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Friedrich Kittler zur Einführung
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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
January 11, 2024
Geoffrey Winthrop-Young nähert sich Kittlers Denken über ein Gedicht von Goethe (Wandrers Nachtlied), das sich wie ein roter Faden im ganzen Buch im Denken Kittlers erahnen lässt und daher, wie ich finde, einen sehr klug gewählten Einstieg darstellt.
Auch der Exkurs zu Schillers Don Carlos, zu dem Kittler sich die Akten der Karlsschule zukommen ließ, auf die Schiller gegangen war, um herauszufinden, wie diese Schule konzipiert war, welche Pflichten die Schüler hatten und welches Wissen (welche Werte) ihnen vermittelt werden sollte - um anhand dieser "Programmiervorschrift" Don Carlos interpretieren zu können - stellt ein exzellentes Beispiel für Kittlers technisch/ technologisches Denken dar.
Winthrop-Young spart auch nicht an den notwendigen kritischen Bemerkungen und Einordnungen, wenn es beispielsweise um Kittlers Heidegger-Liebe, seinen in Bezug auf Frauen teils abwertenden Ton in Aufschreibesysteme 1800/1900 oder um seine Kriegsfaszination geht.
Was mir vielleicht ein bisschen gefehlt hat, waren die Kuriositäten, die Kittler auch immer mal produziert hat: Winthrop-Young erwähnt zum Beispiel in seinem Ausblick zu Griechenland die legendäre Videoaufnahme nicht, die von einer Griechenland-Expedition existiert, bei der Kittler eine Opernsängerin an das Ufer stellte, wo angeblich einst die Sirenen in der Odyssee gesungen hatten, wohl um herauszufinden, was es mit dieser Szene auf sich haben könnte. Eine verpasste Gelegenheit für einen amüsanten Kapitelexkurs!
Bei der Fülle an Informationen, die in einem so kurzen Einführungsbuch verarbeitet werden müssen, sei dies aber verziehen und ich vergebe trotzdem fünf Sterne.
Auch der Exkurs zu Schillers Don Carlos, zu dem Kittler sich die Akten der Karlsschule zukommen ließ, auf die Schiller gegangen war, um herauszufinden, wie diese Schule konzipiert war, welche Pflichten die Schüler hatten und welches Wissen (welche Werte) ihnen vermittelt werden sollte - um anhand dieser "Programmiervorschrift" Don Carlos interpretieren zu können - stellt ein exzellentes Beispiel für Kittlers technisch/ technologisches Denken dar.
Winthrop-Young spart auch nicht an den notwendigen kritischen Bemerkungen und Einordnungen, wenn es beispielsweise um Kittlers Heidegger-Liebe, seinen in Bezug auf Frauen teils abwertenden Ton in Aufschreibesysteme 1800/1900 oder um seine Kriegsfaszination geht.
Was mir vielleicht ein bisschen gefehlt hat, waren die Kuriositäten, die Kittler auch immer mal produziert hat: Winthrop-Young erwähnt zum Beispiel in seinem Ausblick zu Griechenland die legendäre Videoaufnahme nicht, die von einer Griechenland-Expedition existiert, bei der Kittler eine Opernsängerin an das Ufer stellte, wo angeblich einst die Sirenen in der Odyssee gesungen hatten, wohl um herauszufinden, was es mit dieser Szene auf sich haben könnte. Eine verpasste Gelegenheit für einen amüsanten Kapitelexkurs!
Bei der Fülle an Informationen, die in einem so kurzen Einführungsbuch verarbeitet werden müssen, sei dies aber verziehen und ich vergebe trotzdem fünf Sterne.
February 24, 2015
Winthrop-Young's book on Kittler is a clear introduction to a brilliant yet also obtuse and opaque figure. Each chapter of the book covers a portion of Kittler's career and is preceded by an analysis of a central text applicable to that part of Kittler's life: Discourse Networks 1800/1900 is typified by Goethe's "Wanderer's Nightsong," his work on analogue and digital media characterized by Pink Floyd's song "Brain Damage," and his elliptical reach back to Greek Kulturtechniken distilled through a reading of the "Song of the Sirens" from Book 12 of Homer's Odyssey.
Winthrop-Young is able to explore the many insights of Kittler's groundbreaking work without lapsing into hagiography. For instance, he is (in my opinion rightly so) critical of Kittler's treatment of women, his essentializing of Greek music, and his largely apolitical approach to technology. Even so, Winthrop-Young presents a Kittler that is extremely applicable to the digital humanities, particularly in terms of his technologically specific historical orientation.
Winthrop-Young is able to explore the many insights of Kittler's groundbreaking work without lapsing into hagiography. For instance, he is (in my opinion rightly so) critical of Kittler's treatment of women, his essentializing of Greek music, and his largely apolitical approach to technology. Even so, Winthrop-Young presents a Kittler that is extremely applicable to the digital humanities, particularly in terms of his technologically specific historical orientation.
September 13, 2010
Probably the best introduction so far to the complex work of F. Kittler!
December 27, 2011
Schwer zu sagen, ohne Kittler vorher selbst gelesen zu haben. Bin jetzt nicht mehr sicher, ob ich Kittler als nächstes lesen möchte.
May 28, 2014
A decent enough introduction to the prickly German theorist. Winthrop-Young balances praise and criticism, and his focus extends from Kittler's early work to later explorations.
April 21, 2017
Para quienes nos interesa tanto la figura de Kittler como filósofo de la historia, o bien, como teórico de los medios. ¿Fundador? o no, de la nueva escuela alemana de análisis de los medios. Kittler es mi autor favorito.. sin duda.
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