„Quartett“ ist kurz, brutal und von einer monumentalen Schwere, die unmissverständlich zeigt, dass Wahrheit weder Umfang noch Ornament braucht – sondern lediglich einen extrem spitzen Pinsel oder, noch treffender, ein messerscharfes Skalpell. Auf engstem Raum legt Müller die nackten Mechaniken von Macht, Begehren und Vernichtung frei und beweist, dass literarische Präzision tödlicher sein kann als jedes ausufernde Epos.