Feuer auf Pellworm! Der spannende zweite Fall für Laura und Jan Benden – und natürlich Tamme.
Pellworm. Nordsee. Das nordfriesische Biikebrennen, das große Feuer, mit dem die Wintergeister ausgetrieben werden sollen, steht kurz bevor. Doch Inselpolizist Jan Benden hat schon jetzt alle Hände voll zu tun, denn ein Feuerteufel scheint sein Unwesen auf der sonst so friedlichen Insel zu treiben. Nach mehreren kleineren Bränden wird Jan schließlich zu einer in Flammen stehenden Bauernhausruine gerufen, und spätestens hier hört der Spaß auf, denn darin befindet sich eine verkohlte Leiche. Jan nimmt die Ermittlungen auf – immer unterstützt von seinem selbsternannten Assistenten Tamme. Und auch Jans Frau Laura verfolgt ein paar ganz eigene Spuren …
Auf Mörderjagd mit dem Band 1: Wattenmeermord Band 2: Wattenmeerfeuer Beide Fälle sind unabhängig voneinander lesbar.
Schon ungefähr ein Jahr leben Jan Benden, Inselpolizist, und seine Frau Laura auf Pellworm. Wenn sie ehrlich sind, ein wenig vermissen sie ihre Tätigkeit bei der Kriminalpolizei in Essen. Dass heißt aber nicht, dass es auf Pellworm nichts zu tun gibt. Gerade im Moment hat es auf der Insel mehrere Brände gegeben. Während Jan den Feuerteufel sucht, kümmert sich Laura um ihre Ferienwohnungen und natürlich macht sie sich auf Gedanken über die Brände und wer sie gelegt haben könnte. Nicht lange dauert es und es wird richtig ernst. An einem der Brandorte, einem verlassenen Bauernhaus, wird eine Leiche gefunden.
In ihrem zweiten Fall bekommen es Jan Benten und seine Frau Laura mit einem verzwickten Fall zu tun. Eigentlich dürfte es auf einer Insel mit gut tausend Einwohnern keine Verbrechen geben, denn jeder kennt jeden. Streit kann eigentlich nur durch die zahlreichen Urlaubsgäste hereingetragen werden, oder? Während der kalten Jahreszeit gibt es davon allerdings nicht so viele. Jans selbsternannter Co-Ermittler Tamme hat da schon eine Idee, die immerhin nicht sofort völlig von der Hand zu weisen ist. Doch es gibt auch naheliegendere Ansätze. So kommen Jan und seine Kollegen vom Festland auf eine beinahe unglaubliche Geschichte, die lange in die Vergangenheit reicht.
Toll vorgetragen von Uve Teschner kann man zu diesem Hörbuch zwei Dinge sagen, man hat es schnell gehört, weil es gekürzt ist; man hat es schnell gehört, weil es einfach klasse gelesen ist und die Handlung so spannend ist, dass man immer weiterhören möchte. Der Fall steht dabei wirklich im Mittelpunkt des Geschehens. Es ist einfach rätselhaft, wieso es zu diesen Bränden kommt. Erst als die Leiche identifiziert werden kann, ergeben sich weitere Hinweise, die zu einer sehr packenden Geschichte führen. Doch auch der Humor kommt in diesem Krimi nicht zu kurz, immer wenn Tamme auftaucht, bekommt man was zu schmunzeln, sei es wegen seiner verqueren Gedanken oder auch wegen seiner Norddeutschen Ausdrucksweise. Insgesamt ein ausgesprochen hörenswerter Roman eines bestens funktionierenden Autorenduos.
Der zweite Band dieser Reihe ist nicht ganz so beschaulich wie der erste. Er ist durchaus spannend und hat lustige Momente. Es macht auch Spaß, liebenswerten Figuren aus dem ersten Teil wieder zu begegnen. Aber das Ende war mir zu dramatisch und die Auflösung finde ich auch etwas unrund. Trotzdem werde ich auf jeden Fall auch die weiteren Teile hören, weil ich das Setting so mag. Und Uve Teschner könnte ich rund um die Uhr zuhören, seine Stimme ist einfach wie gegen den Strich gebürsteter Samt.
Der zweite Band der Pellworm-Krimi-Reihe ist definitiv besser als der erste. Ich hab mich in Jan und Laura echt verliebt. Die Geschichte liest sich super weg. Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Jan diesmal als Ermittler ernst genommen wurde und auch richtig mit einbezogen wurde. Die zwei Handlungsstränge haben gut miteinander kombiniert. Ich mochte es, dass die Gedanken des Feuerteufels sich von der Schriftart abgehoben haben, so dass man sie besser verfolgen und wahrnehmen konnte.
Ein Pluspunkt waren die Rezepte im Abspann des Buches, ich liebe solch Bücher wo man durch Rezepte, die auch die Protagonisten machen, tiefer eintauchen kann in die Geschichte. Auch ist schön, dass die Insel Pellworm mal beschrieben wird, zu einer Jahreszeit die außerhalb der Touristenzeit liegt.
Ein Minuspunkt muss ich vergeben weil ich das Motiv des Täters nicht ganz nachvollziehen konnte.