Ein miserables und von typischem Theologengewäsch durchzogenes Machwerk, das mit Ausnahme des Mittelteils (eine Überblicksdarstellung religionsgeschichtlich, theologiegeschichtlich und historisch relevanter Stationen des Christentums) nicht mehr zu bieten hat als rhetorisch geschickt verpackte Märchen, die dem linguistischen Anschein nach seriöse Wissenschaftlichkeit und Empirizität vorgaukeln, letzten Endes aber durch "konfessionell gebundene Vorurteile" (vermutlich - es schreit förmlich danach!) nichts weiter als geistig verbrämter Buchstabensalat ergibt, der von kritischen Fakten ablenkt und keine realistisches und nüchternes Bild der nach wie vor zahlenmäßig größten Religion dieser Erde ergibt.
Eine kleine Kostprobe als gleichzeitigem Abschluss gefällig?
Bitteschön:
"Die absolute Zukunft vollendet sich am Ende der Zeit in einem Heil, das mit der Geschichte nicht identisch ist, von ihr aber nicht abgelöst werden kann. Die Zukunft Gottes schließt die Zukunft der Welt ein."
Nun... Was für Geister, die nach intellektueller Klarheit streben, ein "Dorn im Auge" ist, ja zeitweise reale körperliche Schmerzen verursacht, ist (selbst heute!) für den normalen Theologie-Studenten dessen täglich Brot...
Wer sich "Heilung" (im besten messianischen Sinne ;-)) von solch Geschwurbel erhofft, dem empfehle ich "Der Dogmenwahn" von Kubitza, das neben scharfer analytischer Kritik auch mit Witz und Stil zu punkten weiß!
Dieses Buch bietet einen sehr guten und fundierten Einblick in das Wesen des Christentums. Dabei fand ich es hervorragend, dass der Autor Kurt Nowak auch die Ostkirche bedacht hat. Viele Werke, die ich über das Christentum kenne, beschränken sich ausnehmend auf unser westliches Christentum und lassen die orthodoxe Kirche weg. So konnte ich vor allem mein Wissen in diesem Gebiet erweitern, aber auch spannende Details aus der Geschichte aufschnappen. Vor allem für meinen Beruf war die Lektüre dieses Büchleins sehr wertvoll.
Es handelt sich um eine äußerst kurz gehaltene Synopse, die leider an vielen Stellen ausgeprochen vage gestaltet ist. Positiv anzurechnen ist dem Werk sicher der historische Überblick (der erste Teil). Insbesondere jedoch Teil 2 (über Grundinhalte des christlichen Glaubens) als auch Teil 3 (Ethik und Lebenswelt) sind sehr dürftig gehalten und einfach viel zu "verschwurbelt" formuliert. Für ein Werk, das sich eigentlich an Laien richten sollte, eigentlich völlig unzulässig. Ein Pluspunkt ist zwar das ständige Eingehen auf Unterschiede zur Ostkirche; andererseits werden andere Konfessionen (Baptisten, Evangelikale in den USA, Christen im Nahen Osten und Fernost oder Pfingstbewegungen in Südamerika) völlig ausgeblendet. Sie bei einem Titel wie "Das Christentum" wegzulassen, wird dem Anspruch nicht annähernd gerecht. Um es potenziellen Lesern leicht zu machen: Der erste Teil ist gut aufbereitet und wesentlich besser formuliert - bei ihm lohnt sich die Lektüre. Der Rest ist viel zu vage und nichtssagend - hier gibt es mit Sicherheit bessere Alternativen, um sich einen groben Überblick zu verschaffen.