Victoria hat aufgehört zu modeln, weil sie mit Mitte zwanzig nicht mehr als sechzehn durchgeht. Jetzt langweilt sie sich in Berlin. Als sie dem Rapper Said begegnet, wissen beide, dass sie den Rest des Lebens miteinander verbringen werden. Doch dann verschwindet Said während einer Tournee in den Fluten des Mittelmeers. Auf die Trauer folgt die Einsamkeit, in der Victoria Said wiederzufinden glaubt. Und sie findet ihn - in seiner Sprache und seiner Musik. Als Karizma wird sie selber Rapstar und befreit sich Schicht um Schicht von der Vergangenheit.Karizma ist Lovestory, Hiphop-Video und Großstadt-Roadmovie, und so lässig und rasant, wie Sara Gmuer die Geschichte ihrer Heldin erzählt, wird schnell klar, dass die Straßen Berlins breiter sind als anderswo. Ein außergewöhnliches Romandebüt, in dem es ohne jede Spur von Kitsch um große Gefühle geht - laut, poetisch, sexy.
Ich konnte es nicht beenden… Sprachlich ganz schwach, über weite Strecken sogar ungrammatisch. Rap-Slang hin oder her. Ein Roman sollte immer noch (außerhalb der Dialoge) konzeptionell schriftsprachlich sein. Auch der Plot konnte mich nicht fesseln. Die HipHop-Bezug, auf den ich mich so gefreut habe, war dürftig und unrealistisch. Der Funke ist definitiv nicht übergesprungen…
Der Erzählstil hat mich sofort gefesselt, wenn ich nur drei Wörter dafür benutzen müsste: rau, schnell, brutal. Victoria schwimmt so durch ihr Leben, weiß nicht wohin sie will und was ihre Aufgabe ist. Dann lernt sie Said kenn und so schnell wie er gekommen war, ist er auch wieder gegangen. Dann nimmt alles seinen Lauf zwischen Drogen, Freundschaft und dem Verlust den Victoria erst einmal realisieren muss. Schlussendlich realisiert sie, dass sie sich erstmal selber finden muss und das Berlin nicht der Ursprung ihres Problems ist. Dabei geht der Verlust und den Schmerz den sie spürt nicht ausschließlich um Said, sondern liegt viel tiefer in ihrer Kindheit. Das Ende hat mir leider nicht ganz gefallen, deswegen nur 4/5 :)
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dnf Hab mir wirklich Mühe gegeben, aber die 13€ hätte ich auch verbrennen können. Der Schreibstil war so unterirdisch, das konnte ich einfach nicht. Und ja ich weiß, der soll so das berliner Ghetto widerspiegeln, aber das macht ihn leider nicht erträglicher. Auch die Storyline an sich geht die ganze Zeit nur hin und her, zwischen großen Chancen, Einsamkeit, Enttäuschung und Drogenrausch. Klingt erstmal interessant, ist es aber dann irgendwie doch nicht, vielleicht weil die Protagonistin so mega nervig ist. Schade um die 13€.