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Irgendwie scheinen die Elends also auch nicht die richtigen zu sein, um drei vom Schicksal arg gebeutelte Waisenseelen glücklich zu machen. Vor allem nicht, wenn diese Waisenseelen von ihrem Verwandten Graf Olaf durch die ganze Welt gehetzt werden, der ihnen ihr beträchtliches Vermögen abluchsen möchte. So bleibt es auch in Lemony Snickets Roman Die dunkle Allee , dem sechsten Band der Reihe betrüblicher Ereignisse, unglaublich spannend. Und auch der Umstand, dass in Elends Penthauswohnungen Fahrstühle total out sind -- und deshalb nicht funktionieren --, wird da noch eine entscheidende Rolle spielen. Erwachsene werden sich an den vielen literarischen und geschichtlichen Anspielungen erfreuen, die sich nicht nur in den Namen der Figuren widerspiegeln (im neunzehnten Stock hörten sie eine Frau mit französischem Akzent sagen: ,Sollen sie doch Kuchen essen`). Kinder ab zehn Jahren und Kind Gebliebene wird der umwerfend skurrile, schwarzgallige Humor von Die dunkle Allee , der im Übrigen etwas an Saki erinnert, einmal mehr in seinen Bann zu ziehen wissen. -- Stefan Kellerer
230 pages, Hardcover
First published March 16, 2001

“The children knew, as I'm sure you know, that there is usually no reason to be afraid of the dark, but even if you are not particularly afraid of something, you might not want to get near it”