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Kommissar Dühnfort #3

So unselig schön

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In einer leerstehenden Brauerei im Süden Münchens wird eine enthauptete Frauenleiche gefunden. Kommissar Dühnfort wird bald klar, dass er einen Serientäter jagt, der von Bildern besessen sein muss. Die junge Fotografin Vicki hingegen, die die Leiche gefunden hat, ermittelt auf eigene Faust. Sie kommt dem Mörder schließlich gefährlich nahe...

431 pages, Paperback

Published January 14, 2011

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About the author

Inge Löhnig

24 books29 followers
Inge Löhnig (born 1957 in Munich) is a German author, best known for her series of crime novels about investigator Konstantin Dühnfort. She also publishes under the pen name of Ellen Sandberg.

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Community Reviews

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35 (26%)
4 stars
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2 stars
4 (2%)
1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,171 reviews641 followers
December 23, 2021
Vicki, eine junge Auszubildende in einem Reisebüro, fotografiert in ihrer Freizeit gerne in verlassenen Gebäuden. Als sie in einer verfallenen Brauerei Fotos macht, entdeckt sie dabei eine Leiche. Sie alarmiert die Polizei. Als Vicki jedoch aufgefordert wird, ihre Speicherkarte mit den gemachten Fotos abzugeben, behält sie die zweite Speicherkarte für sich. Als sie die Bilder zu Hause auf ihrem PC betrachtet, entdeckt sie einen Hinweis und nimmt selbst Ermittlungen auf…
Gleichzeitig versuchen auch Kommissar Dühnfort und sein Team dem Mörder auf die Spur zu kommen, und schnell wird klar, dass sie es hier mit einem Serientäter zu tun haben.
Die Ermittlung von Kommissar Dühnfort und die Ermittlungsversuche von Vicki werden hier parallel geschildert, so dass es zwei Sichtweisen zur Tat gibt, was mir persönlich sehr gut gefällt! Das macht dieses Buch noch ein Stück interessanter, und der Leser kann gespannt verfolgen, auf welche Schlussfolgerungen die Polizei und Vicki unabhängig voneinander kommen.
Zudem versteht Inge Löhnig es, ihren Figuren Leben zu geben! Der Leser liest nicht nur einen guten Krimi, er erfährt auch viel über die verschiedenen Charaktere und deren Gefühlsleben. Dadurch kann der Leser sich die Figuren bzw. die Handlung noch besser vorstellen und in die Geschichte eintauchen.
Mir hat es zum Beispiel sehr gut gefallen, wie Kommissar Dühnfort beschrieben wird. Er ist kein aalglatter Typ, sondern ein Mann mit ganz normalen Problemen, Wünschen und Hoffnungen. Es war schön, neben dem eigentlichen Krimi auch über ihn bzw. über Vicki zu lesen.
Das Buch blieb bis zum Ende spannend! Zwar wurden dem Leser bald drei Tatverdächtige präsentiert, aber das Ende war dann für mich doch überraschend.
Ich hoffe, dass Inge Löhnig ihre Reihe um Kommissar Dühnfort fortsetzen wird; ich werde sie dann auf jeden Fall lesen!
Profile Image for Hasewue.
165 reviews
April 5, 2020
In seinem dritten Fall ermittelt der Münchener Kommissar Konstantin Dühnfort in einen Mordfall bei dem in einer verfallenen Brauerei im Süden der Stadt eine enthauptete Frauenleiche gefunden wurde.
Dabei wird auch schnell klar, dass es sich hier um keinen Einzelfall handelt und die Leichenfinderin Vicki, eine junge Fotografin, beginnt auch noch auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei dem Mörder sehr nahe.
Inge Löhnig hat mit dühnforts drittem Fall „So unselig schön“ wieder ein unbeschreiblich gutes Buch geschrieben.
Die Atmosphäre kommt in diesem Fall besonders gut zur Geltung, da die Schilderungen von München sehr detailreich sind und der Lokalkolorit so nicht zu kurz kommt. München ist eine wunderschöne Stadt mit ihrem ganz besonderen Charme und eignet sich so bestens als Kulisse. Man kann sich so auch gut in die Handlung hineinversetzen und alles wird dadurch sehr real und greifbar.
Das Thema ist wieder einmal sehr interessant und spannend geschildert mit zahlreichen Details und es entsteht dadurch eine sehr dichte und gute Atmosphäre.
Löhnigs Erzählstil ist ganz besonders und sehr lebhaft. Die Geschichte ist sehr vielseitig mit authentischen und altbekannten Charakteren bei denen man das Gefühl hat als ob man alte Freunde wiedertrifft mit all ihren Schwächen und Stärken.
Alois und Dühnfort sind für mich wie gewohnt sehr sympathisch und Dühnforts Zwiespalt zwischen Agnes und Gina wird wieder sehr gut dargestellt und der Leser spürt richtig seinen inneren Kampf. Gina gefällt mir jedoch von Fall zu Fall immer weniger. Fand ich sie im 1. Fall „Der Sünde Sold“ noch richtig sympathisch und witzig, war sie hier nur noch zickig und Dühnfort ließ sich viel zu viel von ihr gefallen.
„So unselig schön“ war wieder ein wunderschönes und äußerst spannendes Buch. Besonders die Geschichte um Vicki war gut geschildert und interessant. Vicki ist an sich ein spannender und sympathischer Charakter bei dem ich mich sehr auf ein Wiedersehen freuen würde.
Das Buch ist auch von Beginn an spannend und obwohl ich mit der Zeit einen langsamen Verdacht hatte war die Auflösung doch überraschend und unerwartet.
Man sollte die Bücher aber chronologisch lesen, da Teil 2 mit einem Cliffhanger endet, der hier aufgelöst wird und auch Dühnforts Privatleben ist so besser verständlich und nachvollziehbarer.
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Fälle mit meinem Lieblingskommissar.

5 von 5 Sternen!
Profile Image for Andrea M.
384 reviews7 followers
November 7, 2019
Obwohl ich lange vermutet hab, wer der Täter war und auch richtig gelegen habe, habe ich nicht so richtig verstanden warum.
Daher mein Punktabzug. Ich mag diese Reihe und die Protagonisten.
Gut zu lesen, spannend, nicht zu blutig.
1,372 reviews6 followers
October 1, 2018
Spannender Krimi mit überraschendem Ausgang, bzw. Mörder
Profile Image for Corinna.
114 reviews21 followers
March 14, 2015
Kommissar Dühnfort steckt in einer Krise. Seit seinem Segelunfall ist er verunsichert. Nicht verunsichert in seiner Arbeit, sondern im Umgang mit Gina. Täglich arbeiten sie zusammen und dennoch spürt er immer mehr wie sich eine Mauer aufbaut und das entspannte Verhältnis der beiden trübt. Als er zu einem Mord in einer alten Brauerei gerufen wird. Was er dort vor findet lässt ihn stutzen und seine Aufmerksamkeit verlagert sich, denn es gilt herauszufinden warum in der Leiche kein einziger Tropfen Blut mehr vorhanden ist und nach welcher Vorlage der Täter mordet. Denn es ist von Anfang an klar, dass dies nicht sein erster Mord gewesen sein kann.

Nach einiger Zeit der Ermittlung tritt Agnes wieder ins Bild und bringt alles durcheinander. Denn jetzt ist sich Dühnfort nicht mehr sicher, ob er jetzt Agnes oder Gina will. Dadurch rückt die Ermittlung bezüglich des Täters weit in den Hintergrund. Es geht gefühlt das halbe Buch nur darum, ob er lieber Agnes oder Gina als Freundin hätte. Als sich dann auch noch Gina und Alois gegen Dühnfort verbünden und sich auf einen Täter einschießen wird es anstrengend. Es scheitert eigentlich schon von Anfang an an der Teamarbeit, denn Alois widersetzt sich in diesem Teil sehr oft seinem Chef und nimmt schon vorher keine Befehle mehr entgegen und Gina ist größtenteils in diesem Buch ungewöhnlich unfreundlich und ruppig.

Manchmal war Liebe eben eine Einbahnstraße.

Seite 64

Vicki, eine Hobbyfotografin findet die Leiche, denn sie war dort um zu fotografieren. Etwas unwillig rückt sie ihre Fotos an die Polizei heraus. Sie will eigentlich nur ihren Frieden haben und finden. Als Auszubildende in einem Reisebüro versucht sie „scheißbürgerlich“ zu werden. In ihrem jungen Leben hatte sie es nicht wirklich einfach und schafft es dennoch immer irgendwie auf den Füßen zu landen. Als Dühnfort und sein Team immer noch im dunklen tappen beschließt Vicki sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder zu machen und tritt damit eine Lawine los, deren Ausmaß ihr nicht wirklich bewusst ist und sie in den Fokus des Täters rückt.

Fazit

Obwohl ich das Buch stellenweiße sehr langatmig und anstrengend zu lesen fand, tappte ich bezüglich des Mörders bis zum Schluss im Dunklen, manchmal kann ich ziemlich naiv sein. Inge Löhing hat genügend Verdächtige in diesem Buch mit gutem Motiv geboten. Sie ließ mich immer mal wieder darüber grübeln wer denn jetzt wirklich der Täter ist. Aber die Situation im Team und auch das ewige Hin und Her bezüglich Dühnforts Privatleben waren langatmig zu lesen, auch kam die Ermittlung nie richtig vorwärts. Gut fand ich die unterschiedlichen Perspektiven von Kommissar Dühnfort, Vicki und dem Täter.

Deswegen habe ich mich für 3/5 Sternen entschieden. Ich würde das Buch kein zweites Mal lesen fühlte mich aber teilweise gut unterhalten.
Profile Image for Bücherplanet.
153 reviews12 followers
December 8, 2012
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe 'So unselig schön'
gelesen.

So unselig schön ist der dritte Krimi um Kommissar Dühnfort. Seine
beiden Vorgänger, 'Der Sünde Sold' und 'In weißer Stille', haben mir
sehr gut gefallen. Um es direkt vorweg zu sagen: 'So unselig schön' hat
mich etwas ratlos zurück gelassen.

In einer Brauerei wird eine Frauenleiche gefunden ' ohne Kopf. Zwar ist
die Brauerei stillgelegt, sie ist der Bevölkerung der Umgebung aber gut
bekannt und regelmäßiger Treffpunkt für Jugendgruppen. Daher ist davon
auszugehen, dass dem Täter bewusst war, dass die Leiche hier schnell
gefunden wird. Dühnfort gelingt es, Verbindungen zu einem mittlerweile
sechs Jahre zurück liegenden ungeklärten Mordfall herzustellen. Damals
gab es einen Hauptverdächtigen, der aber aus Mangel an Beweisen niemals
angeklagt wurde. Dieser Mann ist allerdings vor Jahren in die USA
ausgewandert. Ist er heimlich zurück gekehrt? Oder lag die Polizei
damals falsch mit ihrem Verdacht?

Inge Löhnig greift in diesem Buch ein neues Thema auf: Fotografie. Das
ist ihr meiner Meinung nach auch gut gelungen, sie beschreibt auf
anschauliche Weise den Reiz des 'Urban Exploring' und schafft auf diese
Weise auch die interessante Darstellung einer der Hauptpersonen dieses
Krimis, der Auszubildenden Vicki.

In 'So unselig schön' stoßen immer wieder verschiedene Welten
aufeinander: Da ist Vicki, die früher auf der Straße gelebt hat und eine
alkoholabhängige Mutter hatte. Dem gegenüber steht Jobst, der so viel
geerbt hat, dass er den lieben langen Tag nichts tut, als sein Geld für
wohltätige Zwecke auszugeben und ein wahrer Gutmensch zu sein. Das erste
Opfer des Mörders war eine Prostitutierte, die niemand vermisst hat. Dem
gegenüber stehen drei äußerst wohlhabende potentielle Verdächtige, die
von Jaguar bis Porsche alles in der Garage haben. Kurzum ' hier hätte
die Autorin die Gegensätze etwas subtiler gestalten können. Man hätte es
dann trotzdem verstanden'

In diesem Krimi gerät die Haupthandlung etwas aus dem Blickfeld.
Stattdessen werden die Münchener Schickeria und insbesondere Dühnforts
Liebesleben in den Mittelpunkt gestellt. Band drei ist daher vielleicht
als Zusammenfassung von Dühnforts Privatleben anzusehen. Am Ende des
Krimis war bin ich nun etwas ratlos. Viele Schicksale werden angerissen
aber dann nicht weiter beschrieben. Außerdem fragt man sich: Wer
ermittelt hier, Dühnfort oder Vicki? Ich hoffe, dass mich in Band vier
wieder mehr Spannung erwartet.
Christiane für MexxBooks
Profile Image for Angi.
167 reviews2 followers
July 26, 2015
Die Geschichte:
Vicki fotografiert gerne verlassene Gebäude und so kommt es, dass sie eines Tages in einer ehemaligen Brauerei eine dort abgelegte Frauenleiche findet. Sofort ruft sie die Polizei, obwohl sie in ihrer Vergangenheit eher auf der anderen Seite des Gesetzes stand. Sie hat einige kleine Vorstrafen, ist aber inzwischen auf dem richtigen Weg und macht sogar eine Lehre in einem Reisebüro.
Kommissar Dühnfort und sein Team übernehmen den Fall und finden bald Parallelen zu einem anderen Mord, der vor sechs Jahren geschah. Haben sie es mit einem Serienmörder zu tun? Aber warum hat er so lange gewartet, bis er wieder zugeschlagen hat?
Vicki entdeckt indes eine Auffälligkeit auf einem ihrer Fotos, das sie in der Brauerei geschossen hat. Sie wendet sich aber nicht gleich wieder an die Polizei, sondern beginnt selbst mit Nachforschungen. Das bringt sie bald in größte Gefahr …

Meine Meinung:
Wie manch andere Leser auch, empfand ich in diesem Band der Dühnfort-Reihe eher die Protagonistin Vicki als Hauptfigur und Sympathieträger. Konstantin Dühnfort ist währenddessen zu sehr mit seinem Gefühlschaos beschäftigt und mit den Folgen seines Segelunfalles im letzten Teil. Das Hin und Her zwischen ihm und Gina nimmt einigen Platz ein in diesem Buch und wirkt recht authentisch.

Die Ermittlungen werden sehr ausführlich und spannend geschildert. Es gibt viele Spuren und gleich drei Hauptverdächtigte, zwischen denen das Pendel kreist, um immer wieder in eine andere Richtung auszuschlagen. Ein tolles Verwirrspiel, das mich auch lange Zeit immer wieder an meiner Vermutung zweifeln ließ.
Die Auflösung gefiel mir dann auch sehr gut, psychologisch wieder einmal sehr schön ausgearbeitet und überzeugend erklärt.

Vicki ist eine interessante und sehr liebenswürdige Figur, die man schnell ins Herz schließt. Durch ihre schlimme Vergangenheit lässt sie sich nicht unterkriegen, sie ist eine richtige Kämpfernatur. Ihr oft unangepasstes Verhalten macht sie nur noch sympathischer.
Tino und sein Team wirken in diesem Band nicht so harmonisch, wie sie es sein sollten. Hoffentlich entspannt sich die Situation im nächsten Teil wieder, denn diese Atmosphäre war wirklich nicht so schön.

Über den Schreibstil von Inge Löhnig möchte ich nur sagen: grandios! Ich mag ihre Bücher einfach total! :)

Fazit:
Ein spannendes Verwirrspiel mit vielen Verdächtigen … Vicki ist eine tolle Protagonistin, die sehr viel Herz und Action in diese Geschichte bringt!
Profile Image for Holger.
17 reviews5 followers
April 2, 2012
Wo soll ich nur anfangen... vielleicht bei der Story. Gute Ansätze. Ein Serienmörder bringt seine Opfer nach einer bestimmten Vorlage um. Das klingt grundsätzlich interessant, die Auflösung ist allerdings abstrus. Wenn die einzelnen Puzzleteile umgedreht werden, wirkt das komplett an den Haaren herbei gezogen. Natürlich muss der Kommissar schon ziemlich früh beim Anblick einer Leiche an ein bestimmtes Gedichtzitat denken, das ihn letztlich auf die richtige Spur führt... Wer denkt sich denn so was unplausibles aus? Und wer soll das dann bitteschön auch noch glauben? Ist aber nur die Spitze des Eisbergs, der eine überkonstruierte, unglaubwürdige Geschichte verbirgt.
Die Protagonisten bleiben oberflächlich und langweilig. Kommissar Dühnfort soll als sensibler und grüblerischer Bohème dargestellt werden, rüber kommt er als weinerlicher und langweiliger Spießer. Die Tatsache, dass er auf 420 Seiten gefühlte zwanzigmal Soave schlürft, ändert daran nichts. Und die ehemalige Punkerin Vicki hat ne ganz schlimme Vergangenheit, ist aber trotzdem total nett und lieb und kennt sich gut mit Internet und so aus und hat ne Schildkröte als Haustier und gibt in ihrer Freizeit die "urban explorerin". Mehr Klischee geht nicht.
Aber mein größter Kritikpunkt ist die Sprache - das ganze Buch über bemüht und nie wirklich eine Linie findend. Im Gegenteil, sie wirkt künstlich, aufgesetzt und realitätsfern und schafft es nicht, eine authentische Atmosphäre zu schaffen. Besonders auffallend ist das bei der eigentlichen Hauptdarstellerin Vicki Senger, aus deren Perspektive Menschen, Dinge oder Situationen "uncool" oder "scheißbürgerlich" sind. Das ist keine jugendliche oder alternative Sprache, das ist höchstens das, was sich meine Mutter unter jugendlich vorstellt. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich das von unerfreulich zu nervtötend und ärgerlich.

Fazit: Vielleicht ist der Roman durch die Nebengeschichten interessanter, wenn man die ersten beiden Dühnfort-Fälle kennt. Der eigentliche Kriminalfall kann dadurch aber auch nicht spannender werden. Einen Stern gibts für die Grundidee und das Setting in München und Umgebung, einen zweiten... ne, einen zweiten gibts doch nicht. Frau Löhnig bietet keinen Anlass dafür.
Profile Image for Marimirl.
227 reviews3 followers
September 25, 2011
“So unselig schön” ist der dritte Kriminalroman von Inge Löhnig, in dem Kommissar Dühnfort und sein Team ermitteln. Vicky findet auf dem Gelände einer alten Brauerei eine weibliche Leiche. Dühnfort ist schnell klar, dass es sich hier um keinen Einzeltäter handeln wird. Doch auch Vicky, Lehrling in einem Reisebüro, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Wie schon im Band zuvor “In weißer Stille” erfahren wir neben den Details über die laufenden Ermittlungen auch einiges über des Privatleben der Protagonisten. In diesem Fall natürlich über das des Kommissars, der sich über seine Gefühle nicht im Klaren ist und auch über das der jungen Vicky, die eine sehr schwere Kindheit hinter sich hat.

Vor allem die Geschichte Vickys nimmt den Leser mit, da sie wahrlich nicht viel Gutes erfahren hat. Mit der Zeit erfährt man immer mehr über ihre Vergangenheit, über ihre Kindheit. Ihr “Werdegang” macht einen sehr großen und wichtigen Teil des Buches aus. Hier komme ich leider nicht um den Vergleich mit Lisbeth aus der Milleniumstrilogie herum. Es scheint wohl im Trend zu liegen, junge Frauen mit tragischen Geschichten in Kriminalromane einzubauen. Aber wie gesagt, ich finde, das gab der Geschichte noch einen zusätzlichen Reiz.

Die Ermittlungen gehen anfangs nur schleppend voran, doch das störte mich nicht. Auf mich hat das sehr authentisch gewirkt, denn auch im wirklichen Leben kann man nicht gleich alles lösen. Dühnfort verfolgt schließlich eine andere Spur als seine Kollegen. In meinen Augen war es nicht wirklich hervorsehbar, wer der Täter war. Es gibt einige Verdächtige und alle würden in Frage kommen. Klar, gegen Ende wird es schon deutlicher, wer es sein könnte, aber das ist doch normal. Meiner Meinung nach wurde sehr viel Spannung aufgebaut.

Was mir diesmal besonders aufgefallen ist, ist die Liebe zum Detail der Autorin. Sie beschreibt beispielsweise immer ganz genau, was gegessen wird, oft verrät sie sogar alle nötigen Zutaten für das Rezept, und es wird sehr oft gegessen.

Für mich handelt es sich hier um einen wahren Buchtipp!
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