Eigentlich will Miko die berüchtigten Abschlussprüfungen der St. Mountain Academy of Fighters so schnell wie möglich hinter sich bringen – und das am besten mit einem schlechten Ergebnis! Sie träumt vom ruhigen Bürojob, und nicht davon, in die Schlacht zwischen Gut und Böse zu ziehen. Doch die letzte Prüfung der angehenden Kriegerin des Lichts wird ein Kampf um Leben und Tod. In der Arena ist sie gezwungen, das Leben des Mannes aufs Spiel zu setzen, der ihr alles bedeutet. Miko kann Luca nur retten, wenn sie ihr größtes Geheimnis Eine Gabe, die sie zu etwas ganz Besonderem macht in einer Welt, in der nur die Stärksten überleben …
Das Buch "Warrior of Light: Gesandte des Lichts" von Jessica Wismar ist mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Leider konnte es mich nicht von sich überzeugen.
Das Cover mag ich. Es ist passend zur Protagonistin Miko. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ganz gut. Manchmal werden Momente zu intensiv beschrieben, da wären mir weniger Details auch recht. In einigen Kapiteln ist mir die Geschichte zu langatmig gewesen.
Die Protagonistin ist ihren Gedanken treu geblieben und hat oft realistisch auf schwierige Situationen reagiert. Sie ist sehr kindisch und hin und wieder introvertiert. Miko ist mir leider bis zum Ende des Buches unsympathisch geblieben, da sie sehr auf sich und ihre engen Freunde fixiert war. Auf ihre Mitmenschen reagiert sie extrem gereizt und egozentrisch. Miko behandelt die anderen Charaktere ein bisschen, als wären diese blöd und würden keine eigene Meinung haben. Die drei Jungs mag ich eigentlich, weil sie mich an meine besten Freunde erinnern.
Die Liebesbeziehung zwischen Miko und Luca habe ich nicht nachvollziehen können. Ich denke aber auch, dass diese vermutlich nicht im Vordergrund stehen soll. Ich habe hauptsächlich eine gute Freundschaft zwischen beiden Charakteren wahrgenommen. Für mich ist bei den Charakteren der Funke nicht übergesprungen. Was mich mit am meisten gestört und manchmal verwirrt hat, sind außerdem die vielen Charaktere, die gleichzeitig eine Rolle spielen und sehr ähnliche Namen haben. Ich hatte teilweise das Gefühl, die Autorin hatte keine weiteren Ideen für Charakternamen.
Die Handlung hat irgendwie keinen richtigen Anfang und kein Ende. Es gibt einen spannenden Einstieg mit einem kurzen Prolog. Dieser hat mir sehr gut gefallen. Das erste Kapitel wirft den Leser allerdings direkt in die Handlung. Es passiert zu Beginn relativ viel und mehrere Fragen entstehen. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass ich zuvor etwas verpasst habe. Kopfkino hatte ich nur manchmal. Einige Szenen konnte ich mir bloß schwer vorstellen. Der Klappentext verrät sehr viel von der Handlung. Ich hatte mir mehrere Plottwists erhofft, die es aber nicht wirklich gegeben hat. Einige spannende Momente, wurden viel zu schnell beiseite geschoben oder gelöst. Die einzelnen Fähigkeiten der Charaktere wurden nur mäßig näher erklärt. Mir ist zum Beispiel immer noch nicht klar, weshalb Miko auch Kraftfelder erschaffen kann. Die Geschichte ist etwas zäh und alles, was in der Arena passiert konnte ich leider auch nicht so gut nachvollziehen. Viele Szenen waren für mich ein Déjà-vu, weil diese mich hin und wieder in andere bekannte Bücher versetzt haben...
Die Geschichte hat mich insgesamt nicht mitgerissen. Ich hatte mehrere Schwierigkeiten mit der Geschichte, weshalb ich persönlich nicht nach Teil zwei greifen werden. Ich kann das Buch trotzdem an alle weiterempfehlen, die gerne einen Mix aus Gladiatorenkämpfer mit magischen Fähigkeiten in Tribute von Panem lesen möchten.
Danke an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, dass das Buch mich so überzeugen kann. Es wurde zu meinem Monatshighlight und daher kann ich es euch natürlich nur absolut empfehlen. Ich weiß nicht mal genau, was ausschlaggebend dafür war, aber es hat einfach alles gepasst. Ein wenig habe ich nun die Sorge, dass Band 2 und 3 da nicht heranreichen können, aber das werde ich sehen, wenn ich sie lese. Miko als Protagonistin war einfach toll. An ihr hatte ich echt nichts auszusetzen, ihr Verhalten war nachvollziehbar, ihre Unsicherheiten konnte ich verstehen und fand sie auch irgendwie sympathisch. Aber auch ihre Fähigkeiten als Anführerin mit all ihren Strategien, etc. waren einfach absolut cool. Ihre Freunde, aber besonders Luca waren auch super toll. Sie waren Unterstützer und Beschützer und standen einfach an ihrer Seite, egal was war. Sie waren einfach ein tolles Team. Das Setting mit der Arena und all den Aufgaben fand ich sehr spannend. Wir können hier richtig gut erleben, wie Miko als Anführerin die Fähigkeiten der einzelnen Teammitglieder nutzt, wie sie ihre ganz eigenen Regeln macht und wie sie eben versucht, alles zu überstehen. Es passierte immer wieder einiges und es blieb eigentlich permanent spannend.
Als Leser wird man rasant in die Geschichte geschmissen und muss sich erstmal hektisch umsehen, um den Überblick behalten zu können. Der Hauptcharakter wünscht sich ein ruhiges Leben und möchte sich nicht wie die anderen anstrengen, um die Prüfungen möglichst gut zu bestehen. Denn wenn man schlecht abschneidet, kann man einen ruhigen Bürojob wahrnehmen. Diese Einstellung ändert sich rasant, als klar wird, dass es bei der Prüfung um Leben und Tod geht.
Die Geschichte war teilweise schwer zu durchsteigen, da der Leser oft nicht die benötigten Informationen hatte. Das macht die Handlung schwierig nachvollziehbar und hat den Spannungsbogen allgemein abgeflacht.
Charaktere:
Die Charaktere wurden recht gut vorstellbar dargestellt. Sie sind interessant und können größtenteils überzeugen. Sie handeln meist ihres Charakters entsprechend.
Die Gefühle und Gedanken der Charaktere sind oft verwirrend und schwierig nachvollziehbar gewesen. Leider wurden auch sehr viele Charaktere eingeführt, was ein ausreichend gutes Kennenlernen, beziehungsweise ein Nachvollziehen der Handlungsweisen schwierig gemacht hat.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist angenehm und führt gut durch die Geschichte.
Leider konnte mich die Geschichte nicht so recht überzeugen und vor allem nicht emotional mitnehmen.
Sehr schönes und spannendes Buch die Hauptfigur ist mental sehr stark und viele Charaktere wachsen einem ans Herz. Der Anfang ist direkt spannend geschrieben nur am Ende finde ich das manches zu schnell in vergessenheit gerät.