Interessantes Setting und Charaktere. Alle sind recht individuell. Optisch sieht man dem Manga sein Alter an und die Charaktere haben recht lange und dünne Beine, aber der Stil ist auch sehr markant und kantig. Ich hab's eigentlich nicht mehr so mit Schulstories, aber hier scheint es mehr um das drumherum zu gehen und auch um Kunst, was ich immer ganz packend finde. Natürlich auch um die erste Liebe in gewissermaßen, denn typische Szenen kommen auch hier und da vor. Ob es noch sehr tiefgründig wird, das wird sich zeigen. Bisher deutet es sich schon etwas an. Die Charaktere selbst wirken noch etwas fremd, wobei man vor allem von Noas Temperament schon einige Kostproben erhalten hat, haha.
Manche kennen Yuka Shibano schon von ihrer Serie „Runway Love“. Jene werden auch den Zeichenstil der Mangaka sofort wiedererkennen; gerade Noas Haare und ihre Frisuren verdienen großes Lob. Der Zeichenstil, wie auch die Geschichte sind typisch Shojo. Fans dieses Genre werden ihre helle Freude an der Mangareihe haben. Vor allem an der süßen, naiven Noa.
Mittelschülerin und Zeichentalent Noa wächst bei einem älteren Ehepaar auf. Diese vermieten Apartments ihres Heims „Wald Eden“ an Schüler und Studenten. Wo ihre Eltern sind oder was der Grund ist, warum sie nicht bei ihnen ist, weiß Noa nicht, da ihre Erinnerungen nicht so weit zurück reichen. Nach der Mittelschule wechselt Noa gemeinsam mit ihren beiden besten Freuden Kenji und Naohisa an die Elite-Highschool St. Linière. Gleich am ersten Tag fällt sie dort auf und blamiert sich und ihre Freunde. Bei einer Schülerversammlung bittet sie vor den Augen aller den arroganten Rei Aso, Vorsitzenden des Schülerrats und Sohn des Direktors, ihn zeichnen zu dürfen. Das Desaster ist vorprogrammiert. Und verdichtet sich, als auch noch „Wald Eden“ niederbrennt. Wirkt Aso zuerst nur wie ein arroganter Schnösel lernt man ihn etwas besser kennen, als er beginnt Noa Modell zu stehen und ist, wie Noa, verwirrt, als man seine positiven Seiten zu entdecken beginnt. Denn er ist es, der „Wald Eden“ rettet, in dem er es kurzerhand kauft, als die Familie nicht genug Geld nach dem Feuerschaden aufbringen kann.
Sehr positiv an den Mangas ist die Charakterentwicklung, die Noa im Laufe der Bände durchlaufen wird, wie auch das bessere Kennenlernen Asos durch den Leser. Noa ist eine kleine Heulsuse, die sich aber mit unglaublicher Energie und Ausdauer auf alles stürzt, das sie sich vorgenommen hat. Zudem spricht sie öfters mal bevor sie darüber nachdenkt, woraus sich ein paar lustige Momente ergeben. Ob Aso mit ihr spielt, sie tatsächlich beginnt mehr zu mögen oder hinter allem eine größere, noch unbekannte Absicht steckt, erfährt man erst in den Folgebänden. Spannend ist die Entwicklung zwischen Noa und ihrem Sandkastenfreund Naohisa, der einerseits offensichtlich mehr für sie empfinden, ihr andererseits aber nur das Beste wünscht und sie beschützen möchte, vor allem vor einem arroganten Möchtegern, wie Aso einer zu sein scheint. Noa und Nao (ja, die beiden Namen sind etwas verwirrend) krachen daher auch immer wieder mal zusammen oder enttäuschen einander.
Gegen Ende des ersten Bandes werden zwei weitere Figuren verstärkt eingeführt, die in den beiden Folgebänden noch für einige Furore sorgen werden. Komori, Cousine von Aso, hübsch, still, mit dem Traum Mangaka zu werden. Und der Zeichenlehrer Noas, der Details zu ihrer Kindheit und Vergangenheit zu kennen scheint.