Liebe und Krieg, Hoffnung und Verzweiflung, feiner Humor und Heldenmut – in 22 Geschichten entführt Aves, der Gott der Abenteurer, in die phantastische Welt Aventuriens. Von der brodelnden Süd-Metropole Al'Anfa bis ins kalte Bornland, von der Orkschädelsteppe bis in die Dunkelheit der Schwarzen Lande werfen die Erzählungen einen Blick auf einen Kontinent voller Magie und Abenteuer.
Neben Ingeborg-Bachmann-Publikumspreistäger Saša Stanišiċ oder John Sinclair-Autor Thomas A. Ruhk finden sich in diesem Band auch viele Erstveröffentlichungen junger Autoren von bemerkenswerter Qualität.
Leider ein recht gemischtes Angebot. Einige der Geschichten reißen emotional schon ganz gut mit bis das Ende dann doch schlicht zu platt ist, andere können dagegen handwerklich überhaupt nicht überzeugen. Etwa eine Handvoll hat ein interessantes Szenario - dann reicht aber meist der Platz nicht aus um es wirklich auszubreiten.
Wenn man den Band billig bekommt, ist er durchaus brauchbar um sich die Straßenbahnfahrt zu verkürzen. Die Geschichten haben meist eine Lesezeit von 12-20 Minuten, was dafür ganz praktisch ist.
Interessant ist, dass nicht immer die jüngsten der Autor*innen mit den Tücken des Mediums Kurzgeschichte am schlechtesten zurechtkommen. Andererseits sind bei Wettbewerbs-Anthologien auch wenig erfahrene Hasen dabei.
Schade um den schönen Titel und das Cover, die nicht so recht zum Inhalt passen.
Eine nette Kurzgeschichtensammlung um, in und über Aventurien. Die Qualität der Geschichten variiert. Wenn auch keine wirklich schlecht ist, so lesen sich manche doch etwas fad. Es lassen sich jedoch auch mehrere Perlen darunter finden. Angenehmer, vielfältiger Lesespaß für zwischendurch.