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Sind Sie das?: Eine Spurensuche

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Was schmuggelt ein Schriftsteller bewusst oder unbewusst vom eigenen Leben in seine Bücher? Charles Lewinsky hat sich auf Spurensuche begeben und staunt, wie viel Persönliches sich ungewollt in seine Romane eingeschlichen hat. Was ihm nun die Gelegenheit gibt, sich in Anekdoten und Geständnissen an Hochgefühle ebenso zu erinnern wie an kritische Momente – so wie er sie in den eigenen Romanen als Spiegelungen wiederentdeckt hat.

279 pages, Kindle Edition

Published March 24, 2021

4 people want to read

About the author

Charles Lewinsky

58 books93 followers
Lewinsky studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Zürich und Berlin (ohne Abschluss). Danach arbeitete er als Regieassistent bei Fritz Kortner und anschliessend als Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Bühnen sowie als Redakteur und Ressortleiter der Sendung Wort-Unterhaltung des Schweizer Fernsehens. 1984 veröffentlichte er zusammen mit Doris Morf sein erstes Buch Hitler auf dem Rütli. Es folgten weitere Bücher und Produktionen beim Schweizer Fernsehen, ARD und ZDF. In der Schweizer Öffentlichkeit wurde Lewinsky Mitte der 90er Jahre als Autor der Sitcom Fascht e Familie bekannt; später folgte Fertig Lustig. 2001 erhielt er den Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank für seinen Roman Johannistag. Weitere Anerkennung als Schriftsteller erwarb er sich 2006 mit der jüdischen Familiensaga Melnitz. Lewinsky hat zudem über 700 Liedtexte für verschiedene Komponisten geschrieben, unter anderem für Maja Brunner, die mit dem Lied Das chunnt eus spanisch vor 1987 den Grand Prix der Volksmusik gewinnen konnte. 2011 wurde er mit seinem Roman Gerron für den Schweizer Buchpreis nominiert. Lewinsky wohnt in Zürich und im französischen Vereux.

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Profile Image for Regina.
94 reviews11 followers
March 18, 2024
Charles Lewinsky leitet dieses Buch mit einer Episode ein, in der ihn ein Zuhörer bei einer Lesung fragt, ob der Pädophile im Buch der Autor wäre.
So absurd diese Idee sei, war sie doch (unter anderem) ein Anlass, in seinen Büchern nach Spuren seiner selbst zu suchen.
So geht der Autor nun Buch für Buch durch. Wer allerdings eine Art psychologische Selbstanalyse erwartet, wird enttäuscht werden. Bis auf vielleicht drei oder vier kurze Szenen, in denen Lewinsky sich selbst nicht nur rein ereignisbezogen wiederfindet, ist die „Spurensuche“ hauptsächlich ein Anlass, Anekdoten nicht nur aus seinem Leben sondern vor allem über andere Personen zu erzählen. Typisch etwa folgender Abschnitt:

Aber er war auch ein Bauer, und Bauern sind Leute, die vorausdenken……
Sind Sie das? Ja, das bin ich.
Oder genauer gesagt: Das ist mein Nachbar zur Linken in Vereux.

Es folgt eine entsprechende Anekdote über diesen Nachbarn.
Unterhaltsam ist die Lektüre in jedem Fall, vor allem, wenn man die Bücher Lewiskys kennt.
Lewinsky erzählt einiges, was irgendwie mit selbigen zusammenhängt, dann aber doch nicht richtig reingepasst hat. Und man erfährt etwas darüber, wie die Bücher entstanden sind und wieweit sie (falls nicht völlig fiktiv) den realen historischen Gegebenheiten entsprechen, etwa bei „Gerron“, das den real existierenden Schauspieler und Regisseur Kurt Gerron als Vorlage nimmt.

Dazu erlaube ich mir nach Lektüre von „Sind Sie das“ doch noch eine Hypothese zu einer eventuellen Parallele zwischen Autor und Titelperson: dass Kurt Gerron in diesem Buch so viel Ehrgeiz darauf verwendet, den von ihm geforderten Film (trotz des zynischen Inhalts) möglichst perfekt zu inszenieren, mag der Autor vielleicht deshalb so überzeugend darzustellen, weil auch er so manches geschrieben hat (womit ich nicht seine Bücher meine, sondern etwa Liedtexte), bei dem er sich nicht unbedingt für die Sache begeisterte und doch eine möglichst perfekte Arbeit abliefern wollte. Aber das ist nur meine Hypothese.
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