Ich sehe deine Tränen“ ist ein sehr persönliches Buch, in dem der Autor seine eigene Trauer beschreibt. Die Geschichte ist bewegend, jedoch fand ich die Art der Darstellung wenig hilfreich. Die Sprache und der Stil des Buches machten es mir schwer, mich in die Emotionen des Autors hineinzuversetzen und meinen eigenen Schmerz zu reflektieren.
Canacakis beschreibt, wie wichtig ein unterstützendes Umfeld und kreative Ausdrucksformen in der Trauer sind. Dies erklärt er durch ein Ritual aus der griechischen Region Mani, das er als sehr hilfreich für die Trauerbewältigung darstellt. Das Ritual konnte ich nachvollziehen, doch es wurde meiner Meinung nach zu umständlich und langwierig erklärt. Es hätte kürzer und klarer vermittelt werden können.
Am wertvollsten für mich war das Kapitel, in dem gegen Ende des Buches Fragen gestellt werden, die man sich im Trauerprozess stellen kann. Diese Fragen regten mich zum Nachdenken an und halfen mir persönlich weiter.
Zusammengefasst kann ich das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen. Es enthält gute Ansätze, ist jedoch etwas veraltet und weniger modern. Nur wenige Seiten, vor allem die am Ende gestellten Fragen, waren für mich wirklich hilfreich.