Und wenn nicht du falsch in der Welt bist – sondern der ganze Rest? Jonah lebt in der Siedlung. Hier kümmert sich die CoffeeCompany um das Glück der Bewohner und regelt den Alltag bis ins kleinste Detail. Alle sind zufrieden, nur Jonah fühlt sich fremd. Als die rebellische Lia neu in seine Klasse kommt, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Die beiden beginnen, Fragen zu stellen: Was will die CoffeeCompany wirklich? Gemeinsam stoßen sie auf ein manipulatives System aus Gefühlskontrolle und Überwachung. Doch noch bevor sie etwas unternehmen können, verschwindet Lia – und Jonah muss alles riskieren, um sie wiederzufinden. Ein fesselnder Roman, in dem die Grenzen der Wirklichkeit zunehmend verschwimmen.
aus der bib ausgeliehen wegen des hübschen covers - ein fehler. eine geschichte, die absichtlich offen bleibt aber dafür leider nicht genug bietet und damit einfach unfertig wirkt.
Unwirkliche Geschichte, voller Lebensweisheiten und einer überraschenden Entwicklung
Die ersten Begriffe welche mir zum Buch „Die Einsamkeit der Astronauten“ von Stefan Beuse einfallen sind tatsächlich verwirrend, oder auch surreal. Auf jeden Fall fordert die Geschichte ihre Leser:innen heraus und ist damit keine leichte Kost. Zu Beginn wird das Setting zwar noch klar umrissen und die dystopischen Elemente stechen heraus. Dann fokussiert sich die Handlung aber zunehmend auf ihren Hauptprotagonisten Jonah und dessen Gedankenwelt. Gekonnt spielt der Autor mit Einbildung und Realität und lässt beides bis zum Ende versiert miteinander verschmelzen. Der Roman glänzt dabei durchaus mit erzählerischer Finesse, wobei ich ihn für ein Jugendbuch inhaltlich für ziemlich anspruchsvoll halte. Allgemein scheint keine Genrebezeichnung so richtig zu passen, denn die Geschichte lässt sich schwer einordnen. Gesellschaftskritik, trifft auf individuelle Lebensweisheiten und Jonas Entwicklung erinnert stellenweise an eine Coming of Age Erzählung, aber auch an einen Abenteuerroman. Mich persönlich hat die wilde Mischung immer wieder durcheinander gebracht und auch wenn ich dem Roman etwas abgewinnen konnte überwiegt doch die Irritation. Gerade das Ende hätte ich mir doch weniger offen und dafür klarer gewünscht. Sicher wird das Buch aber seine begeisterte Leserschaft finden. Lust sich auf philosophische Betrachtungen und eine unwirkliche Handlung einzulassen sollte, man aber auf jeden Fall mitbringen. Mich selbst konnte die Umsetzung leider nicht vollständig überzeugen, weswegen ich nur 3 von 5 Sternen vergeben kann.
Die Quintessenz des Buches lautet für mich: „Was um alles in der Welt habe ich da gerade gelesen?“ (Oder auch ganz einfach: „Hä? 🤯“)
Der erste Teil der Geschichte liest sich wie ein normaler dystopischer Jugendroman. Es gibt eine Gesellschaft, die von der CoffeeCompany kontrolliert wird und ein Junge fängt langsam an, an den Strukturen zu zweifeln, nachdem er ein Mädchen kennengelernt hat, das ihn auf diese Ungereimtheiten hinweist. Als sie dann verschwindet, versucht er auf eigene Faust mehr herauszufinden und sie wiederzufinden. Dazu macht er sich auf den Weg und begegnet den „Verrückten“, die abseits dieser kontrollierten Gesellschaft leben. Von da an wird’s merkwürdig. Es passieren sehr seltsame Dinge und man weiß nie, was davon wirklich passiert oder was er nur halluziniert. Das Ende habe ich, um ehrlich zu sein, auch überhaupt nicht verstanden. Er durchquert den mysteriösen See und kommt auf der anderen Seite an. Lia ist auch dort. Es ist quasi ein Happy-End. Okay, aber die „Auflösung“ ist, dass es keine gibt und man selbst entscheiden soll, was man glauben möchte. Das gefällt mir nicht. Ich mag solche Bücher einfach nicht, bei denen man das Ende einfach nicht versteht. Die philosophischen Weisheiten finde ich an sich ganz gut und es waren auch einige schöne Stellen dabei, die ich mir abfotografiert habe, aber alles in allem ist es mir zu surreal und undurchsichtig.
„Die Einsamkeit der Astronauten“ erzählt von Jonah, der in einer scheinbar perfekten Gesellschaft lebt, in der Glück Pflicht ist und Zweifel keinen Platz haben. Erst durch Lia beginnt er, Risse im System zu erkennen. Seine innere Unruhe wächst zur Suche nach Wahrheit und wird zum Auslöser einer gefährlichen Veränderung.
Die Geschichte beeindruckt mit dichter, bildreicher Sprache und starken, atmosphärischen Bildern. Gleichzeitig bleibt sie bewusst rätselhaft, was zum Nachdenken anregt, aber auch gelegentlich den Lesefluss erschwert. Die Mischung aus dystopischem Setting, emotionalem Erwachen und philosophischem Unterton verleiht dem Roman Tiefe, verlangt jedoch Konzentration.
Jonahs Entwicklung vom Angepassten zum Fragenden ist überzeugend und verleiht der Erzählung Spannung. Die Verbindung zu Lia sorgt für emotionale Momente, die das abstrakte Szenario menschlich erden.
Fazit: Ein ungewöhnlicher Jugendroman, der dystopische Spannung mit existenziellen Fragen verbindet.
Cover: Das Cover hat mich sofort angesprochen, die Farben sind richtig auffällig und die beiden Silhouetten wirken schwerelos. Der Titel ist sehr geheimnisvoll.
Inhalt: In der Geschichte geht es um den Hauptcharakter Jonah, dieser entwickelt sich während der Geschichte weiter und lässt den Leser in sein Inneres schauen. Jonah ist ein Außenseiter und hat es in der abgeschotteten Siedlung in der er aufwächst nicht leicht. Bis Lia in die Klasse kommt und als sie verschwindet wächst Jonah über sich hinaus und versucht alles, um ihr zu helfen. Themen wie Mut, Selbstvertrauen und die Entwicklung stehen in der Handlung im Vordergrund.
Meinung: Meiner Meinung nach ist es ein toller Jugendroman, mit sehr interessanten Charakteren, der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die poetischen Zitate in der Geschichte haben mir besonders gut gefallen.
Die Einsamkeit der Astronauten, ist ein rasante Roman von dem Schriftsteller Stefan Beuse. Der Mann hat Phantasie, das ist enorm. Er sagt am Ende, der Roman stammt aus einem wirren Traum. Eigentlich lese ich lieber reale Geschichten, aber Jonahs Geschichte hat mich doch gefesselt.
Jonah lebt in einer Anderswelt, das Volk wird mit Kaffee und Tabletten ruhig gestellt. Trotzdem flüchten einige in den Wald.#
Als Lia in Jonahs Klasse kommt, freunden sie sich an und Jonah lässt den Kaffee und die Tabletten weg.