Der Ostseeurlaub von Alva Dohrmann findet ein jähes Ende, als sie im Garten ihres Ferienhauses eine Leiche entdeckt. Der Schädel des Mannes wurde eingeschlagen, das Gesicht des Toten wurde post mortem mit Schlamm bedeckt. Es handelt sich um den umstrittenen Bürgermeister des Ortes, der aus verschiedensten Gründen zahlreiche Feinde hatte. Pia Korittki ermittelt gemeinsam mit der örtlichen Polizei. Der Fall nimmt eine überraschende Wendung, als Alva Dohrmann spurlos aus dem Dorfgasthof verschwindet, in dem sie vorübergehend untergebracht wurde. Und dann wird eine weitere Leiche in den Dünen gefunden...
Leichenfunde können die Urlaubsstimmung verderben. Vor allem, wenn man ohnehin einen Haufen persönlicher Probleme mit sich herumschleppt, so wie Alva Dohrmann, deren Urlaub auf einem Dorf an der Ostsee in Eva Almstädts Roman "Ostseenebel" ein jähes Ende nimmt. Statt dessen sieht sie sich der Lübecker Kommissarin Pia Korittki im nunmehr 18. Fall der Serie dieser Ostsee-Krimis gegenüber. Und da die Lübecker Kollegen noch in einen anderen größeren Fall eingebunden sind, muss sie mit der örtlichen Polizei ermitteln. Insbesondere der örtliche Revierleiter Holger Jansen ist anfangs wenig erfreut, die Großstadtpolizisten vor die Nase gesetzt bekommen.
Bei dem Toten handelt es sich um den Dorfbürgermeister, zu Lebzeiten ein echter Unsympath - so viel erfahren die Ermittler schnell. Andere Geheimnisse des Dorfes werden wesentlich länger verschwiegen. Zudem verschwindet Alva Dohrmann, die sich als Zeugin eigentlich weiter zur Verfügung halten sollte, eine weitere Leiche wird gefunden und es wird schnell klar, dass nicht alle mit offenen Karten spielen. So legt die Autorin eine Reihe falscher Spuren, die aber zu Nebenhandlungen führen, die am Ende nicht allesamt aufgelöst werden.
Wie bereits in den vorangegangenen Büchern wird dem Privatleben der Kommissarin viel Raum gegeben, wobei der alleinerziehenden Mutter bei den Ermittlungen fernab von Lübeck wenig Zeit für den siebenjährigen Sohn bleibt wie auch für ein klärendes Gespräch mit ihrer on-off-Beziehung Marten vom Kieler Landeskriminalamt.
Die Auflösung des Plots im letzten Teil des Buches kommt dann fast überstürzt und mit einem Alleingang Korritkis, der zwar für zusätzliche Dramatik sorgt, in der realen Polizeiarbeit aber ein absolutes no go wäre. Ich empfinde das immer als etwas störend, vor allem, da Almstädt ansonsten durchaus die Polizisten so ermitteln lässt, wie das eben in einer Behörde der Fall ist.
Ein bißchen habe ich den Eindruck, dass der Autorin im nunmehr 18. Band ein wenig die Luft und vielleicht auch die Lust ausgeht, zumal sie eine zweite Buchreihe begonnen hat und dort im Herbst ein weiterer Titel fällig ist. Ist "Ostseenebel" womöglich vor allem den Fans von Pia Korrittki geschuldet? Ich habe jedenfalls schon bessere Bücher der Reihe gelesen.
Als in dem beschaulichen Örtchen Stüvensee an der Ostsee eine Leiche entdeckt wird, ist erstmal niemand so richtig traurig um den Toten. Der Bürgermeister war nicht bei allen beliebt, sodass sein Tod zwar überraschend kommt, aber auch überraschend leicht weggesteckt wird. Doch warum musste der Bürgermeister sterben? Und wie kann es sein, dass die Leiche von einem Feriengast gefunden wird, der dann spurlos verschwindet?
Der achtzehnte Fall für Pia Korittki hat es wirklich in sich. Nachdem sie und Broders als Unterstützung für die ortsansässigen Kollegn:innen gerufen wurden, muss Pia sich erst einmal ein Bild von der aktuellen Lage machen. Die Ermittlungen gehen Hand in Hand mit den neuen Kolleg:innen auf Zeit, führen jedoch nur ganz langsam zum Ziel. Aber so kennt man es von Pia: Sie schaut sich alles ganz genau an und findet dann die Nadel im Heuhaufen, diese eine Ungereimtheit, die dann schließlich zur Lösung des Falles führt. Und ich sag's euch: Damit habe ich nun absolut nicht gerechnet!
In Pias Privatleben tut sich auch ganz viel, aber damag ich nichts vorweg nehmen, damit sich jede:r eine eigene Meinung dazu bilden kann.
Eva Almstädt versteht es, hier und da geschickt eine kleine Finte einzubauen und den/die Leser:in damit auf die falsche Fährte zu locken. Ihr Schreibstil lässt keine Wünschen offen! Ich konnte der Handlung ohne Probleme folgen und auch die verschiedenen Personen konnte ich nach kurzer Zeit problemlos den Nebenhandlungssträngen zuordnen. Der Spannungsbogen ist wirklich grandios und mir war keine Sekunde lang langweilig - das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich nonstop am mit-ermitteln war.
Der Krimi ist äußerst spannend und lässt mein Krimi-Herz höher schlagen. Ich bin schon lange Fan von der Pia-Korritki-Reihe und habe jeden einzelnen Roman verschlugen - so auch diesen hier! Es besteht ganz eindeutig die Gefahr, den Roman in einem Rutsch durchzulesen - nur die Einteilung in Abschnitte während der Leserunde haben mich davon abgehalten.
Ich kann diesen Kriminalroman wärmstens empfehlen und wünsche allen Leser:innen ebenfalls ein wundervolles Krimi-Erlebnis! Und wer ganz besonders aufmerksam liest, kommt vielleicht sogar noch vor Pia darauf, wer der oder die Täter:in ist. Also: Augen auf!
Die Krimi-Reihe um Pia Korittki spielt an der Schleswig Holsteinischen Küste und begleitet mich schon einige Jahre. Meist liest Anne Moll, eine gute Wahl. Auch der 18. Krimi der Reihe ist spannend geschrieben, bietet Nebenstränge, ein Potpourri an unterschiedlichen Menschen und Schicksalen, so manche Verwirrung und gegen Ende eine Wendung, die vielleicht nicht jeder gleich vorhersehen kann.
Anne Moll liest gut, hat sich hier allerdings auch ein paar Mal in der Nuancierung der Stimme vertan, so dass sich beim Kopfkino automatisch das falsche Gesicht zur Stimme einstellt und korrigiert werden muss, was speziell mich aus der Situation wirft, so dass ich nicht immer über die Schulter geschaut, sondern aus größerer Distanz zugesehen habe.
Alles in allem hat mir das Hörbuch aber gut gefallen. 77/100 bzw. 08/10 Punkte.
Nr. 18 und immer noch gut Der Bürgermeister ist tot. Die Dorfgemeinschaft trauert nicht wirklich. Pia Korritki ermittelt auf dem Dorf, was nicht immer einfach ist, da die Informationen nur spärlich fließen. Als dann auch noch eine Zeugin verschwindet und eine weitere Leiche auftaucht, ist das ganze Können der Ermittler gefragt. Als Leser kann man die Ermittlungen gut verfolgen und es bleibt Raum für eigene Spekulationen. Der Schreibstil ist wie immer mitreißend. Die Protagonisten sind nach 18 Bänden bekannt und auch die neu eingeführten sind gut dargestellt. Das Privatleben von Pia entwickelt sich weiter, bleibt aber immer soweit im Hintergrund, dass es die Handlung nicht überlagert. Fazit: Auch Fall Nr. 18 ist spannend und lesenswert
Wieder ein spannender Fall mit Pia Korritki, bei dem auch die privaten Entwicklungen nicht zu kurz kommen. Hier hat es besonders viel Spass gemacht mitzurätseln und sich langsam der Lösung des Falls anzunähern. Wie immer kamen auch Lokalkolorit nicht zu kurz, was immer besonders ist, wenn man die entsprechende Ecke ganz gut kennt.
,,Du liest Krimis?", Pia warf unwillkürlich einen Blick nach links [...]"Früher habe ich mehr Krimis gelesen", bekannte Broders. ,,So bin ich, glaube ich, auf diesen verflixten Beruf gekommen."
Dieser verflixte Beruf führt Pia Korittki mit einem Teil ihres Teams in den Ferienort Stüvensee an der Ostsee. Hier hat eine Urlauberin schon nach der ersten Nacht in der Ferienunterkunft einen Toten im Garten gefunden. Dabei handelt es sich um niemand Geringeren, als den Bürgermeister des Ortes. Während Pia zusammen mit den Polizisten vor Ort die Ermittlungen aufnimmt, verschwindet die Urlauberin. Die sah zu allem Überfluss ihrer Vermieterin ziemlich ähnlich. Ob das etwas mit dem Bürgermeister Mord zu tun haben könnte? Und was hat es mit dem zerstrittenen Ärztepaar auf sich, das ganz in der Nähe wohnt? Oder spielt etwa die verschüchterte Arzthelferin und Nicht des Toten ein falsches Spiel? Stellt sich die Lage bei Licht besehen doch ganz anders dar und Drogengeschäfte sind der eigentliche Grund für das Verbrechen? Pia tappt in ihrem 18. Fall lange Zeit im Dunkeln und beginnt darüber, an sich selbst und ihrem kriminalistischen Gespür zu zeichnen.
Wer das ein oder andere Buch von Eva Almstädt kennt, weiß in etwa, was ihn in diesem Krimi geboten wird: Einen solide erzählten Krimi, der zum Miträtseln einlädt. Broders, Rist und Co., das sympathische Ermittlerteam des Lübecker K1s mit alle seinen liebgewinnen Macken und eine sympathische Ermittlerin. Natürlich gibt es nebenher auch wieder ein paar Entwicklungen in Pias Privatleben, die hier aber stellenweise wie Lückenfüller wirken. Die Kriminalgeschichte wird - wie immer - recht konventionell erzählt: Nach langen Ermittlungen und vielen Ansätzen wird es am Ende kurz vor der Auflösung nochmal spannend. Allerdings ist das große Finale dieses Mal weniger interessant ausgefallen, als man es von älteren Bänden gewohnt ist.
Das mag auch daran liegen, dass ich mich mit der gesamten Auflösung nicht wirklich anfreunden kann. Viele Figuren sind etwas holzschnittartig gezeichnet und gerade zum Ende hin zeigt sich, dass sie nur dazu da waren, die eigentliche Auflösung zu verschleiern. Die kam dann auch aus heiterem Himmel, dabei waren so viele andere gute Auflösungen möglich gewesen. Dass all die falschen Fährten vielleicht gar nicht so wichtig sind, schien immer wieder durch die Handlung durch. In gefühlt jedem dritten Kapitel wurde der Leser darauf hingewiesen, dass bei Mordermittlungen auch ganz viel Anderes ans Licht käme.
Gut unterhalten gefühlt habe ich mich dennoch. Eben ein solider Krimi, dem aber das gewisse Etwas fehlt.