View painting in 18th-century Venice began with the emergence of Luca Carlevarijs and ended with the death of Francesco Guardi in 1793, followed by Napoleon’s invasion and the fall of the Venetian Republic in 1797. In between, a constellation of remarkable painters captured the city in dazzling pictures that are among the greatest achievements in 18th-century art. Canaletto may be the artist popularly associated with Venice, but he had many rivals who competed for commissions, often from foreigners whose patronage was to determine the later course of Venetian view painting. All the major figures are represented here—Bellotto, Carlevarijs, Guardi, Joli, Marieschi, and Vanvitelli—together with fascinating contemporaries such as Cimaroli and Tironi.
Charles Beddington sets the scene with an overview of the artists then working in the city, and draws on the latest research and scholarship to illuminate the complex stylistic relationships between them. Succinct, lively biographies for each artist are followed by short introductions to the works, grouped chronologically by artist. Each painter saw the same topography with his own unique vision; this beautiful book demonstrates the varied responses to the cityscape, with its ever-changing light, as well as to its spectacles and ceremonies.
Es ist dies zunächst das Begleitbuch zur Ausstellung "Venice: Canaletto and his Rivals" der National Gallery London (13. Oktober 2010 bis 16. Januar 2011) und der National Gallery of Art Washington (20. Februar bis 30. Mai 2011). Aber dieser Prachtband ist mehr als das! Der namhafte Londoner Kunstexperte Charles Beddington legt hier einen Bildband vor, der ausführlich in die Venezianische Veduten-Malerei des 18. Jahrhunderts einführt. Die Werke des Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto (der Ältere; sein Neffe Bernardo Bellotto nannte sich ebenfalls Canaletto und ebenso dessen jüngerer Bruder Pietro Bellotti, die man zur Vermeidung von Verwechslungen besser Canaletto der Mittlere und Canaletto der Jüngere nennen sollte), sind dabei unbestritten der Höhepunkt. In seiner Zeit waren sie das nicht unbedingt und so ist dies ein weiterer schöner Grund, dessen Gemälde - eben im Kontext mit denen der anderen Venezianischen Vedutenmaler - zu präsentieren. Charles Beddington gibt zunächst einen ausführlichen Überblick zur Entstehung und Entwicklung des vedutismo (Ansichtenmalerei) in Venedig (S. 12-52), der Bezüge zu holländischen Stadtbildern (S. 12-16), zum Interesse der ausländischen Kundschaft (S. 18-24), zu Bildkomposition, Bild-Standards und Detail-Übernahmen (S. 20-24, 26-29, 34-52), zu Auftraggebern, Förderern und Propagandisten (S. 16, 24-26, 31, 45-49), zu Zusammenarbeit und Konkurrenz der Maler (S. 30-52). Den zweiten Teil dieses Buches bilden Künstlerbiographien: Caspar von Wittel, gen. Gaspare Vanvitelli (S. 54-58), Luca Carlevarijs (S. 59-65), Johann Richter (S. 66-68), Giovanni Antonio Canal(etto) (S. 69-99), Giovanni Battista Cimaroli (S. 100-102), Antonio Joli (S. 103-107), Michele Marieschi (S. 108-115), Bernardo Bellotto (S. 116-126), Pietro Bellotti (S. 127-129), Francesco Tironi (S. 130f), Francesco Guardi (S. 132-147). Den dritten Abschnitt "Stadt und Zeremoniell" (S. 154-175) hat die Kunstwissenschaftlerin Amanda Bradley verfaßt. Ich kann mich nicht nicht erinnern, je so eine knappe und doch präzise historische Übersicht "Die Republik Venedig" (S. 154) und "Das Ende der Republik" (S. 155) gelesen zu haben (Und ich habe dazu schon so einiges gelesen. Insgesamt habe ich hier nur zwei kleine Fehler gefunden: S. 154 Die "legitime patrizische Geburt" wurde schon lange vor 1506 in Listen und schließlich ins Goldene Buch eingetragen. S. 167 Der Campanile von Santa Maria della Carità stürzte nicht 1741 ein, sondern am 27. März 1744.). Im Anschluß gibt sie profunde Erläuterungen zu "Örtlichkeiten und Architektur" (S. 156-168) und "Zeremonien und Ereignisse" (S. 169-175), die auf den Veduten zu sehen sind. Der Ausstellungskatalog ist hervorragend ausgestattet mit einer Karte (S. 9), auf der die dargestellten Örtlichkeiten markiert sind, mit 64 Farbtafeln und weiteren Farb- und Detailabbildungen (auch alle in Farbe), mit Textanmerkungen insbesondere zu weiterführender Literatur, mit einer Bibliographie (S. 176-179), mit einem Werkverzeichnis (S. 180-188), das auch die Provenienz der Kunstwerke und Literatur zu ihnen angibt, mit einem Register (S. 181-191) und schließlich - wie sich das für einen Ausstellungskatalog gehört - mit einem Verzeichnis der Leihgeber und Bildnachweis (S. 192).
Die Auisstellung ist vorbei - die wunderbaren Gemälde sind wieder in allere Welt zerstreut, das prächtige Original ist aber noch da: Ihr Kunstliebhaber der Welt, schaut auf diese Stadt! Reisen Sie nach Venedig, das in dieser Kunst erscheint!