Ein Ritt durch die düstere Berliner Schattenwelt Saad und seine kleine Tochter Leila leben unterm Radar in Berlin. Saad verdient sein Geld als Wächter in einem Charlottenburger Parkhaus, aus gutem Grund in der Nachtschicht. In diesem Parkhaus steht auch der Luxusschlitten des Staatssekretärs Brasch, der mit dem Waffenhändler Müller und undurchsichtigen Saudis fiese Geschäfte macht. Als Brasch betrunken und zugekokst einen Verkehrsunfall baut und man zu seiner Überraschung eine Leiche in seinem Kofferraum findet, ist das ein Fall für die junge Kriminalkommissarin Nihal Khigarian. Die hatte Saad schon ein paar Tage vorher zufällig kennengelernt, als sie ihm und Leila bei einer Schlägerei mit wüsten Pöblern geholfen hat. Leila ist sofort zu Nihal hingezogen, und auch Nihal und Saad ahnen, dass da mehr sein wird als eine flüchtige Bekanntschaft. Dabei muss Saad doch unbedingt unsichtbar bleiben, denn er weiß, dass gnadenlose Typen aus seinem früheren Leben hinter ihm her sind. Und tatsächlich haben es die beiden bald mit Killern zu tun, mit Waffendealern, aufgebrachten Saudis, Drogenmafiosi, ein paar Toten ‒ und noch ein paar mehr … und einem epischen Showdown in der Hasch-Plantage auf dem Dach des Parkhauses, an dessen Ende es heiß »Macht ihr so was öfter?«
Saad und seine kleine Tochter Leila leben illegal in Berlin. Als Nachtwächter in einem Parkhaus bleibt er auch weitgehend unter dem Radar. Doch ein korrupter Staatssekretär, der in illegale Waffengeschäfte verwickelt ist, holt sein Auto aus dem Parkhaus und baut zugekokst einen Verkehrsunfall. Zur allgemeinen Überraschung findet die Polizei eine Leiche in seinem Kofferraum. Die junge Kriminalkommissarin Nihal Khigarian ermittelt und auch Saad gerät ins Visier, denn er hat durchaus etwas zu verbergen.
Ein rasanter Berlin-Thriller, der mir gut gefallen hat. Eine frische Story, eine kurze erzählte Zeit, Perspektivwechsel, lässige Sprache - und ein Tarantino-reifes Finale. Lediglich bei einigen Figuren wird zu sehr in die Klischeekiste gegriffen. Ansonsten aber sehr empfehlenswert.
Das geschickt gewählte gechlechtsneutrale geschlossene Pseudonym Kim Koplin lässt mich zumindest zunächst darüber sinnieren, wer es geschrieben haben könnte und ich bin der Überzeugung, dass es ein Mann gewesen ist. Da kann ich mich aber auch irren. Ist es wichtig für die Rezension zu dem Roman? Ich denke ja. Was vor allem auffällt ist der schnörkellose Schreibstil, wenig ausufernde Sätze und vieles wird der Vorstellungskraft des Lesers überlassen. Das ist auf der einen Seite gut, weil es die Geschichte rasant ablaufen lässt, auf der anderen Seite bilden sich große Lücken, was insbesondere einige der Figuren angeht. So treffen wir hier auf viele Abziehbilder, die von anderen Büchern, Fernsehserien und Kinofilmen so bekannt wie ausgelutscht sind. Die taffe kleine Kommissarin mit Impulskontrollproblemen. Der freundliche Migrant, Familienvater, alleinerziehend, ansehnlich, eindeutig Omar Sy, wenn ich nach einer Beschreibung gefragt würde. Als Gegner, der schmierige frauenfeindliche Politiker, der geldgeile Waffenfabrikant und sein Escortgirl. Die Bösen sind so überaus Böse, dass es schwer erträglich wird.
Die Handlung sprintet an mir als Leser vorbei, das Buch war schnell gelesen, was ein wenig für die Qualität des Textes an sich spricht, wenn der Stil sich auch irgendwann abgenutzt hat.
Was dann jedoch am Ende geschah, hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Passen die Entscheidungen der Polizistin mit dem überein, was ich in den Seiten davor von ihr erfahren habe? Nein. Passt dieses weichgespülte Happy End zu dem Rest des Romanes? Zweimal nein. Natürlich kann man die Geschichte so enden lassen, Platz für eine Fortsetzung bietet sich. Aber ich denke, der Autor hat sich vor einem konsequent negativen Ende gescheut. Warum auch immer. Ohne dieses Ende wäre es für mich ein guter Thriller geworden. So nur ein einigermaßen guter Roman.
Gelungenes Debut: Turbulenz der gesamten menschlichen Emotions-Palette
Mein Lieblingsbuch Frühjahr 2023!
"Die Guten und die Toten" ist das Thriller-Debut von der Autorin Kim Koplin. Die Schriftstellerin schreibt unter einem Pseudonym. Sie lebt & arbeitet in Frankreich, Deutschland und Italien.
Zum Inhalt: Die aus Aserbaidschan stammende Kripo-Anwärterin Nihal, trifft, auf einer ihrer Joggingstrecken auf Saad & seine kleine Tochter Leila. Das ungewöhnliche Verhalten der beiden überrascht sie, aber im Laufe des Tages tritt für sie die Begegnung in den Hintergrund. Ein Mord, den Nihal heute untersuchen soll, bereitet immer mehr Schnittpunkte zwischen ihr und Saad. Die Ermittlungen verursachen Nihal Kopfschmerzen und lässt sie in Lebensgefahr geraten.
Das Cover ist auf den ersten Blick: Genre-typisch Dunkler Hintergrund, optische Vogelperspektive auf eine Frau, die auf einen auf sie zukommenden Mann, wartet. Die Schweinwerfern seines Wagens beleuchten die Nachtszene.
Der Titel sagt Alles und dennoch Nichts über den Inhalt aus. Das hat mich bewogen den Klappentext und die Leseprobe zu lesen.
Mein persönlicher Leseeindruck (Ich durfte den Thriller vorab lesen und halte das Taschenbuchexemplar in meinen Händen)
Aufbau, Personen, Logik, Momentum, Finale: Die Basisstruktur ist nach Personen geordnet. Die Kapitel sind kurz und übersichtlich gestaltet. Der gesamte Verlauf wird logisch vorgetragen. Auch nach einer Lesepause fällt der Wiedereinstieg in das Geschehen, leicht.
Die Hauptprotagonistin Nihal wird uns gleich zu Beginn vorgestellt.
Die genutzte Erzählweise besteht aus dem Umgangsdeutschen mit Straßenslang, gewürzt, mit den ein oder anderen Schimpfworten.
Ich musste mich an diese Art des Sprachgebrauchs erst gewöhnen. Generell mag ich die sogenannte "Gossensprache" überhaupt nicht. So hatte ich und das wirklich nur am Anfang Probleme diese zu akzeptieren. Im weiteren Verlauf der Story trat das, jedoch den Hintergrund und ich war komplett von den Geschehen gefesselt.
Ich konnte mich der Story nicht mehr entziehen und verstand, dass gerade diese Schreibart, das Geschehen für mich als Lesende, noch plastischer und nachvollziehbarer machte.
Während der einzelnen Episoden wurden Spannungselemente und rasante Temposteigerungen immer wieder gezielt eingebaut. So endet jeder Abschnitt mit einem "Abschnitt-" Cliffhanger.
Das absolut spannend & lebendig vorgetragene Finale hat mich ohne Einschränkung begeistert. Die Szenen wurden so plastisch, lebendig und brutal erzählt, dass meine gesamten Emotionen durcheinanderwirbelten. Ich wollte mich stellenweise "ausschütten" vor Lachen und war gleichzeitig von den grausamen Beschreibungen fasziniert und abgestoßen.
Zusammenfassung: Der Roman enthält alle Fassetten um seine Leserschaft zu unterhalten, zu überraschen und die gesamte Vielfalt unserer Emotionspalette, durcheinander zu wirbeln.
Obwohl ich viele Bücher dieses Genre im Jahr lese, habe ich noch nie, so emotional auf ein Buch reagiert. Generell missfällt es mir, wenn Geschichten dieses Genre, ins Komödiantische oder eine Ulk-Atmosphäre abdriften. Jedoch: Der hier eingearbeitete situationsbedingte Humor und wurde geschickt & mit Bedacht eingestreut. So wurde das gesamte Erleben der Akteure mitsamt deren emotionalen "Explosionen", an den Leser weitergegeben.
Fazit: Ich vergebe uneingeschränkte exzellente 5*Lesesterne!!
Um in den vollkommenden Genuss dieses Thrillers zu kommen, empfehle ich, sich auf den umgangssprachlichen Erzählstil einzulassen.
(Fast hätte mich der Umgangssprachliche Erzählstil entmutigt! Aber gerade dieser lässt die Story so lebensnah und Emotions-geladen wirken!)
ISDN: 978-3-518-47312-2 Verlag: Suhrkamp Seitenzahl: 252 Deutsche Veröffentlichung: 17.04.2023 Formate: Paperback, Elektronisch und Hörbuch
Berlin – Staatssekretär Brasch gerät nach einer ausschweifenden Nacht mit jeder Menge Alkohol und Drogen in einen Verkehrsunfall. Ausgerechnet mit einem Polizeifahrzeug stößt er zusammen und als er nun kontrolliert wird, finden die Beamten eine Leiche in seinem Kofferraum. Diese muss ihm im Parkhaus in den Wagen gelegt worden sein. In diesem Parkhaus arbeitet Saad, der sich alle Mühe gibt, dass er und seine kleine Tochter Leila nicht entdeckt werden. Doch nun befürchtet er, aufgeflogen zu sein. Gleichzeitig beginnt die junge Kommissarin Nihal Khigarian mit den Ermittlungen. Zufällig haben Nihal und Saad sich bereits vorher kennengelernt. Doch was ist hier wirklich passiert und wie hängt alles zusammen? Das düstere Cover machte mich neugierig auf den Klappentext und dieser wiederum klang äußerst vielversprechen, so dass ich hier bei diesem Buch unbedingt zugreifen musste. Leider konnte mich die Geschichte selber dann gar nicht mehr überzeugen. Das lag hier vor allem an den mehr als ungewöhnlichen Schreibstil, an den ich mich einfach nicht gewöhnen konnte und der mir das Lesen sehr schwer machte. Direkte Rede findet man hier einfach gar nicht, wenn Charaktere miteinander kommunizieren, dann wird das Gesprochene mit einem Bindestrich eingeläutet. Insgesamt war das Geschriebene fast schon abgehackt und emotionslos. Dadurch wurde ich hier einfach nur unbeteiligter Beobachter, der von dem Gelesenen einfach nicht eingefangen werden konnte und irgendwie fühlte es sich an, als würde ich einen Bericht lesen, zwar in moderner Sprache, aber ohne Emotionen rüberzubringen. Durchaus mal ein etwas anderer Stil, für mich aber leider gar nichts. Dementsprechend schwer fiel es mir, hier an der Geschichte dran zu bleiben, denn wenn das Lesen schwer fällt, ist es auch kompliziert, den Spannungsbogen zu erhalten. Es passiert durchaus so einiges, doch auch hier gelang mir der Zugang nur schwer. Dabei spricht die Autorin durchaus eine ganze Reihe wirklich aktueller Themen an, seien es Drogen- und Waffenhandel, Korruption oder Migration. Wo könnte man das lebendiger darstellen als in Berlin und irgendwie hatte ich beim Lesen immer das Lied von Peter Fox im Kopf „Guten Morgen Berlin“. Die Erzählperspektive wechselt hier kapitelweise zwischen den einzelnen Charakteren, wovon Nihal und Saad aber durchaus im Vordergrund stehen. Saad lebt mit seiner vierjährigen Tochter Leila, die durchaus charmant ist, allein in einer kleinen Wohnung und versucht, soweit unauffällig zu bleiben, damit er in nächster Zeit eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland erhält, das entpuppt sich als gar nicht so leicht und schnell merkt man, Saad verbirgt eine düstere Vergangenheit. Nihal hingegen arbeitet als Kommissarin und ist mehr als ambitioniert. Die sportliche junge Frau trainiert für Olympia und würde am liebsten so schnell wie möglich die Karriereleiter erklimmen, doch ihr eher großes Aggressionspotential lässt sie immer wieder scheitern. Neben den Beiden gibt es noch weitere Charaktere, aber auch hier konnte ich keine richtigen Beziehungen zu einem von ihnen aufbauen. Gut, Leila mochte ich, denn sie ist einfach sehr pfiffig und charismatisch, aber ansonsten blieb ich auch bei den Charakteren eher unbeteiligter Beobachter. Mein Fazit: ein durchaus ungewöhnlicher Krimi, der es mir allerdings alles andere als leicht gemacht hat, denn der Schreibstil brachte mich immer wieder aus dem Lesefluss und es fiel mir schwer, mich auf Gelesenes zu konzentrieren. Trotz vieler interessanter und vor allem aktueller Themen konnte es mich leider nicht fesseln. Wer hier Interesse an der Geschichte hat, sollte einfach einmal in die Leseprobe hineinlesen und sich selbst ein Bild machen, denn wie immer gilt, alles ist reine Geschmackssache.
Endlich mal wieder ein Kriminalroman, der so völlig anders ist als der Mainstream! Schräg, originell, spannend, turbulent, Noir, eine Thrillerkomödie mit Herz und Berlinerschnauze, zwei Stränge, die zusammenführen. Saad arbeitet in der Nachtschicht in einem Charlottenburger Parkhaus, ein ruhiger Job, der auf die Kralle gezahlt wird. Ein syrischer Asylant, der schon bald eine Aufenthaltsgenehmigung in der Hand halten wird. Er lebt mit seiner Tochter Leila in Berlin, allerdings unter dem Radar. Denn Saad heißt gar nicht Saad. Er spricht auch kein Arabisch, sondern stammt aus Marseille, das er aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste. Doch die Angst sitzt im Nacken: Eines Tages finden sie dich, stehen vor deiner Tür! Und in dieser Nacht scheint es so weit zu sein … Zwei Profikiller tauchen im Parkhaus auf. Saad bleibt nichts anderes übrig: Er legt sie um.
Staatssekretär Brasch, der gerade ein Problem mit Waffenhändler Müller hat, der mit den Saudis Geschäfte macht, verlässt betrunken und zugekokst in seiner Nobelkarosse das Parkhaus, eine Nutte auf dem Beifahrersitz. Brasch ist für die Ausfuhrgenehmigung eines Containers zuständig, doch ihm geht es gegen den Strich, dass eine Journalistin verschwunden ist, die zum Waffenhandel recherchierte. Er ist fix und fertig. Plötzlich kracht es – er hatte einen Streifenwagen übersehen und zerlegt. Kriminalkommissarin Nihal Khigarian wird zu dem Verkehrsunfall gerufen, der sich als heikel entpuppt: Im Kofferraum des Staatssekretärs liegt eine Leiche – natürlich ohne Papiere. Die Fingerabdrücke geben zunächst kein Ergebnis – doch dann gibt es eine Verbindung nach Belgien, wo sie bei einem Anschlag auf einen Staatsanwalt sichergestellt wurden. Identität unbekannt. Die Spuren führen mit großer Wahrscheinlichkeit nach Saudi-Arabien zu Waffenhändlern.
Saad und Nihal hatten sich bereits kurz vorher kennengelernt – oberflächlich, aber es knistert bei beiden. Saad weiß, dass seine Häscher ihn nicht erwischen dürfen, er muss Leila schützen – wenn sie ihn finden, ist er tot. Diese Typen im Parkhaus, hatte man sie geschickt, um ihn zu erledigen? Oder waren sie gar nicht hinter ihm her? – Nihal träumt, bei der Olympiade als Boxerin dabei zu sein. Sie wohnt in einer kleinen Wohnung, in die sich ihr krimineller Bruder einquartiert hat. Er zahlt keine Miete, versifft die Bude, raucht, kifft, schleppt ständig neue Mädchen an, frisst den Kühlschrank leer. Sie ist genervt. Der Fall mit der Leiche im Kofferraum des Politikers ist heikel. Steckt Saad, der Parkhauswächter in der Sache drin? Seine Tochter und er schienen ihr ziemlich nett zu sein. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm …
Waffendealer, eiskalte Saudis, die vor Wut schäumen, korrupte Politiker, Drogendealer, ein Killerkommando, eine überforderte Berliner Polizei und eine Dope-Plantage auf dem Dach eines Parkhauses; ein Politthriller mit Tempo und viel Humor, mit absolut knalligen Dialogen, ein Buch, das schlicht Spaß macht. Ein authentischer Sound zu jedem Protagonisten, plastische Erzählweise, Slapstick, grandiose Charaktere aus der bunten Gesellschaft Berlins durcheinandergemischt, man fliegt nur so durch die Seiten, bzw. klebt am Hörbuch. Ein Noir-Thriller mit Liebessound und gleichzeitig eine Thrillerkomödie – das muss man erstmal zustandebringen. Wer auch immer hinter diesem Pseudonym steckt, bitte schreib einfach weiter in diesem Sound!
Kim Koplin lebt und arbeitet in Berlin, Frankreich und Italien und heißt nicht wirklich Kim Koplin, hat aber schon mehrere erfolgreiche Bücher geschrieben.
Klappentext Ein Ritt durch die düstere Berliner Schattenwelt Saad und seine kleine Tochter Leila leben unterm Radar in Berlin. Saad verdient sein Geld als Wächter in einem Charlottenburger Parkhaus, aus gutem Grund in der Nachtschicht. In diesem Parkhaus steht auch der Luxusschlitten des Staatssekretärs Brasch, der mit dem Waffenhändler Müller und undurchsichtigen Saudis fiese Geschäfte macht. Als Brasch betrunken und zugekokst einen Verkehrsunfall baut und man zu seiner Überraschung eine Leiche in seinem Kofferraum findet, ist das ein Fall für die junge Kriminalkommissarin Nihal Khigarian. Die hatte Saad schon ein paar Tage vorher zufällig kennengelernt, als sie ihm und Leila bei einer Schlägerei mit wüsten Pöblern geholfen hat. Leila ist sofort zu Nihal hingezogen, und auch Nihal und Saad ahnen, dass da mehr sein wird als eine flüchtige Bekanntschaft. Dabei muss Saad doch unbedingt unsichtbar bleiben, denn er weiß, dass gnadenlose Typen aus seinem früheren Leben hinter ihm her sind. Und tatsächlich haben es die beiden bald mit Killern zu tun, mit Waffendealern, aufgebrachten Saudis, Drogenmafiosi, ein paar Toten ‒ und noch ein paar mehr … und einem epischen Showdown in der Hasch-Plantage auf dem Dach des Parkhauses, an dessen Ende es heiß »Macht ihr so was öfter?«
Cover, Schreibstil, Inhalt und Fazit Ich finde den Schreibstil hier leider nicht so überzeugend weil ich eine gewisse Zeit gebraucht habe um rein zu kommen. Die Sätze sind abgehackt und wenn sie miteinander reden, ist es nicht so gut gekennzeichnet. Das hat mich etwas gestört und hat mich im Lesefluss gestört. Als ich mich daran gewöhnt habe, war es gut aber komplett überzeugt hat er mich nicht. Das Cover war gut und hat auch zur Geschichte gepasst, die dunkeln Farben haben zum Thriller gepasst. In dem Buch gab es viele Sichtweise aus denen die Autorin die Geschichte erzählt hat. Das war mir manchmal etwas zu viel und hat leider auch etwas Unruhe reingebracht. Die Spannung hat sich für mich auch nicht so in dem Maße aufgebaut wie ich es mir gewünscht hätte. Das Buch hat mich leider nicht wirklich überzeugt aber die Charakter waren wirklich sehr schön ausgearbeitet. Ich mochte Saad und Leila sehr gerne, aber auch Nihal war echt stark. Ich danke Vorablesen für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.
Dieses Buch war optimal auf mich zugeschnitten. Absolutes Highlight!
Es gibt innerhalb des Buches mehrere Erzählstränge und Personen. Eine der Hauptpersonen ist Saad. Man weiß nicht viel über Saad, außer, dass er eine Tochter (Leila) hat und vor der Vergangenheit flüchtet, bzw. verfolgt wird. Es stellt sich heraus, dass die Mutter von Leila umgekommen ist und er in der Vergangenheit Teil einer Gang in Frankreich war. Eines morgens trifft er Nihal auf dem Weg in die Kita, während Leila und er von zwei betrunkenen Männern bedroht werden. Nihal ist Polizistin und kann nicht einfach da stehen und zuschauen, deswegen greift sie ein. Der zweite Fall, an dem Nihal auch arbeitet, ist der von dem Abgeordneten Barsch. Dieser hat einen Deal mit den Saudis am Laufen, dass er Waffen von der Firma von Herrn Müller, nach Saudi-Arabien schiffen soll. Hier gibt es aber Probleme. Deswegen wird ein Anschlag auf Herrn Barsch vorgenommen, da er sich nicht einwandfrei gegenüber den Saudis verhalten hat. Der findet in dem Parkhaus statt wo Saad Nachtwächter ist. Weil er aber denkt, dass die beiden Typen hinter ihm her sind bringt er sie um und versteckt einen der beiden in dem Wagen des Abgeordneten. Hier starten für Nihal die Ermittlungen ohne, dass sie weiß, dass Saad involviert ist. Zusätzlich gibt es noch Maja, die Journalistin, die über den Fall schreiben möchte und Mohammed, der ein Kumpel von Saad ist und seine Hanfplantage auf dem Parkhaus, welches Saad nachts bewacht.
Das klingt vielleicht alles ein wenig kurios und genau das ist es auch. Man ist aber direkt in der Geschichte drin und dann ist diese so unterhaltsam geschrieben, dass es einfach Spaß macht dieses Buch zu lesen. Die Erzählweise ist einzigartig und hat mich komplett abgeholt. Ich musste mehrfach laut lachen so cool ist das geschrieben. Und trotzdem bleibt es spannend bis zum Schluss und auch der Showdown verliert nicht an Witz. Absolute Empfehlung, das war wirklich ein Genuss!
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Ich lese super gerne Thriller und da braucht es schon einiges, um mich zu überraschen. Hier habe ich schon bei der Leseprobe gemerkt, dass es etwas anders sein könnte und habe mich nicht getäuscht.
Als erstes ist der Schreibstil zu erwähnen. Er wirkt auf den ersten Blick etwas abgehackt, vor allem die Gestaltung der Dialoge. Aber das passt zum gesamten Buch und hat mich nicht gestört.
Der ganzen Story hängt etwas trauriges an, man hat das Gefühl, dass man sich wirklich in einem Unterschicht-Milieu bewegt - obwohl eine Polizistin eine der Hauptfiguren ist. Das fand ich sehr spannend, denn man findet es nicht oft als Hauptspielort".
Dazu passt auch die Sprache, die teilweise sehr vulgär ist. Das gefällt mir immer nicht so, musste hier aber aufgrund der Authentizität sein.
Es ist kein klassischer Thriller, es gibt nicht nur die Bösen und die Guten. Es hatte schon etwas von Comedy, welche Zufälle es gibt und welche Wendungen eintreten. Wenn es eine Verfilmung gibt, müsste man bestimmt an der ein oder anderen Stelle lachen. Das hatte ich so gar nicht erwartet, aber irgendwie hat es gut gepasst.
Die Story wird aus Sicht unterschiedlicher Personen erzählt. Diese abwechselnden Perspektiven fand ich sehr gut. Dadurch, dass die Kapitel immer mit dem Namen überschrieben waren, konnte man sie auch gut auseinander halten und kam nicht durcheinander.
Das Ende... ja, das Ende... überhaupt nicht so wie erwartet, aber passend zu der ganzen Story. Für meinen Geschmack etwas zu offen.
Wer einen klassischen Thriller sucht, der ist hier nicht richtig. Aber wer mal etwas anderes will, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen!
Zunächst fand ich die Sprache zu modern, zu schnodderig. Aber irgendwie passt genau diese simple Sprache zu dem Thriller, der in Berlin spielt. Deshalb wollte ich das Buch trotz des ersten eher durchwachsenen Eindrucks dann doch lesen. Leider habe ich nicht bedacht, dass mich das dauerhaft nerven könnte und genau das tut es. Denn es ist nicht nur die direkte Rede, sondern der gesamte Schreibstil ist in einer für mich hässlichen Sprache verfasst. Ist es wirklich die heutige Jugendsprache? Ich denke nicht, denn das ist schon sehr extrem, was der anonyme Autor da von sich gibt. Keine ganzen Sätze kombiniert mit schlechtem Englisch und sehr vielen Wiederholungen. So fand ich die Story zwar sehr brutal, aber nicht spannend.
Die Hauptpersonen haben für mich keine Tiefe und sind mir allesamt unsympathisch. Ich mag zwar die taffe und coole Art von Nihal, aber nicht, wie sie mit ihren Mitmenschen umgeht. Saad wirkt zunächst wie ein Softie und er kümmert sich gut um seine kleine Tochter Leila, aber dennoch hat auch er etwas, was ich nicht mag. Da wird es schon schwierig für mich. Leila reißt es dann zwischendurch immer wieder raus, aber das reicht für mich nicht, um das Buch zu mögen.
Es wird abwechselnd, aber fortlaufend aus der Sicht von Nihal, Saad und auch Brasch erzählt. Das mag ich normalerweise, aber die Passagen von Brasch habe ich tatsächlich quer gelesen, weil sie mich abgestossen und gelangweilt haben. Und das sage ich auch über das gesamte Buch. Es konnte mich weder überzeugen noch fesseln.
Schlag auf Schlag - so rasant geht es zu in diesem außergewöhnlichen und äußerst spannend geschriebenen Thriller. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Das Buch ist in einem ganz besonderen Stil - Berliner Szene-Sprache, aber mit viel Humor geschrieben. Jeder Wechsel ist immer mit dem Namen desjenigen überschrieben, so weiß man immer, um wen es geht.
Es geht hier um einen illegalen Waffen-Deal mit den Saudis, um sehr viel Geld und um einen korrupten Staatssekretär. Dieser wird zugekokst mit einer Leiche in seinem Luxusschlitten erwischt. Die junge Kriminalkommissarin Nihal Khigarian, die selbst genug eigene Probleme mit ihrem missratenen Bruder hat, wird mit dem Fall betraut. Dabei trifft sie immer wieder auf Saad, der mit seiner kleinen Tochter Leila zusammenlebt, um die er sich liebevoll kümmert. Er arbeitet nur nachts und ist immer auf der Hut vor einer gefährlichen Drogenbande, die noch eine Rechnung mit ihm offen hat. So haben beide ihre persönlichen Schwierigkeiten zu bekämpfen - Nihal besonders mit ihrer Selbstkontrolle, sie schlägt gerne um sich. Saad kämpft ums Überleben und dabei kommen sie beide sich näher ...
Dieser Thriller mit einer ganz besonderen Sprache hat mir gut gefallen und ich kann ihn nur empfehlen!
Das Cover ist herrlich düster und verspricht Spannung, ebenso wie der Klappentext und die Leseprobe. Den Autor kannte ich bisher nicht. Es handelt sich um eine Story mit Schauplatz in Berlin und zwei interessanten Protagonisten, welche natürlich, wie könnte es anders sein, so ihre privaten Schwächen und auch Geheimnisse mit sich herumtragen. Saad, mit kleiner Tochter Leila und befristeter Aufenthaltserlaubnis und seltsamen Freunden einerseits und Kriminalkommissarin Nihal, tüchtig, ehrgeizig aber hitzköpfig andererseits, welche die Beiden eines Nachts vor Schlägern schützt. Gemeinsam Verbrecher in die Flucht zu schlagen, verbindet offenbar enorm. Die Handlung ist im Drogen- und Waffenmilieu und politischen Korruptionssumpf angesiedelt und selbstverständlich entwickelt sich auch eine feine Liebesgeschichte zwischen den Beiden. Der Schreibstil war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, er ist der Jugendsprache angepasst und direkte Reden sind nicht gekennzeichnet, aber ansonsten spannend, rasant und ansprechend geschrieben. Von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung.
Echter Pageturner Erst hatte ich gar nicht so viel Lust auf einen so genannten Thriller, dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Dabei ist es gar nicht so rasend spannend im Sinne der Auflösung eines Falles … und der Klappentext spoilert ja auch schon recht ungeniert die eingelagerte Lovestory. Nein, das Buch entwickelt schlicht durch seine rasante, schnoddrige und sarkastische Sprache einen mitreißenden Sog. Dialoge und schnelle Kommentare voller Witz klingen nach einer scheinbaren Abgeklärtheit, die verletzliche Abgründe kaschiert. Musste das Pseudonym gewählt werden, weil doch gewisse Insider-Kenntnisse des Waffenhandels vorhanden sind?Oder ist das Pseudonym eine Abgrenzungsstrategie vom Restwerk einer schreibenden Person wie öfters? [Oder beides, am End?]. Beim Lesen war ich der festen Überzeugung, dass das Buch von einer Frau geschrieben ist. Kann ich mich da täuschen?
Der Autor hat mehrere Personen aus ihrer Sicht die Story erzählen lassen. Mir gefällt diese Art des Spannungsaufbaus sehr gut. Ich bin dann immer sehr gespannt, wie es weitergeht. Kleine Cliffhanger zwischendurch. Die Figuren sind sehr sympathisch, auch wenn sie ihre Macken haben, die sie durchaus unsympathisch wirken lassen könnten. Wir können immer wieder in die Vergangenheit eintauchen und so Verständnis aufbringen. Die Story ist etwas skurril, trotzdem ist sie spannend und man kann sie in einem Rutsch durchlesen. Zwischendurch immer wieder mit gutem Wortwitz gewürzt. Die süße Tochter trägt natürlich jede Menge Herz hinzu. Ich hatte Wittlich Spaß beim lesen. Den Autor kannte ich vorher nicht. Das Cover ist sehr düster. Das hätte mich nicht unbedingt als eyecatcher angesprochen. Der Klappentext dagegen macht richtig neugierig. Ein gelungenes Werk mit Luft nach oben.
Zum Inhalt: Saad lebt mit seiner Tochter Leila in Berlin und arbeitet als Wächter in einem Parkhaus und es gibt einen Grund, dass er in der Nachtschicht arbeitet. In dem Parkhaus steht auch der Wagen vom Staatssekretär Brasch, der in unsaubere Geschäfte verwickelt ist. Als er betrunken und zugekokst einen Unfall baut, findet man auch noch eine Leiche in seinem Kofferraum. Meine Meinung: Es gibt so Bücher, die einem gleich von Beginn an irgendwie nicht liegen. Für mich war das hier genauso ein Buch. Ich habe mich durch das Buch gequält und war immer wieder kurz davor abzubrechen. Besonders der Schreibstil hat mich nicht angesprochen, irgendwie war der Lesefluss für mich so zäh und Spannung kam für mich durch den anstrengenden Schreibstil nicht auf. Die Story an sich hatte was, aber das hat mir dann einfach nicht gereicht. Fazit: Nicht meins