Sie glauben an die Macht der Leidenschaft. Sie leben die Bedingungslosigkeit einer großen Liebe. Und sie verbünden sich gegen die Welt in ihren Bildern und ihren Träumen. Bis sie eingeholt werden von der Realität ? Eine Geschichte um das Wagnis der Liebe und des Lebens. Große Unterhaltung von Bestsellerautor Peter Prange. Als Laura Paddington Harry Winter das erste Mal begegnet, glaubt sie, dem »großen Zauberer« gegenüberzustehen ? jenem Mann, von dem sie seit Kindertagen träumt, damit er sie in eine andere Welt entführt. Es ist der Beginn einer großen Leidenschaft ? zwischen ihr, der kaum zwanzigjährigen Malerin, und ihm, dem großen Außenseiter der Kunst. Gegen den Willen ihrer Eltern folgt Laura Harry ins Paris der Dreißigerjahre. Als sich auch dort die Welt gegen die beiden verschwört, fliehen sie nach Sainte-Odile, ein Dorf in den Pyrenäen, das zum Paradies ihrer Liebe wird. Einem Paradies, aus dem sie schon bald vertrieben werden. Denn die Zeiten sind dunkel. Und so muss sich in einer Odyssee, die sie quer durch Europa führt, zeigen, was stärker ist: die Wirklichkeit oder die Fantasie. Die Barbarei oder die Liebe.
Laura Paddington lernt in Londen den Maler Harry Winter kennen. Sofort ist sie von ihm fasziniert. Auch er findet Laura hinreißend, und schon am nächsten Tag fahren die beiden zusammen nach Cornwall. Laura wird Harry´s Muse und schon bald seine Geliebte. Sie ziehen nach Frankreich und kaufen in einem kleinen Dorf ein altes Landhaus. Das Häuschen wird ihr Zauberhaus. Sie richten es nach ihrem Geschmack her und erleben wunderschöne glückliche Zeiten dort. Aber dann holt der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die beiden ein. Harry wird in ein Lager gebracht, denn er gilt als entarteter Künstler. Laura kann die Trennung kaum verkraften; sie erkrankt schwer... Werden die beiden sich wiedersehen? Ich möchte nicht zu viel hier verraten, aber dieses Buch erzählt auf besondere Art und Weise die Geschichte einer großen Liebe. Man kann dieses Buch nicht in einem Rutsch lesen; man muß immer wieder zwischen den Kapiteln pausieren und das Gelesene auf sich wirken lassen - so ging es mir jedenfalls. Man fiebert mit den Protagonisten und hofft, daß alles zu enem guten Ende finden wird. Dieses schöne Buch kann ich durchaus empfehlen, aber man sollte sich Zeit dafür nehmen.
A little different love/lust story between two artists (both too weird for my own taste) in the middle of World War 2. Book focuses mostly on these two, there is no front view to the war itself.
Das Äußere: Das Taschenbuch ist mit seinen knapp über 500 Seiten gerade noch gut zu handeln. Der Buchrücken ist stabil und nach einmaligem Lesen noch nicht „rundgelesen“ – das finde ich immer sehr wichtig. Das Cover zeigt ein schemenhaftes Pärchen vor Pariser Kulisse. Man sieht den Eifelturm im Hintergrund. Aufgrund des Covers könnte man an eine einfache Liebesgeschichte denken, aber so einfach macht das Buch es einem nicht.
Das Innere: In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts trifft Laura Paddington auf den wesentlich älteren Maler Harry Winter. Immer schon hat sie den Künstler geliebt. Als sie sich kennenlernen, ist klar, dass sie zusammenbleiben – aber es soll einige Zeit dauern, bis sie auch wirklich Liebende werden. Zunächst gelangen sie in den Wirren der 30er Jahre gemeinsam nach Paris und geben sich einige Zeit dem Leben im mondänen, künstlerischen Paris hin. Doch der Krieg rückt immer näher, und so flüchten beide zunächst nach Saite-Odile-d’Ardèche, einem kleinen Ort in der Provence. Hier sind sie so kreativ wie nie zuvor und erschaffen gemeinsam ein großartigen Wandgemäldes, die „Himmelsbeute“. Leider bleibt ihr Glück nicht von Dauer, denn zum einen ist Laura scheinbar schwer krank, zum anderen wird Harry als Deutscher kurz nach Kriegsausbruch von den Franzosen interniert. Laura vermisst Harry sehr, doch ob sie trotz des Krieges wieder zueinander gelangen können?
Das Wesentliche: Wie oben schon erwähnt, eine leichte Liebesgeschichte, wie sie das Cover vielleicht versprechen mag, versteckt sich in diesem Buch definitiv nicht. Vielmehr ist es schwierig, sich auf das Paar einzulassen. Das Pariser Künstlermetier erstaunt mehr als dass es beeindruckt. Hinzu kommt Harrys Unwillen, sich zu Beginn auf Laura einzulassen, obwohl er offensichtlich auch von ihr bezaubert ist. Da verwundert es fast nicht, dass Laura sich zunächst einem anderen aus der Riege der Künstler zuwendet.
Besonders schön beschrieben ist dann – nach meinem Geschmack – erst die Idylle im sog. „Zauberhaus“ in der Provence. Hier können beide ihre Liebe leben und müssen sich nach nichts sonst richten. Lauras Krankheit wird zwar auch hier thematisiert, aber der Leser erfährt immer noch nichts Genaueres. Erst an dieser Stelle im Buch habe ich mich ganz darauf einlassen können und habe die beiden so sein lassen können, wie sie sind. Hier habe ich die große Liebe der beiden nahezu mitempfinden können.
Der Kriegseinbruch bringt die Idylle mächtig ins Wanken. Laura muss mit Harrys Abwesenheit zurechtkommen, zerbricht aber fast daran. Ihre Halluzinationen gehen irgendwann so weit, dass sie nicht mehr alleine bleiben kann. Dies löst im Leser widersprüchliche Gefühle aus. Man möchte Laura fast bei den Schultern packen und schütteln, damit sie wieder zu sich kommt. Denn Harry erscheint parallel dazu im Lager eher reifer zu werden und Verantwortung zu übernehmen.
Es gibt einige Charaktere im Buch, die ebenfalls beeindrucken: hier ist zum einen Lauras beste Freundin Geraldine zu nennen, die sich um Laura in ihrer geistigen Umnachtung kümmert, obwohl sie sich lange Zeit nicht mehr gesehen haben. Auch Harrys Sohn aus erster Ehe, Bobby, entwickelt sich vom um die Eltern besorgen Sohn zu einem Mann, der fest im Leben steht. Er reist voraus nach Amerika und versucht seine Eltern zu überzeugen, das europäische Kriegsgebiet so schnell wie möglich zu verlassen. Auch erwähnen sollte man Debbie, die amerikanische Kunstsammlerin, die sich ebenfalls zu Harry hingezogen fühlt und dabei sich selbst fast aufgibt.
Überhaupt ist Harry als Mann scheinbar unglaublich attraktiv – viele Frauen sind von ihm beeindruckt, obwohl er nicht immer freundlich mit ihnen umspringt. Harry, Laura und Debbie haben übrigens jeweils ein Vorbild im wirklichen Leben; mehr möchte ich jedoch nicht verraten. Dennoch hat mich das Buch am Ende so beindruckt, dass ich mir vorstellen kann, die eine oder andere Biographie zu lesen – was definitiv lange kein Buch mehr in mir ausgelöst hat. Man hat mich bei der Mayerschen Buchhandlung auf jeden Fall schon auf der Couch sitzen sehen können, schmökernd in Bildbänden…
Wer mehr wissen will: Peter Prange hat auf seiner Homepage etwas mehr dazu beschrieben. Auch von seiner Reise auf den Spuren der Vorbilder seiner Protagonisten.
Das Fazit: Das Buch hat mich beeindruckt. Ich musste aber eine ganze Menge anfängliches Unverständnis für die Protagonisten und ihre Handlungsweisen beiseitelassen, um zu diesem Urteil zu gelangen. Wer sich auf das Buch einlassen kann und will, wird mit einem Leseerlebnis belohnt, das lange nachwirkt. Vier von fünf Leselöwen daher von mir – nur einer wird abgezogen, weil der Beginn für mich etwas sperrig war.
Kolem této knihy jsem chodil jako okolo horké kaše. Kdybych měl dát jen na anotaci nakladatele, nikdy bych se o ní nezajímal. Doporučení bylo silné, ale já ji stále odkládal a odkládal. Teď přišla chvíle, kdy jsem si z té povodně knih neuměl jednu vybrat, a volba tedy padla na tuto. Co chci říct jak první: nejsilnější devíza Uloupeného ráje je velký příběh. Ovšem, je to vlastně příběh lásky, přitom ale o romantiku a sladkobolná vyznání vůbec nejde. Je to spíš příběh o 30. a 40. letech 20. století pohledem umělecké komunity. Přestože se Prange v doslovu dušuje, že si to celé vymyslel, je báječně snadné věřit tomu, že to tak v té době zkrátka chodilo. Židovský malíř německého původu utekl do Francie před nastupujícím běsem, ale nakonec musel prchat i z Francie. Nejdřív proto, že jako Němec je na straně nepřátel a po německé okupaci Francie je jeho židovský původ opět nebezpečný. Malíř má svou múzu, a žačku zároveň. Je to možná první žena, kterou miluje a se kterou chce zemřít, nicméně "chcete-li pánaboha rozesmát, povězte mu o svých plánech".
Uloupený ráj je neprávem opomíjená kniha, možná proto, že ji většina lidí vnímá jako romantickou četbu. Ano - romantická četba to je, ale rozhodně to není červená knihovna, ani nové porno pro matky. Je to inteligentní román s velkým, silným příběhem.
Mladucka studentka umenia Laura Paddingtonova sa po jednom pohlade na starnuceho maliara a bohema Harryho Wintera rozhodne, ze s nim odide... kamkolvek na svete. Opusti rodinu a najde sa na prahu druhej svetovej vojny vo Francuzsku, kde hra muzu bonvivanovi, co by jej mohol byt otcom. A spolu s nim sa prepada do sialenstva...
Nerozumiem, kde to vzalo skoro 4 hviezdy. Cisto historicko-dejova cast bola celkom dobra (opis internacneho tabora vo Francuzsku, veci z USA a pod.), ale tie psychedelicke casti boli uplne mimo mna. Vety naskladane za sebou, detsko-eroticke pouzitie "Dadu" a jeho opisy (to fakt?!)... rozumiem, ze umelci v tom case mohli byt na uplne inej vlnovej dlzke, ale toto bolo dost nestastne rozobratie temy. Za mna nie.
Ich gebe dem Buch zwei Punkte, weil Liebesromane auch generell nicht mein bevorzugtes Genre sind. Dieses Buch gehört auch zu dem Stapel, den ich geschenkt bekommen habe und mich demnach auch verpflichtet fühle sie zu lesen. Hinzukommt, dass ich Bücher nicht anfangen und dann weglegen kann. Die Charaktere sind im höchsten Maße egoistisch, unsympathisch und rundheraus kindisch (nicht auf die gute Art und Weise). Ich empfinde die gesamte Geschichte auch nicht als Liebesgeschichte. Die im Kladdentext als Jahrundertliebe bezeichnete Geschichte ist eigentlich eher eine Aneinanderreihung von Ereignissen in denen Harry Laura ausnutzt und sie sich der Sache fügt, weil sie nicht erwachsen werden will - bzw. keinerlei Interesse daran hat Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Letzteres zeigt sich vor allem daran, dass sie ihren Vater für alles verantwortlich macht und auch Roberto und ihren letzten Ehemann nur deswegen heiratet, weil die ganz offensichtlich Verantwortung für sie und ihre Gesundheit übernehmen. Harry wird als großer Charmeur und toller Künstler dargestellt, ist aber nichts anderes als ein Egoist, der Frauen immer dann ausnutzt und betrügt, wie und wann es ihm passt. Er ruht sich eigentlich die meiste Zeit des Buches auf der finanziellen Unterstützung anderer aus - sei die nun Laura oder am Ende die Amerikanerin (deren Namen ich schon wieder vergessen habe). Generell ein Buch, dass bestimmt Anklang bei Freunden von Liebesgeschichten findet, für mich jedoch keinerlei Reiz hervorruft (es gibt durchaus auch Romane des Genres, die mir zugesagt haben).
This entire review has been hidden because of spoilers.
This was much more fun than I expected it to be. Not your usual WWII story, very artsy, very Paris and worth the read. I didn't like any of the characters at the beginning, but found myself rooting for them soon enough.
Meine Meinung Dieses Buch würde bei mir in die Kategorie „Coverkauf“ fallen, was bei mir selten passiert. Doch tatsächlich habe ich mich erst in das Cover verliebt, den Inhalt als interessant befunden und es mir gekauft. Dennoch hatte ich Sorge, dass mich das Künstlerpaar kalt lassen könnte, weil mich ihre Materie einfach nicht so sehr interessiert wie manch andere. Das dachte ich zumindest. Doch Peter Prange ist hier etwas Außergewöhnliches gelungen, etwas Faszinierendes. Von Anfang an war ich in der Geschichte drin und gespannt, was als nächstes passiert, was nicht zuletzt am gut gewählten Aufbau des Romans lag. Er ist unterteilt in mehrere Abschnitte, je nach dem, wo und wann sich die Charaktere gerade aufhalten und diese Abschnitte bestehen jeweils auch noch aus Kapiteln, die sehr kurz, teilweise nur eine Seite lang, sind. Das hat mein Lesetempo enorm gesteigert, da ich mir bei jedem Kapitel dachte „Ach, das kannst du jetzt auch noch lesen“ und so ging das schließlich, bis das Buch zu Ende war. Hinzu kommt der wunderschöne Schreibstil. Der Autor hat eine faszinierende Art, mit Worten umzugehen und vermag es, den Leser damit so sehr in seinen Bann zu ziehen, dass man das Buch nur schwer weglegen kann. Durch seine Beschreibungen hatte ich jede Ort- und Landschaft bildlich vor Augen, konnte mir sogar die Kunstwerke vorstellen, die die Protagonisten während der Lektüre malen, obwohl ich auf dem Gebiet ein Amateur bin. Vom Aufbau und Schreibstil gibt es von mir also definitiv nur Positives zu berichten. Bezüglich der Charaktere sieht es ganz ähnlich aus. Ich muss zugeben, ich habe mich nicht sofort an die Persönlichkeiten gewöhnen können. Sowohl Laura, als auch Harry (vor allem aber dieser) sind extreme Freigeister und Träumer. Der Lebensstil, den Harry pflegt, konnte ich nicht nachvollziehen, und doch passte es wie die Faust aufs Auge. Er ist Künstler, er wird gesteuert von seinen Emotionen und er ist ein oberflächlicher Egoist. Oberflächlich nicht in dem Sinne, dass er das Innere eines Menschen unwichtig findet, aber er legt großen Wert auf das Schöne und das Schönsein. Deshalb liegt es auf der Hand, wie sehr er sich in die Naturschönheit Laura verliebt – an einer Stelle sagt er ihr sogar, dass sie immer so schön bleiben solle, weil er sie sonst nicht mehr lieben könne. Das fand ich doch sehr unsympathisch, aber im Laufe des Buches lernt man, dass Harry nunmal so ist und man lernt, ihn trotzdem gern zu haben. Nun zu Laura. Diese ist ein nicht weniger außergewöhnlicher Charakter. Sie ist sehr verträumt und metaphorisch. Sie macht alles, was sie macht, mit viel Hingabe und lebt spürbar für den Moment. Zudem ist sie sehr geheimnisvoll. Von Anfang an weiß man, dass sie unter einer Krankheit leider, „der Sache“, doch weiß man nicht, was für eine Krankheit das ist. Alles in allem harmonieren die beiden perfekt miteinander. Dadurch, dass sich auch die Perspektiven abwechseln, bekommt man Einblicke in beide Charaktere und kann die meisten Handlungen und Gedanken nachvollziehen, auch, wenn das durch die sehr speziellen Persönlichkeiten manchmal schwer fällt. Zur Handlung mag ich gar nicht viel sagen, denn sonst würde ich zu viel verraten. Auf jeden Fall ist sie sehr spannend, obwohl das Hauptaugenmerk auf der Liebe zwischen Laura und Harry liegt. Trotzdem bekommt man viele Orte zu „sehen“ und sammelt Eindrücke aus dem damaligen Zeitgeist der Künstler und Intellektuellen. Doch natürlich spielt auch der Zweite Weltkrieg eine entscheidende Rolle. Mir hat gefallen, dass dieser zu Anfang von den meisten Charakteren nicht ernst genommen wurde. Hitler und seine Machenschaften wurden belächelt, alles durch eine rosarote Brille wahrgenommen. Umso authentischer war es dann, als alles klar wurde, wie ernst der Krieg wirklich war. Das Ende kam für mich sehr unerwartet und hat mich zum Nachdenken gebracht. Das hat sich der Autor wirklich gut überlegt, denn nach einigem Grübeln ist mir klar geworden, dass es ideal passt.
Fazit Alles in allem war das eine wirklich schöne Lektüre. Wer auf Kunst, außergewöhnliche Persönlichkeiten, einen tollen Schreibstil oder einfach nur den Zweiten Weltkrieg steht, der sollte sich „Himmelsdiebe“ auf jeden Fall anschauen. Erst wollte ich einen halben Punkt abziehen, weil ich Harry zeitweise echt unsympathisch und grob fand, doch mir ist klar geworden, dass das genau der Grund ist, warum ich nichts abziehen sollte – denn so sind die Charaktere, authentisch von Kopf bis Fuß. Demnach: 5 von 5 Sternen!
Ein Liebesroman Ein Künstlerroman Ein Geschichtsroman Ein Gesellschaftsroman Ein Entwicklungsroman Ein Kriegsroman Ein Schlüsselroman
Als Laura Paddington den Künstler Harry Winter bei seiner Ausstellung in London das erste Mal sieht, ist es Liebe auf den ersten Blick. Es scheint so als wäre Magie im Spiel, denn Harry beendet die Beziehung zu seiner Muse Florence um mit Laura zusammensein zu können. Wenig später reisen die beiden nach Paris, wo sie sich in den hohen Künstlerkreisen bewegen. Um sich ihr eigenes Paradies und Liebesnest zu schaffen, ziehen sie nach Saint - Odile. Dort können sie ihre Liebe ausleben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In dieser Zeit sind beide am Höhepunkt ihrer künstlerischen Fähigkeiten.
Doch alles verändert sich, als der 2. Weltkrieg ausbricht. Harry wird aufgrund seiner deutschen Herkunft in ein Lager versetzt und Laura kann mit diesem Verlust nicht umgehen. Ihre heile Welt droht zerstört zu werden. Wird ihre große Liebe letztendlich siegen können?
Peter Prange ist mit 'Himmelsdiebe' ein wunderbarer Roman gelungen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so sehr berührt, mitgerissen und begeistert hat. Bereits die äußere Gestaltung des Buches ist wunderschön und lässt auf die Thematik im Buch schließen.
Mich hat vorallem die Seelenverwandtschaft der beiden Protagonisten sehr berührt. Der Roman beginnt recht sexistisch doch schnell merkt man das es wahre und ewige Liebe ist, die Harry und Laura miteinander verbindet. Peter Prange versteht es, durch ausschweifende Beschreibungen und Dialoge den Leser in den Bann zu ziehen und in die Geschichte eintauchen zu lassen. Der ständige Wechsel von Glück, Liebe und Freude zu Trauer, Hoffnungslosigkeit und Hass ist glaubwürdig. Besonders die Zeit von Harrys Inhaftierung ist von der depressiven, negativen Stimmung geprägt.
Der Leser erfährt auch viel über die Internierungslager und die menschenverachtenden Lebensverhältnisse während des zweiten Weltkriegs. Der Kampf um die Papiere, die für die Ausreise nach Amerika notwendig sind, wird auch ausführlich geschildert. Durch die bildhafte Sprache Pranges wird dieser traurige und teilweise trockene Stoff unterhaltsam mit Harry und Laura in die Geschichte eingefügt.
Peter Pranges Roman enthält viele verschiedene Elemante jedoch konzentriert er sich überwiegend auf die Beschreibung der Gefühle und der Atmosphäre. Das Buch ist an keiner Stelle schnulzig oder übertrieben, mir kommt es vor als hätte der Autor genau an jeder Stelle, den richtigen Satz verwendet. Die Liebesgeschichte nimmt den größten Teil der Handlung ein, aber die Kunst (Malerei) ist auch ein wichtiges Element im Buch, da es die beiden miteinander verbindet.
Fazit: 'Himmelsdiebe' hat mich absolut überzeugt, denn die authentischen und sympathischen Charaktere sowie die Atmosphäre haben es mir ermöglicht während des Lesens immer weiter in die Dreißiger/Vierzigerjahre einzutauchen. Auch lange nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich an Harry und Laura zurückgedacht. Und das ich doch sicherlich ein gutes Zeichen, wenn der Leser auch nachdem er das Buch beiseite gelegt hat noch den ein oder anderen Gedanken daran verliert.
Das Leben zwischen den Kriegen, während der künstlerischen Stilrichtungen Surrealismus und Dadaismus war ein Leben nahe des Wahnsinns. Ein Leben bestimmt durch verrückte Feiern und die Art das Leben als großes buntes Schauspiel zu betrachten. Vor dieser Kulisse entwickelt sich eine der größten Liebesgeschichten in der Künstlerszene dieser Zeit. Eine blutjunge Kunststudentin aus England und ein gestandener deutscher Künstler suchen ihre Liebe und ihre Kunst gemeinsam in der Künstlerszene Frankreichs. Gerade in dieser Künstlerszene kann man sich einfach nur grandios einfühlen als Leser, denn insbesondere diese Darstellung ist genial gelungen und man kann sich geradezu vorstellen sich unter den sich treffenden Künstlern zu befinden und den Feiern beizuwohnen. Um ihrer Kunst noch nähre zu kommen entfliehen die Protagonisten diesen Strukturen jedoch aufs Land. Dort angekommen wächst nicht nur ihre Kunst, sondern vor allen Dingen ihre Liebe zueinander und bald halten sie es kaum noch ohne einander aus, während sie gemeinsam wie im Rausch am Rand des Wahnsinns leben. Dann jedoch beginnt der Blitzkrieg der Nationalsozialisten und die beiden werden durch seine Nationalität auseinander gerissen. Das Leben am Rand des Wahnsinns ist vorbei und beide müssen sich entscheiden nun in der Realität anzukommen oder dem Wahnsinn vollkommen zu verfallen. Gerade dieser Wahnsinn ist durchweg, soweit von den Charakteren erreicht, genial dargestellt und selbst als Leser weiß man in einigen Situationen nicht, was Wahrheit und was Wahnsinn ist und die Unterscheidung zwischen Realität und Wahnvorstellung verschwimmt immer mehr. Neben dieser Liebesgeschichte und der Kunst ist in nicht minder künstlerischer und bildhafter Sprache, jedoch auch sehr realistisch, der Krieg dargestellt und die Schwierigkeiten der Deutschen, die im Ausland lebten. Zunächst fiel es mir zwar ein wenig schwer mich mit den Figuren Laura und Harry zu identifizieren und viele ihrer Gedanken, Handlungen und Entscheidungen konnte ich gar nicht nachvollziehen, aber sie waren trotzdem von Beginn an interessante Charaktere. Besonders klar wurde mir das, nachdem mir das Licht aufging, dass die beiden auf realen Menschen basieren, deren Kunst und Geschichte ich schon immer recht interessant fand. Wessen Leben hier in dieser Geschichte fiktionell aufgearbeitet wurde, werde ich jedoch nicht sagen, aber wer sich mit der Kunst ein wenig auskennt, der wird es selbst beim Lesen sehr schnell herausfinden können. Eindeutig wird das Buch durch seine künstlerischen Aspekte, dem Künstler auf dem es basiert, gerecht, jedoch muss man als Leser insbesondere mit dem Wahnsinn im Buch und dem Leben in seiner Nähe klar kommen, ansonsten fällt es schwer in die Geschichte hineinzukommen und das Buch kann einem dann wohl eher auch nicht unbedingt gefallen. Kann man damit jedoch umgehen und lässt sich trotz der Wirren nicht vollkommen verwirren, dann ist es auch seine Weise ein sehr gutes Werk.
Bisher hatte ich keinerlei Ambitionen ein Buch von Peter Prange zu lesen. Warum das so war, kann ich nicht mal sagen. Vielleicht haben mich einfach die Titel und Klappentexte nicht angesprochen. Hätte ich mich mal eher dazu durch gerungen, denn das Buch war wirklich toll.
Laura Paddington lernt Harry Winter auf einer Vernissage kennen und ist sofort überzeugt, dass er, der berühmte Maler ihr "großer Zauberer" ist. Sie verbringen den Abend miteinander und von da an auch die nächste Zeit ihres Lebens. Sie ziehen sich in ein Dorf in den Pyrenäen zurück und erleben dort wahrhaftig zauberhafte Monate. Dann wird Harry, der Deutscher ist, in ein Lager gebracht und der Kontakt der beiden verliert sich.
Anfangs war ich ein wenig befremdet, da Harry ein sehr durchgeknallter Typ ist. Er sucht immer die andere Seite, also das, was weniger fantasiereiche Menschen seiner Meinung nach nicht finden können, nämlich die andere Welt. Dafür nehmen Laura und Harry Drogen und schaffen es auch, ihr Heim in ihre Fantasiewelt zu verwandeln. Die Beschreibungen dieser Fantasiewelt war für mich meist ziemlich abstrakt, da ich mir zwar die Bilder, die Laura und Harry malten vorstellen konnte, aber nicht viel damit anfangen kann. Der Autor schreibt auf seiner Seite, dass er für die beiden Protagonisten reale Personen als Vorbild genommen hat. Da ich aber was die Malerei angeht überhaupt keine Ahnung habe, konnte ich nicht rausfinden, wer damit gemeint war. Und im Grunde ist es mir auch egal.
Die Geschichte ist trotz der abstrusen Gedankenwelt Harrys und später auch Lauras sehr gut zu lesen und verständlich. Man merkt einfach, dass die beiden in einer Traumwelt leben und dort auch nicht hinaus wollen. Der Autor hat die Charaktere so authentisch beschrieben, dass ich mit gelitten habe, als sie getrennt waren. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe jede freie Minute mit dem Buch verbracht.
Um dem Buch folgen zu können, braucht man keinerlei Kenntnisse, was das Malen oder die entsprechenden Künstler angeht. Es geht ohnehin größtenteils um die Liebesgeschichte von Laura und Harry.
Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Peter Prange. Ich kann es allen, die sich auf eine etwas verquere Einstellung zum Leben einlassen können, empfehlen.
Nagyon kíváncsi voltam erre a könyvre, mert tudjátok: a II. vgh-s történeteket nagyon kedvelem. Ha van benne egy kis romantika, akkor meg pláne. Ha esetleg köze van a holokauszthoz, akkor pedig kihagyhatatlan számomra. Nos, ezzel a könyvvel kapcsolatban számítottam mind a 3 dologra. Félbehagytam, de senki se mondhatja, hogy nem adtam neki esélyt, mert a 344. oldalon mondtam azt, hogy elég volt, ennyi volt, nem birom tovább.
Mi is volt a problémám? A főszereplőink művészek és magának a történetnek is olyan a hangulata, mintha művészet lenne. Látomások, összemosódások a képzelet és a valóság között, amikor nem tudtam eldönteni, hogy amit olvasok, az tényleg megtörtént vagy épp csak beszívott a főszereplő vagy csak simán nem normális.
Tán olyan olvasót, aki művészeti beállítottságú elvarázsolhat ez a történet, de mivel én nem ilyen vagyok, számomra csak fura volt az egész és zavaró.
Ano, je to romantické, ale rozhodně to není červená knihovna ani "a žili spolu šťastně až do smrti". Nikdo, kdo má rád dobu umělecké avantgardy a chce ji navštívit, by neměl být zklamán. Bez ohledu na to, že postavy a jejich osudy jsou vymyšlené. Doba vymyšlená není. "Obrazotvornost je mocnější než jakákoliv skutečnost." Krásná knížka.