Tausche Seele gegen Erfolg. Sascha Lobos packender Debütroman über die Lebensgier in den Zeiten der New Economy.
«Der Croupier warf die Kugel in den Kessel, schaute mich aufmunternd an und sagte: ‹Rien ne va plus.› Es fiel die 23. In diesem Moment war ich vollends überzeugt, dass sich gerade mein Schicksal entschied – mit dem Agenturverkauf, mit dem vielen Geld, das wir bekommen würden, mit Lena, irgendwie auch mit Sandra, mit meinem Leben. Das Schicksal war auf meiner Seite.»
Unterhaltsam und schnell gelesen. Irgendwann liest man nur noch aus Ekel vor dem Hauptdarsteller und eigentlich allen anderen Figuren im Roman (vielleicht mit Ausnahme von Stefans Freundin) weiter. Das ist auch der Punkt, an dem es langweilig wird.
Ich verstehe nicht, warum dieses Buch überall so verrissen wird? Bestimmt persönliche Abneigung gegen den Autor. Ich fand es jedenfalls sehr unterhaltsam und sehr nah dran an der Agenturrealität, die ich auch selbst erlebt habe. Größenwahnsinnige Start-Ups gibt es auch heute noch...