schade.